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Mo, 17:37 Uhr
21.05.2007

Kurzes aus dem Rat

Nordhausen (nnz). Heute tagte in Nordhausen der Hauptausschuss des Stadtrates. Da gab es allerlei zu beraten. Es wurde über leistungsbezogene Gehälter für Verwalter geredet und es wurden Empfehlungen für eine geheime Wahl abgegeben...


Stolz auf Quote
Die Kulturquote in Nordhausen beträgt 7,78 Prozent. Vermutlich berechnet sich diese Quote aus der Höhe der Kulturausgaben, bezogen auf die Gesamtausgaben der Kommune. So richtig weiß man es nicht, es gab Unterlagen jedenfalls nur für die Mitglieder des Hauptausschusses, nicht für die Öffentlichkeit. Nur so viel: darauf sei man stolz, man liege über dem Thüringer Durchschnitt. Und: Von rund 4,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr wurden 2,2 Millionen allein für das Theater ausgegeben. Der nächstgrößere Posten, die „allgemeinen kulturellen Angelegenheiten“ laufen mit 623.000 Euro auf. Was sich dahinter verbirgt, dass wissen nur die Insider. Für den Gehegeplatz wurden 701 Euro zur Verfügung gestellt.


Leistung soll sich lohnen
Wenn in einer Sitzung des Hauptausschusses schon mal Laptop, Beamer und Leinwand bemüht werden, dann wird es meist kompliziert. Und so war es auch heute bei der Vorstellung der leistungsbezogenen Vergütung, die alle Rathausmitarbeiter noch in diesem Jahr erheischen soll. 16 Bewertungskriterien soll es geben. 48 Mindestpunkte muss der einfache Mitarbeiter erreichen, 80 sind das Ende der Fahnenstange. Bei Führungskräften ist das natürlich ein wenig anders. Da geht das Punktesammeln bis 100, man steigt aber auch erst bei 60 ein. Die Vorgesetzten sollen ihre Untergebenen beurteilen, zum Beispiel ist „Einfühlungsvermögen“ ein solches Kriterium. Der einfache Mitarbeiter kann sich zwar gegen eine vermeintlich falsche Beurteilung wehren, das letzte Wort hat im Zweifelsfall der Vorgesetzte. Man kennt den Paragraphen mit dem Chef, der immer Recht hat. Übrigens: Die Dicke der Schleimspur als Kriterium der Beurteilung tauchte an der Leinwand nicht auf, wunderte man sich in den Fraktionen.


Empfehlung abgegeben
Zur nächsten Sitzung des Nordhäuser Stadtrates sollen die Räte dann auch über die Neubesetzung der Schiedsstelle I befinden. Und sie können aus mehreren Kandidaten wählen. In geheimer Wahl, versteht sich. Doch den Mitgliedern des Hauptausschusses ist heute seitens der Verwaltung mal gleich eine Wahlempfehlung mit an die Hand gegeben worden. Rechtsamtsleiter Gerald Riebel meinte, dass man keine schlechte Wahl treffe, wenn man sich für eine bestimmte Person entscheide. Und da das im öffentlichen Teil der Sitzung passierte, nennt die nnz die Empfehlung: Es ist Veronika Gülland, die diesen „Job“ schon macht, übrigens zur vollsten Zufriedenheit des städtischen Rechtsamtes, wie es scheint...
Autor: nnz

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