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Einsatz auf der Landesgartenschau

Montag, 01. September 2003, 16:08 Uhr
Nordhausen (nnz). In Afghanistan war er schon, der Mungo, ein auf dem Fumo basierendes Spezialfahrzeug von Multicar aus Waltershausen. Hier in Nordhausen auf der Landesgartenschau haben die wendigen kleinen Transporter keinen so harten Einsatz vor sich.


Text und Foto: Wiethoff Als echter Thüringer wollte auch Multicar als Sponsor der Landesgartenschau auftreten. 1920 in Waltershausen als AKD Werk gegründet, 1946 wieder in Betrieb genommen, 1991 privatisiert, hat das Unternehmen als einziger Fahrzeugbauer aus den neuen Ländern überlebt. Die Produkte überzeugen vor allem im kommunalen Bereich durch ihre vielseitige Verwendbarkeit. Sie werden auch wieder in viele Länder Europas exportiert, nachdem die früheren Märkte in Osteuropa und Asien nach der Wende weg brachen.

Heute war es endlich so weit, die LGS erhielt einen M 26 und einen Fumo Transporter. Herbert Hellmann, Leiter der Marketingabteilung von Multicar in Waltershausen und Karlheinz Willerbach vom Multicar Vertrieb Steinbrücken übergaben die Fahrzeugschlüssel an die Vertreter der Landesgartenschau GmbH. Die beiden zukünftigen Fahrer erhielten gleich eine Einführung in die neue Technik. Und für den Fall, daß die Transporter wirklich einmal defekt sind, übernimmt die Steinbrücker Multicar Niederlassung die Reparatur und natürlich die Serviceinspektionen. Die Verträge zwischen der LGS und dem Fahrzeugbauer wurden bereits vor einem Jahr auf der GaLa Bau unterzeichnet.

Für die vielen noch anfallenden Transportarbeiten werden die Spezialfahrzeuge dringend benötigt. Mit einer Breite von nur 1,60 und einer Tragfähigkeit bis zu 3 Tonnen, gehören sie zu den flexibelsten und stärksten ihrer Klasse. Sogar die Bundeswehr erkannte die Fähigkeit der Fahrzeuge und ließ 10 Prototypen eines gepanzerten, luftverlastbaren Truppentransporters bauen.

Die kugelsicheren Wagen braucht die Stadt Nordhausen erfreulicherweise nicht zu ordern, denn die Gegner der Landesgartenschau scheinen sich inzwischen mit der Neugestaltung des Petersbergs einverstanden erklärt zu haben. Noch gibt es eine Menge zu tun, wo sich die zusammen ca. 60.000 Euro teuren Fahrzeuge nützlich machen können. Ihren vor Vandalen sicheren Parkplatz werden sie sich damit auf jeden Fall verdienen.
Autor: nnz

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