nnz-Forum: Älter werdende Gesellschaft
Freitag, 02. September 2011, 13:50 Uhr
nnz-Leser Bodo Schwarzberg glaubt, dass es in die Chefetagen der Politik noch nicht vorgedrungen ist: Die Folgen der glücklicherweise älter werdenden Gesellschaft im sozialen und medizinischen Bereich sind gravierend und könnten zu einer kaum zu beherrschenden Lawine anschwellen...
Denn einerseits steigt die Zahl der Älteren im Verhältnis zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten generell an, was zu einer Schieflage der Haushalte führt. Vor einigen Jahren wurde das Wort "Rentnerschwemme" zum Unwort des Jahres gekürt. - Eine weise Entscheidung war das, weil diese Konstruktion zwar zum einen verunglimpfend ist, zum anderen aber auch auf provokante Art auf die vielen ungelösten Probleme hinweist. Zum Zweiten steigt mit den vielen Älteren auch die Zahl der Erkrankungen an, die weitere Kosten verursachen und die Arbeitenden ebenso zunehmend belasten. Erforderlich sind daher viel mehr ausgebildete Pflegekräfte, die aber schon heute an allen Ecken und Enden fehlen - auch als Folge der sinkenden Zahl jüngerer Menschen.
Auf Grund von alledem muss sich die Politik ernsthaft etwas einfallen lassen. Denn sozialer Unfrieden besteht schon heute: Die Bevölkerung stöhnt unter ihrer Abgabenlast, die Kommunen und Krankenkassen unter leeren Schatullen.
Auf Vereine lässt sich all das Notwendige aber nicht abwälzen. Eine Umverteilung muss her, eine Verteilung der ungleich verteilten Geldmengen auf die Gesellschaft - gewissermaßen von oben nach unten. Das könnte ein neues Prinzip der Solidargemeinschaft werden und muss es wohl werden, wenn wir nicht die Grundsäulen unserer Gesellschaft aufs Spiel setzen wollen. Erfreulich stimmen da die Äußerungen mancher Millionäre in jüngster Zeit, die bereit seien, freiwillig mehr Zahlungen zu leisten.
Auch die Verantwortung des Einzelnen sollte gestärkt werden: Die Bedeutung der persönlichen, aktiven Gesunderhaltung wird noch viel zu wenig hervorgehoben. Eine ungesunde, passive Lebensweise sollte finanziell schmerzhaft belastet werden, weil sie die Solidargemeinschaft belastet. Ärzte sollten dem einzelnen mehr Aktivität verordnen und diese auch überprüfen, statt jedes Wehwehchen mit Medikamenten zu therapieren. Aber hierzu müssten sich bereits die Inhalte des Medizinstudiums und die Einstellung der Ärzte ändern.
Es gibt so viel jahrtausendealtes Wissen, das nichts kostet, da eben schon vorhanden, aber das bei gebührender Würdigung und Anwendung zu Millardenentlastung der Kassen führen könnte. Hier gibt es zwar bereits Bewegung. Aber angesichts der Zunahme gesundheitlicher Wohlstandsprobleme, von Depression, über Bandscheibenvorfälle und Gelenkverschleiß bis hin zur "Seuche" Diabetes (mit all ihren schlimmen Folgen) und "metabolischem Syndrom", werden diese Möglichkeiten noch viel zu geringgeschätzt.
Vor diesem Hintergrund sollte übrigens auch der Forschungsstandort Deutschland gestärkt werden. Schaffen wir es z.B., wirksame Therapien gegen Alzheimer & Co zu finden, könnte dies die Sozialsysteme bedeutend entlasten. Auch hier ist übrigens erwiesen, dass der einzelne durch Bewegung, wenig Fleisch und viel Obst und Gemüse das Risko einer Erkrankung senken kann. In Ostasien sind viele unserer heimischen "Zivilisationskrankheiten" nahezu unbekannt.
Nichts gegen Fleisch: Ich selbst bin ein großer Freund der Original Thüringer Bratwurst und heimischer Biere. Manchmal frage ich mich aber, wozu ein ca. 80-jähriger, übergewichtiger Mann, ein Kilo Gehacktes, ein Kilo Schweineschnitzel und Unmengen Wurst braucht, wie ich es oft beobachte. - Das sind ja keine Einzelfälle.
In diesem Zusammenhang stimmt der folgende Beitrag hoffnungsvoll: Quelle: www.transkript.de
"Meldung des Tages: Forscher entdecken neuen Therapieansatz für Alzheimer
02.09.11 In den vergangenen Tagen meldeten gleich zwei deutsche Forscherteams Fortschritte bei der Entwicklung von Alzheimer-Therapien. Eine der auffälligsten Veränderungen im Hirn von Alzheimer-Patienten sind krankhafte Proteinablagerungen....
