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Kleiner Forscher auf Entdeckungsreise

Dienstag, 30. August 2011, 17:00 Uhr
Tanzende Rosinen im Mineralwasser, versteckte Farben im schwarzen Filzstift oder Pusteraketen aus Strohhalmen und Knete: Die Mädchen und Jungen im Kindergarten in Großwechsungen experimentieren gern und sind kleine Forscher – und das seit heute ganz offiziell...


Die Kita ist als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet worden, als erste Einrichtung in Nordthüringen. Anja und Katrin Liebscher von der Stiftung Bildung für Thüringen brachten heute eine große Forscherkiste mit Lupen, Flaschenteufel, Filterpapier, Pipetten und anderen Sachen zum Experimentieren. Um die Auszeichnung als „Haus der kleinen Forscher“ zu bekommen, haben sich beispielsweise alle Erzieherinnen weitergebildet, um sich gezielt auf das Experimentieren mit Kindern vorzubereiten, eine Forscherwerkstatt eingerichtet und Forschertage in der Kita veranstaltet.
Wir nehmen die heutige Auszeichnung zum Anlass, unsere Einrichtung umzunennen – von ‚Bummi’ werden wir nun zu den ‚Kleinen Forschern’“, sagte Kita-Leiterin Beanke Juch. Mit der Auszeichnung verstärkt die Kita ihren naturwissenschaftlichen Schwerpunkt, trägt diesen nun ganz offensiv nach außen und möchte sich in die Richtung MINT weiterentwickeln – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ins Bildungskonzept integrieren.

Die Stiftung Bildung für Thüringen und das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft in Nordhausen begleiten das Projekt „Kleine Forscher“ fachlich und inhaltlich und qualifizieren zum Beispiel die Erzieherinnen weiter. Diese Initiative läuft bundesweit, um die naturwissenschaftliche Bildung in Kindertagesstätten und Grundschulen voranzubringen und wird vom Bundesbildungs- und
-forschungsministerium gefördert.

Mit einem großen Forscherfest mit ganz vielen Versuchen und Experimenten feierten die Kinder heute die Auszeichnung. Ein Höhepunkt dabei war die Einweihung der neuen Wasser-Matsch-Straße, die durch die Unterstützung des Fördervereins Starke Kinder e.V. gebaut werden konnte. Hier können die Mädchen und Jungen selbst mit der Pumpe Wasser fördern, Staudämme bauen, die kleine Wassermühle beobachten und mit Sand rummatschen.

Ab jetzt darf sich der Kindergarten zwei Jahre „Haus der kleinen Forscher“ nennen und muss in dieser Zeit die eigenen Angebote weiterentwickeln, um dann die Auszeichnung erneut zu erhalten. „Wichtig bei den Experimenten ist, dass wir haushaltsnahe Gegenstände nutzen, damit die Kinder einen Bezug zum Alltag herstellen können und auch der Aufwand für die Kita nicht zu hoch wird“, erläuterte Anja Liebscher.

Die Erzieherinnen in Großwechsungen sind überzeugt, dass durch den spielerischen Zugang die Kinder viel über naturwissenschaftliche Phänomene lernen und durch die Arbeit im Team außerdem ihre sozialen Fähigkeiten stärken. Die großen, gespannten Kinderaugen geben ihnen recht.
Jessica Piper
Autor: nnz

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