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Fr, 08:54 Uhr
28.05.2010

Musik und Lyrik im KZ

Obwohl sich Kultur und KZ zunächst auszuschließen scheinen auch in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern spielten Musik und Lyrik eine Rolle. Eine Abendveranstaltung zu diesem Thema soll das näher beleuchten...


Veranstaltungsplakat (Foto: Gedenkstätte Mittelbau Dora) Sie findet am Mittwoch (2. Juni), um 19 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora statt. Im Rahmen eines Freiwilligen Kulturellen Jahres an der KZ-Gedenkstätte beschäftigte sich Lisa Herbst mit der Bedeutung von Lyrik und Musik in den Konzentrationslagern. Einige Ergebnisse ihrer Recherchen wird sie nun einem interessierten Publikum vorstellen.

Engagierte Unterstützung erhält sie dabei vom Chorensemble Cantamus und den Nordhäuser Schauspielerinnen Sigrid Herforth und Uta Haase, die den Vortrag musikalisch und rezitatorisch begleiten werden. Im Nationalsozialismus wurde die Kunst vielfach für Propagandazwecke missbraucht auch im Konzentrationslager: Oftmals nutzte die SS die künstlerische Betätigung einzelner Häftlinge dazu, die Bedingungen in den Lagern gegenüber der Öffentlichkeit zu beschönigen. Häufig bedeutete die Auftragskunst durch die SS auch eine zusätzliche Erniedrigung der KZ-Häftlinge.

Doch für manche Häftlinge, deren Lebensbedingungen im Lager dafür Raum ließen, waren Musik und Lyrik auch Teil ihrer Selbstbehauptung und Überlebensstrategie. Das Verfassen oder Rezitieren von Gedichten sowie das Singen von Liedern half, dem Vernichtungswillen der SS Lebensmut entgegenzustellen sowie sich und den Mithäftlingen zu zeigen, dass man den eigenen Willen nicht aufgab.

Die von der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. geförderte Veranstaltung findet im Kinosaal des Museumsgebäudes der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora statt. Der Eintritt ist frei.
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