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Unwetter: Eine erste Bilanz

Sonntag, 11. September 2011, 21:04 Uhr
Es war das seit Jahren schwerste Unwetter, das heute über dem Landkreis Nordhausen wütete. Vor allem die Kreisstadt hatte mit den Folgen von Sturm, Regen und Hagel zu "kämpfen". Der Versuch einer ersten Bilanz...


Mehr als 50 Einsätze resümiert der Chef der Nordhäuser Berufsfeuerwehr, Gerd Jung, im Gespräch mit der nnz. Alle Ortsteile und die Kernstadt seien von dem Unwetter betroffen gewesen. Alle verfügbaren Kameraden waren im Einsatz, selbst die Freischicht der Berufsfeuerwehr war mit im Einsatz. Insgesamt verrichteten und verrichten immer noch rund 140 Kameradinnen und Kameraden ihren Dienst.

Kurios war die Meldung einer Autofahrerin aus Heiligenstadt, die in Nordhausen unterwegs war und eine fliegende Hundehütte samt tierischem Inhalt beobachtet hatte. Sie wusste aber weder Ortsteil noch Straße, wenig später meldete sie sich erneut und sagte, dass beide wohl gelandet seien.

Auf der A 38, zwischen Werther und Bleicherode riss der Sturm einen Wohnanhänger um, die Feuerwehr sicherte das Mobil, musste dann aber den Job an die Polizei abgeben, denn in Nordhausen hatte der Sturm viele unter Strom stehende Werbeschilder von den Fassaden gerissen, so zum Beispiel das der Commerzbank in der Bahnhofstraße.

Wie Gerd Jung weiter berichtete, seien Bäume auf drei Autos gestürzt und hätten die in Totalschäden verwandelt. Glücklicherweise sei niemand zu Schaden gekommen. Schlamm wurde zum Beispiel in die Tiefgarage am Kornmarkt gedrückt, auch weitere Tiefgaragen seien einfach abgesoffen. In der Unterführung in der Erfurter Straße habe das Wasser bis zu einem halben Meter hoch gestanden, zwei Autos waren liegengeblieben.

Und schließlich noch der beliebte Taschenberg, hier hatte es mehrere Gullydeckel hochgedrückt, da die Kanalisation die Wassermassen nicht fassen konnte.

Die nnz wird Sie morgen weiter über das Unwetter informieren. Jetzt wünschen wir Ihnen eine ruhige Nacht.
Autor: nnz

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