Abgeschraubt
Mittwoch, 31. August 2011, 11:27 Uhr
Den Nordhäuser Aar vom Rathausbrunnen haben heute Morgen Hubert Nebelung und Arno König vom städtischen Bauhof abmontiert. Was mit dem "Vögelchen" passieren soll, das hat die nnz erfahren...
Der Grund ist eine Reparatur: Die Vogelplastik soll ihren Ring wieder bekommen, den sie im Schnabel trug. Unbekannte hatten ihn zu Jahresbeginn aus dem Schnabel der Figur herausgebrochen. Dazu kommt die Plastik in die Wolkramshäuser Werkstatt des Metallgestalters Lutz-Martin Figulla.
Eine Vor-Ort-Reparatur war nicht möglich: Der neue Ring muss im Schnabel angeschweißt werden. Das bedeutet eine punktuell extrem starke Erhitzung der Bronze, aus der sowohl Ring als auch Plastik besteht, was im nicht erhitzten Materialteil zu Spannungen und letztlich Rissen führen kann. Deshalb müssen größere Teile der Figur insgesamt auf Temperatur gebracht werden, was nur in der Werkstatt möglich ist, erklärte Figulla.
Die Figur und der Ring im Schnabel des Aar stehen für die Vereinigung der Nordhäuser Alt- und Neustadt im Jahr 1365. Die Original-Holzfigur befindet sich heute im Bürgersaal des Neuen Rathauses. Der Vogel gehört mit dem Nordhäuser Rathaus, dem Geschütz, den Wasserkünsten , dem Schöppemännichen, der Quelle und dem Stein zu den so genannten Sieben Wundern von Nordhausen, die im 1715 erschienenen Buch Nordhusa illustris erwähnt sind.
Autor: nnzDer Grund ist eine Reparatur: Die Vogelplastik soll ihren Ring wieder bekommen, den sie im Schnabel trug. Unbekannte hatten ihn zu Jahresbeginn aus dem Schnabel der Figur herausgebrochen. Dazu kommt die Plastik in die Wolkramshäuser Werkstatt des Metallgestalters Lutz-Martin Figulla.
Eine Vor-Ort-Reparatur war nicht möglich: Der neue Ring muss im Schnabel angeschweißt werden. Das bedeutet eine punktuell extrem starke Erhitzung der Bronze, aus der sowohl Ring als auch Plastik besteht, was im nicht erhitzten Materialteil zu Spannungen und letztlich Rissen führen kann. Deshalb müssen größere Teile der Figur insgesamt auf Temperatur gebracht werden, was nur in der Werkstatt möglich ist, erklärte Figulla.
Die Figur und der Ring im Schnabel des Aar stehen für die Vereinigung der Nordhäuser Alt- und Neustadt im Jahr 1365. Die Original-Holzfigur befindet sich heute im Bürgersaal des Neuen Rathauses. Der Vogel gehört mit dem Nordhäuser Rathaus, dem Geschütz, den Wasserkünsten , dem Schöppemännichen, der Quelle und dem Stein zu den so genannten Sieben Wundern von Nordhausen, die im 1715 erschienenen Buch Nordhusa illustris erwähnt sind.

