Handballer mit Punkteteilung
Montag, 12. September 2011, 13:48 Uhr
Mit einem Punkt im Gepäck kehrte der Südharzexpress vom ersten Auswärtsspiel der Saison zurück. In einer spannungsreichen und temposcharf geführten Partie konnte die SG Schnellmannshausen dem NSV förmlich in letzter Sekunde einen Punkt abnehmen. Nach einem Überblick, hier der ausführliche Spielbericht von Frank Ollech...
Für die Nordhäuser stand eine undankbare Aufgabe zum Saisonauftakt an. Ihr Weg führte sie nach Treffurt, wo die SG Schnellmannshausen ihre Heimspiele absolviert. Die SG, als Aufsteiger aus der Landesliga, war bis in die Haarspitzen motiviert. Zudem entschied sich der Thüringer Handball Verband die offizielle Saisoneröffnung vor der Partie durchzuführen, ein zusätzlicher Motivationsschub.
Die Nordhäuser reisten mit einigen Sorgen zum Auftakt. Thomas Riemekasten und Martin Stritzel konnten die Reise erst gar nicht antreten. Der Ausfall von Regisseur Matthias Thiele, nach der Erwärmung, traf die Mannschaft wie ein Blitz. Die zuvor eingespielte Mannschaft musste komplett umgestellt werden. Und da war ja noch etwas. In der schmucken Treffurter Halle gibt es neben der Spielstätte in Behringen Klebemittelverbot. Verbunden mit den hochsommerlichen Temperaturen wurden somit einige Ballaktionen serienweise unberechenbar.
So beschränken sich beide Team nach dem Anpfiff auf die kämpferische Seite, die mit einer hohen Laufbereitschaft gepaart von Beginn an für Spannung sorgte. Einzig das Salz in der Suppe, die Treffer, fehlten anfänglich. Den ersten markierte Christian Flötling, der auch im weiteren Spielverlauf eine wichtige Stütze seiner Mannschaft war.
Die Gastgeber legten ein enormes Tempo vor. Sie waren zwar nicht spielbestimmend, nutzen jedoch ihre Chancen konsequenter. Bis auf 7:4 konnten sie enteilen, ehe wiederum Flötling zum 7:6 verkürzte. Beim Stand von 8:7 löste das Kampfgericht bei den Schiedsrichtern einigen Unmut aus. Die SG verlor im Angriff den Ball und eröffnete dem NSV die Chance zum Ausgleich. Es dauerte fast 20 Sekunden ehe sie dies richtig anzeigten. Die Auszeit wurde gegeben und es ging weiter mit Ballbesitz für die SG, die 20 Sekunden wurden ebenfalls nachgespielt. Dies rüttelte die Rolandstädter auf, bis zur Halbzeit glichen sie durch Michael Spieß zum 9:9 aus und Andre Elster erzielte die 10:9 Halbzeitführung.
Nach der Pause versuchten die Gastgeber die Partie wieder an zu reißen. Die Südharzer konnten den Ansturm jedoch bis zum 13:13 abwehren. Fortan lief Stefan Fuhrmann, trotz Manndeckung, zur Höchstform auf. Im ersten Durchgang noch mit Ladehemmungen, erzielte er sieben von elf Treffern der zweiten Halbzeit seiner Mannschaft. Sie legten einen Minivorsprung von zwei Treffern vor den sie bis in die 58. Spielminute hielten. Die Schiedsrichter zeigten in dieser Minute auf den Strafpunkt, für den NSV. Ein Treffer und der Erfolg wäre ihnen wohl kaum noch zu nehmen gewesen. Ausgerechnet der stärkste Angreifer, Stefan Fuhrmann, vergab diese Chance.
Die letzten zwei Spielminuten waren an Dramatik kaum zu übertreffen. Der NSV ließ beim Stand von 20:18 einen Strafwurf ungenutzt. Die SG witterte ihre Chance und verkürzte auf 20:19. Auch der folgende Angriff der Südharzer lief ins leere, eröffnete der SG sogar eine Konterchance. Kay Näther vereitelte 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleich.
Die NSV zog die grüne Karte 15 Sekunden vor Schluss zur Auszeit. Obwohl die letzten Sekunden genau besprochen, vertändelte Sebastian Kreutz genau 2 Sekunden nach Anpfiff den Ball. Es kam wie es kommen musste. Der Ball landete, unter ohrenbetäubender Freunde der heimischen Fans, zum Ausgleich im NSV Kasten.
