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Nordthüringer Zweckverband favorisiert Müllverbrennung?

Mittwoch, 21. Februar 2001, 12:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Nicht nur Jendricke befürchtet derartige Planungen, auch Landrat Joachim Claus (CDU) kann derzeit nicht verstehen, warum der Verband bei seinen Planungen so auf Eile setze. "Den Druck, den vor allem der Landkreis Eichsfeld gegenwärtig ausübt, den werde ich nicht mit tragen", so Claus gestern vor dem Kreistag. Zur Zeit wird für den ZAN ein Gutachten erarbeitet, daß in einen möglichen Ausschreibungstext für eine "Restabfallverarbeitungsanlage" müden soll. Joachim Claus favorisiert nicht die Variante einer Müllverbrennung, sondern eine mechanisch-biologische Alternative. Mit diesem Standpunkt hat der Landkreis Nordhausen gegenüber dem Landkreis Eichsfeld einen schweren Stand. Sowohl der ZAN-Geschäftsführer Sachse als auch der Verbandsvorsitzende, Landrat Dr. Henning, kämen schließlich aus dem Eichsfeld und da sei kein Standort vorgesehen. Seine Kritik machte der Landrat vor allem an der Arbeit des Geschäftsführers fest. Hier gebe es zu viele Ungereimtheiten und Schnellschüsse, die man im Landkreis Nordhausen nicht nachvollziehen könne. Matthias Jendricke verwies zudem auf mögliche Fehlplanungen, die bereits in anderen Bundesländern zu Verlusten in Millionenhöhe geführt hätten. Statt der thermischen Verwertung des Restabfalls ab dem Jahr 2005 müßten unbedingt andere Verfahren geprüft werden. Mit den Investitionen für eine Müllverbrennungsanlage kämen nicht abwägbare Gebührenbelastungen auf die Bürger der Region zu, vor allem wenn die geplanten und gebauten Anlagen nicht ausgelastet seien.
Autor: nnz

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