Weniger Jobs, mehr Pendler
Donnerstag, 21. August 2003, 19:29 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordthüringen ist die Zahl der Arbeitsplätze zurückgegangen, das zeigen die neuesten Beschäftigtenzahlen der Region aus dem Jahr 2002. Wie sich die Lage insbesondere für den Landkreis Nordhausen zeigt, das hat heute die nnz vom Nordhäuser Arbeitsamt erfahren.
Insgesamt beschäftigten die Unternehmen im Juni des vergangenen Jahres 83.000 Frauen und Männer, 3.260 weniger als zur Jahresmitte 2001 und sogar 12.300 weniger als im Juni 1999. Im gleichen Zeitraum suchten zunehmend mehr Menschen in den alten Bundesländern einen Job, und die Zahl der Arbeitnehmer, die aus umliegenden Landkreisen nach Nordthüringen zur Arbeit kamen, wurde geringer. Insgesamt pendelten im Juni 2002 über 30.000 Menschen aus der Region in andere Landkreise, 2001 waren das noch 340 und 1999 sogar 2.500 weniger. Innerhalb Thüringens bestand nach Altenburg im Arbeitsamtsbezirk Nordhausen mit fast 29 Prozent die zweithöchste Auspendlerquote. Die Zahl der Auspendler, die davon in die alten Bundesländer zur Arbeit fahren, betrug von 1992 bis 1999 durchschnittlich 14.000. In den nachfolgenden Jahren ist ein stärkerer Pendlerstrom zu beobachten. Im Juni 2002 hatten bereits 18.580 Nordthüringer in Wirtschaftsunternehmen der alten Bundesländer ein Arbeitsverhältnis aufgenommen.
Dagegen pendelten in die Unternehmen der Region im Jahr 2002 rund 8.570 Frauen und Männer aus anderen Arbeitsamtsbezirken ein, 1999 waren das noch 9.350. Die Einpendlerquote liegt damit bei 10 Prozent und ist eine der niedrigsten in Thüringen. Insgesamt gab es Mitte 2002 rund 104.500 Beschäftigte, die hier wohnten und in der Region oder außerhalb der Grenzen des Arbeitsamtsbezirkes einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen, 2.270 weniger als ein Jahr zuvor und über 8.900 weniger als im Jahr 1999.
Im Landkreis Nordhausen gingen im Juni 2002 rund 32.900 Einwohner einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 24.200 im Landkreis selbst, 8.700 pendelten aus, 4.200 in die alten Bundesländer. In den Landkreis kamen zum gleichen Zeitpunkt 2002 fast 5.000 Arbeitnehmer aus den umliegenden Regionen, um zu arbeiten. Die Unternehmen im Landkreis beschäftigten somit insgesamt 29.200 Frauen und Männer, über 1.130 weniger als im Jahr vorher, sogar 4.500 weniger als 1999.
6.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gab es im verarbeitenden Gewerbe der Region, 450 weniger als vier Jahre vorher. Im Baugewerbe ist die Zahl der Arbeitnehmer sogar von 5.150 im Jahr 1999 auf 2.800 im Juni 2002 zurückgegangen. Um fast 1.800 erfolgte der Beschäftigtenabbau im Handel seit 1999, somit arbeiteten in dieser Wirtschaftsabteilung Im Jahr 2002 noch 3.570 Frauen und Männer. In Betrieben, die Dienstleistungen für öffentliche und private Belange erbringen, ist die Zahl der Arbeitnehmer von 9.900 auf 9.200 verringert. In der Land- und Forstwirtschaft ist seit 1999 eine vergleichsweise stabile Beschäftigung im Landkreis zu verzeichnen, hier gab es im Juni 2002 insgesamt über 730 Arbeitskräfte.
Gebietskörperschaften und Organisationen ohne Erwerbscharakter hatten im Juni 2002 rund 3.980 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer unter Vertrag, 610 weniger als zur Jahresmitte 1999. Die Hauptursache liegt in der Verminderung der Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt, da diese zwei Wirtschaftsabteilungen die wichtigsten und größten Trägereinrichtungen für Beschäftigung schaffende Maßnahmen sind. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Nordhausen arbeiteten über zwei Drittel in den 46 Unternehmen des Landkreises, die 100 und mehr Beschäftigte 2002 hatten. In Betrieben mit 20 bis 99 Beschäftigten standen 34 Prozent, in Unternehmen mit ein bis neunzehn Beschäftigten 31 Prozent der registrierten Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis.