Trotz dieser Punkteteilung in letzter Sekunde enttäuschte das Spiel der Nordhäuser nicht. Besonders im Abwehrbereich wussten sie zu überzeugen. Leider bekamen sie das Handicap des Haftmittelverbotes nicht komplett aus den Köpfen. Ob es ein Punktverlust oder ein Punktgewinn war, wird man erst am Ende der Spielserie beantworten können.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Kay Nähter/ Stefan Fuhrmann 11/ Christian Müller 1/ Andreas Ramonat 2/ Sebastian Kreutz 1/ Christian Flötling 2/ Andre Elster 1/ Michael Spieß 3/ Marcel Effenberger/ Phillip Tube 1
Autor: nnzFür die Nordhäuser stand eine undankbare Aufgabe zum Saisonauftakt an. Ihr Weg führte sie nach Treffurt, wo die SG Schnellmannshausen ihre Heimspiele absolviert. Die SG, als Aufsteiger aus der Landesliga, war bis in die Haarspitzen motiviert. Zudem entschied sich der Thüringer Handball Verband die offizielle Saisoneröffnung vor der Partie durchzuführen, ein zusätzlicher Motivationsschub.
Die Nordhäuser reisten mit einigen Sorgen zum Auftakt. Thomas Riemekasten und Martin Stritzel konnten die Reise erst gar nicht antreten. Der Ausfall von Regisseur Matthias Thiele, nach der Erwärmung, traf die Mannschaft wie ein Blitz. Die zuvor eingespielte Mannschaft musste komplett umgestellt werden. Und da war ja noch etwas. In der schmucken Treffurter Halle gibt es neben der Spielstätte in Behringen Klebemittelverbot. Verbunden mit den hochsommerlichen Temperaturen wurden somit einige Ballaktionen serienweise unberechenbar.
So beschränken sich beide Team nach dem Anpfiff auf die kämpferische Seite, die mit einer hohen Laufbereitschaft gepaart von Beginn an für Spannung sorgte. Einzig das Salz in der Suppe, die Treffer, fehlten anfänglich. Den ersten markierte Christian Flötling, der auch im weiteren Spielverlauf eine wichtige Stütze seiner Mannschaft war.
Die Gastgeber legten ein enormes Tempo vor. Sie waren zwar nicht spielbestimmend, nutzen jedoch ihre Chancen konsequenter. Bis auf 7:4 konnten sie enteilen, ehe wiederum Flötling zum 7:6 verkürzte. Beim Stand von 8:7 löste das Kampfgericht bei den Schiedsrichtern einigen Unmut aus. Die SG verlor im Angriff den Ball und eröffnete dem NSV die Chance zum Ausgleich. Es dauerte fast 20 Sekunden ehe sie dies richtig anzeigten. Die Auszeit wurde gegeben und es ging weiter mit Ballbesitz für die SG, die 20 Sekunden wurden ebenfalls nachgespielt. Dies rüttelte die Rolandstädter auf, bis zur Halbzeit glichen sie durch Michael Spieß zum 9:9 aus und Andre Elster erzielte die 10:9 Halbzeitführung.
Nach der Pause versuchten die Gastgeber die Partie wieder an zu reißen. Die Südharzer konnten den Ansturm jedoch bis zum 13:13 abwehren. Fortan lief Stefan Fuhrmann, trotz Manndeckung, zur Höchstform auf. Im ersten Durchgang noch mit Ladehemmungen, erzielte er sieben von elf Treffern der zweiten Halbzeit seiner Mannschaft. Sie legten einen Minivorsprung von zwei Treffern vor den sie bis in die 58. Spielminute hielten. Die Schiedsrichter zeigten in dieser Minute auf den Strafpunkt, für den NSV. Ein Treffer und der Erfolg wäre ihnen wohl kaum noch zu nehmen gewesen. Ausgerechnet der stärkste Angreifer, Stefan Fuhrmann, vergab diese Chance.
Die letzten zwei Spielminuten waren an Dramatik kaum zu übertreffen. Der NSV ließ beim Stand von 20:18 einen Strafwurf ungenutzt. Die SG witterte ihre Chance und verkürzte auf 20:19. Auch der folgende Angriff der Südharzer lief ins leere, eröffnete der SG sogar eine Konterchance. Kay Näther vereitelte 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleich.
Die NSV zog die grüne Karte 15 Sekunden vor Schluss zur Auszeit. Obwohl die letzten Sekunden genau besprochen, vertändelte Sebastian Kreutz genau 2 Sekunden nach Anpfiff den Ball. Es kam wie es kommen musste. Der Ball landete, unter ohrenbetäubender Freunde der heimischen Fans, zum Ausgleich im NSV Kasten.
Trotz dieser Punkteteilung in letzter Sekunde enttäuschte das Spiel der Nordhäuser nicht. Besonders im Abwehrbereich wussten sie zu überzeugen. Leider bekamen sie das Handicap des Haftmittelverbotes nicht komplett aus den Köpfen. Ob es ein Punktverlust oder ein Punktgewinn war, wird man erst am Ende der Spielserie beantworten können.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Kay Nähter/ Stefan Fuhrmann 11/ Christian Müller 1/ Andreas Ramonat 2/ Sebastian Kreutz 1/ Christian Flötling 2/ Andre Elster 1/ Michael Spieß 3/ Marcel Effenberger/ Phillip Tube 1





















