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BUND findet Satanspilz

Dienstag, 04. Oktober 2011, 06:25 Uhr
Die Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Nordhausen haben am Montag den angekündigten Landschaftspflegeeinsatz durchgeführt. Auf den als Flächennaturdenkmal geschützten Pfaffenköpfen zwischen Petersdorf bzw. Buchholz und Steigerthal entfernten sie insbesondere zahlreiche Schlehen, die die historische Kulturlandschaft zu verbuschen drohen...


Enzian (Foto: B. Schwarzberg) Enzian (Foto: B. Schwarzberg) Die gerodeten, meist weniger als einen Meter hohen Gehölze wurden zentral gelagert. Nun hoffen wir, dass die untere Naturschutzbehörde das Material abfahren lassen wird.

Vor dem Beginn des Einsatzes wurden den Teilnehmern die positiven Folgen früherer Einsätze gezeigt. So gibt es aktuell keine neue Verbuschungstendenz im südlichen Teil der Pfaffenköpfe, die die Gruppe seit Jahren von Gehölzen freihält. Auch erfreuten sich die BUND-Mitglieder an einigen Exemplaren des Deutschen Enzians, dessen Bestand durch die Entbuschungsaktionen erhalten werden kann. (siehe Bild).

Deutlich wurde jedoch auch, dass der verantwortliche Schäfer seinen eingegangenen Verpflichtungen zu wenig nachkommt. Obwohl er Gelder für die Bewirtschaftung über das so genannte KULAP-Programm erhält, lässt die Beweidungsintensität großflächig zu wünschen übrig.
Als Besonderheit konnte die Gruppe zudem einen Satans-Pilz entdecken (siehe Bild), der eine seltene Art unserer besonders warmen und kalkhaltigen Südharz-Landschaft darstellt. Die Art ist giftig, wird aber im Falle ihres seltenen Auftretens mitunter mit dem essbaren Netzstieligen Hexenröhrling verwechselt. Wegen der Seltenheit des Satanspilzes wurde dieser natürlich an seinem Standort belassen.

Die BUND-Kreisgruppe trifft sich an jedem zweiten Dienstag im Monat um 18:30 im Vereinshaus Thomas-Mann. Interessenten sind herzlich willkommen.
Autor: nnz

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