Bodo Schwarzberg
Denn einerseits steigt die Zahl der Älteren im Verhältnis zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten generell an, was zu einer Schieflage der Haushalte führt. Vor einigen Jahren wurde das Wort "Rentnerschwemme" zum Unwort des Jahres gekürt. - Eine weise Entscheidung war das, weil diese Konstruktion zwar zum einen verunglimpfend ist, zum anderen aber auch auf provokante Art auf die vielen ungelösten Probleme hinweist. Zum Zweiten steigt mit den vielen Älteren auch die Zahl der Erkrankungen an, die weitere Kosten verursachen und die Arbeitenden ebenso zunehmend belasten. Erforderlich sind daher viel mehr ausgebildete Pflegekräfte, die aber schon heute an allen Ecken und Enden fehlen - auch als Folge der sinkenden Zahl jüngerer Menschen.
Auf Grund von alledem muss sich die Politik ernsthaft etwas einfallen lassen. Denn sozialer Unfrieden besteht schon heute: Die Bevölkerung stöhnt unter ihrer Abgabenlast, die Kommunen und Krankenkassen unter leeren Schatullen.
Auf Vereine lässt sich all das Notwendige aber nicht abwälzen. Eine Umverteilung muss her, eine Verteilung der ungleich verteilten Geldmengen auf die Gesellschaft - gewissermaßen von oben nach unten. Das könnte ein neues Prinzip der Solidargemeinschaft werden und muss es wohl werden, wenn wir nicht die Grundsäulen unserer Gesellschaft aufs Spiel setzen wollen. Erfreulich stimmen da die Äußerungen mancher Millionäre in jüngster Zeit, die bereit seien, freiwillig mehr Zahlungen zu leisten.
Auch die Verantwortung des Einzelnen sollte gestärkt werden: Die Bedeutung der persönlichen, aktiven Gesunderhaltung wird noch viel zu wenig hervorgehoben. Eine ungesunde, passive Lebensweise sollte finanziell schmerzhaft belastet werden, weil sie die Solidargemeinschaft belastet. Ärzte sollten dem einzelnen mehr Aktivität verordnen und diese auch überprüfen, statt jedes Wehwehchen mit Medikamenten zu therapieren. Aber hierzu müssten sich bereits die Inhalte des Medizinstudiums und die Einstellung der Ärzte ändern.
Es gibt so viel jahrtausendealtes Wissen, das nichts kostet, da eben schon vorhanden, aber das bei gebührender Würdigung und Anwendung zu Millardenentlastung der Kassen führen könnte. Hier gibt es zwar bereits Bewegung. Aber angesichts der Zunahme gesundheitlicher Wohlstandsprobleme, von Depression, über Bandscheibenvorfälle und Gelenkverschleiß bis hin zur "Seuche" Diabetes (mit all ihren schlimmen Folgen) und "metabolischem Syndrom", werden diese Möglichkeiten noch viel zu geringgeschätzt.
Vor diesem Hintergrund sollte übrigens auch der Forschungsstandort Deutschland gestärkt werden. Schaffen wir es z.B., wirksame Therapien gegen Alzheimer & Co zu finden, könnte dies die Sozialsysteme bedeutend entlasten. Auch hier ist übrigens erwiesen, dass der einzelne durch Bewegung, wenig Fleisch und viel Obst und Gemüse das Risko einer Erkrankung senken kann. In Ostasien sind viele unserer heimischen "Zivilisationskrankheiten" nahezu unbekannt.
Nichts gegen Fleisch: Ich selbst bin ein großer Freund der Original Thüringer Bratwurst und heimischer Biere. Manchmal frage ich mich aber, wozu ein ca. 80-jähriger, übergewichtiger Mann, ein Kilo Gehacktes, ein Kilo Schweineschnitzel und Unmengen Wurst braucht, wie ich es oft beobachte. - Das sind ja keine Einzelfälle.
In diesem Zusammenhang stimmt der folgende Beitrag hoffnungsvoll: Quelle: www.transkript.de
"Meldung des Tages: Forscher entdecken neuen Therapieansatz für Alzheimer
02.09.11 In den vergangenen Tagen meldeten gleich zwei deutsche Forscherteams Fortschritte bei der Entwicklung von Alzheimer-Therapien. Eine der auffälligsten Veränderungen im Hirn von Alzheimer-Patienten sind krankhafte Proteinablagerungen....
Bodo Schwarzberg
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
