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Extremismus an Schulen

Freitag, 22. August 2003, 18:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Einen deutlichen Rückgang insbesondere rechtsextremistischer Aktivitäten wie Volksverhetzung oder Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen im vergangenen Schuljahr verzeichnet das Thüringer Kultusministerium. Dennoch besteht kein Grund zur Entwarnung.


Auch die Androhung von Straftaten, insbesondere als Resonanz auf das Massaker am Gutenberg-Gymnasium, sei stark rückläufig. "Insgesamt eine ermutigende Entwicklung", wie Kultusminister Dr. Michael Krapp kommentierte. Der Thüringer Kultusminister sieht darin auch einen Erfolg der ergriffenen Maßnahmen zur Gewaltprävention bei Jugendlichen in Thüringen.

Erhöhte Aufmerksamkeit müsse man allerdings in der Drogenprävention entwickeln, da im letzten Schuljahr ein Anstieg der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz an Thüringer Schulen zu verzeichnen ist. An den Schulen stehen auch für Drogenprobleme die Beratungslehrer zur Verfügung, die Gemeinschafts-Aktion "Lebenslust statt Drogenfrust" wird auch im neuen Schuljahr fortgeführt. Zudem arbeiten die Schulen weiter mit der Thüringer Koordinierungsstelle Suchtprävention eng zusammen.

Diese vom Lagezentrum des Thüringer Innenministeriums, vom Sondermeldedienst "Straftaten im Umfeld von Schulen" im Landeskriminalamt und von den Staatlichen Schulämtern dem Kultusministerium periodisch gemeldeten "besonderen Vorkommnisse" an Schulen zeigen nach Ansicht von Kultusminister Dr. Krapp, wie wichtig die Werteerziehung an den Schulen, aber auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sowie Trägern der Jugendarbeit sei.
Autor: nnz

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