Autor: nnzInsgesamt beschäftigten die Unternehmen im Juni des vergangenen Jahres 83.000 Frauen und Männer, 3.260 weniger als zur Jahresmitte 2001 und sogar 12.300 weniger als im Juni 1999. Im gleichen Zeitraum suchten zunehmend mehr Menschen in den alten Bundesländern einen Job, und die Zahl der Arbeitnehmer, die aus umliegenden Landkreisen nach Nordthüringen zur Arbeit kamen, wurde geringer. Insgesamt pendelten im Juni 2002 über 30.000 Menschen aus der Region in andere Landkreise, 2001 waren das noch 340 und 1999 sogar 2.500 weniger. Innerhalb Thüringens bestand nach Altenburg im Arbeitsamtsbezirk Nordhausen mit fast 29 Prozent die zweithöchste Auspendlerquote. Die Zahl der Auspendler, die davon in die alten Bundesländer zur Arbeit fahren, betrug von 1992 bis 1999 durchschnittlich 14.000. In den nachfolgenden Jahren ist ein stärkerer Pendlerstrom zu beobachten. Im Juni 2002 hatten bereits 18.580 Nordthüringer in Wirtschaftsunternehmen der alten Bundesländer ein Arbeitsverhältnis aufgenommen.
Dagegen pendelten in die Unternehmen der Region im Jahr 2002 rund 8.570 Frauen und Männer aus anderen Arbeitsamtsbezirken ein, 1999 waren das noch 9.350. Die Einpendlerquote liegt damit bei 10 Prozent und ist eine der niedrigsten in Thüringen. Insgesamt gab es Mitte 2002 rund 104.500 Beschäftigte, die hier wohnten und in der Region oder außerhalb der Grenzen des Arbeitsamtsbezirkes einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen, 2.270 weniger als ein Jahr zuvor und über 8.900 weniger als im Jahr 1999.
Im Landkreis Nordhausen gingen im Juni 2002 rund 32.900 Einwohner einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 24.200 im Landkreis selbst, 8.700 pendelten aus, 4.200 in die alten Bundesländer. In den Landkreis kamen zum gleichen Zeitpunkt 2002 fast 5.000 Arbeitnehmer aus den umliegenden Regionen, um zu arbeiten. Die Unternehmen im Landkreis beschäftigten somit insgesamt 29.200 Frauen und Männer, über 1.130 weniger als im Jahr vorher, sogar 4.500 weniger als 1999.
6.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gab es im verarbeitenden Gewerbe der Region, 450 weniger als vier Jahre vorher. Im Baugewerbe ist die Zahl der Arbeitnehmer sogar von 5.150 im Jahr 1999 auf 2.800 im Juni 2002 zurückgegangen. Um fast 1.800 erfolgte der Beschäftigtenabbau im Handel seit 1999, somit arbeiteten in dieser Wirtschaftsabteilung Im Jahr 2002 noch 3.570 Frauen und Männer. In Betrieben, die Dienstleistungen für öffentliche und private Belange erbringen, ist die Zahl der Arbeitnehmer von 9.900 auf 9.200 verringert. In der Land- und Forstwirtschaft ist seit 1999 eine vergleichsweise stabile Beschäftigung im Landkreis zu verzeichnen, hier gab es im Juni 2002 insgesamt über 730 Arbeitskräfte.
Gebietskörperschaften und Organisationen ohne Erwerbscharakter hatten im Juni 2002 rund 3.980 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer unter Vertrag, 610 weniger als zur Jahresmitte 1999. Die Hauptursache liegt in der Verminderung der Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt, da diese zwei Wirtschaftsabteilungen die wichtigsten und größten Trägereinrichtungen für Beschäftigung schaffende Maßnahmen sind. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Nordhausen arbeiteten über zwei Drittel in den 46 Unternehmen des Landkreises, die 100 und mehr Beschäftigte 2002 hatten. In Betrieben mit 20 bis 99 Beschäftigten standen 34 Prozent, in Unternehmen mit ein bis neunzehn Beschäftigten 31 Prozent der registrierten Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis.
