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Auf nach Amerika

Donnerstag, 01. September 2011, 16:11 Uhr
Mitarbeiter des radiologischen Institutes im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus werden zusammen mit Dr. med. Ansgar Malich vom 26. November bis zum 1. Dezember am größten radiologischen Kongress der Welt in Chicago teilnehmen. Und dort Vorträge halten...


MRT von Prostata (Foto: SHK) MRT von Prostata (Foto: SHK) Bei diesem Jahrestreffen der nordamerikanische Röntgengesellschaft, an dem 65.000 Fachleute teilnehmen, wird der Nordhäuser Mediziner über die MR-gestützte Abklärung von auffälligen Befunden an der Prostata referieren. Das Nordhäuser Krankenhaus ist eines von sehr wenigen Häusern in Deutschland und bislang das einzige in Thüringen, das diese interventionelle Methode anbietet (siehe Foto, Pfleil zeigt auf Karzinom). In diesem Zusammenhang besteht seit längerem eine enge Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut in Bremen.

Wenn bei einem Tumorverdacht die ultraschallgestützte Biopsie der Prostata keinen Tumornachweis erbringt, kann die MRT-basierte Biopsie als zweite Option angewandt werden. Der Vortrag befaßt sich mit den nötigen Vorbereitungen und der benötigten Hardware, der Planung der Biopsie, der Durchführung, möglichen Komplikationen und den histologischen Ergebnissen im Vergleich zu den ursprünglichen Bildcharakteristika im MRT.

Hierbei hat sich eine Kooperation mit niedergelassenen urologischen Kollegen in Nordthüringen und Sachsen-Anhalt herausgebildet, die folgerichtig auch Koautoren dieses Vortrags sind. Die MR-gestützte Biopsie ist vom Nordhäuser radiologischen Team inzwischen bei mehr als 50 Patienten im Südharz-Krankenhaus bereits erfolgreich angewandt worden und daraus konnten Erkenntnisse für die weitere Arbeit gewonnen werden, die nun vorgestellt werden.

In einem weiteren Beitrag, der ebenfalls in Chicago angenommen wurde steht die Zusammenarbeit zwischen der HNO-Klinik sowie der Klinik für Strahlentherapie im Fokus. Deshalb wird auch Privatdozent Dr. med. Jens Büntzel dort einen Vortrag halten, in dessen Mittelpunkt der klinische Erfolg einer funktionserhaltenden Chirurgie und der anschließenden intensitätsmodulierten Bestrahlung steht. Auch dieses kombinierte Vorgehen wird bislang thüringenweit nur im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus bereits seit 10 Jahren angewandt.

Und schließlich wurde auch eine Kooperation der Nordhäuser Radiologen mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena als Präsentation angenommen. Hierbei geht es um eine neue Methode der Darstellung von Lungenembolien (eine lebensgefährliche Erkrankung, bei der die Pulmonalarterien durch Blutgerinnsel verstopfen) im MRT ohne Kontrastmittelgabe im MRT. Diese Verfahren ist insbesondere für Patienten mit schweren Nierenleiden wichtig, da es hier durch die Kontrastmittelgabe häufig zu Komplikationen der Nierenfunktion kommen kann.
Autor: nnz

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