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Di, 16:02 Uhr
03.02.2026
Lesung in der Stadtbibliothek

Leben im Sperrgebiet

Buchtitel "Was uns erinnern lässt" (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) Buchtitel "Was uns erinnern lässt" (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) Am Donnerstag, 5. Februar, ab 18.30 Uhr, liest Kati Naumann in der Nordhäuser Stadtbibliothek aus ihrem Buch „Was uns erinnern lässt“. Worum es in dem Buch geht...

1977: Das Zuhause der vierzehnjährigen Christine ist das ehemals mondäne Hotel Waldeshöh am Rennsteig im Thüringer Wald. Seit der Teilung Deutschlands liegt es hinter Stacheldraht in der Sperrzone direkt an der Grenze. Schon lange findet kein Wanderer mehr den Weg dorthin. Ohne Passierschein darf niemand das Waldstück betreten, irgendwann fahren weder Postauto noch Krankenwagen mehr dort hinauf. Fast scheint es, als habe die DDR das Hotel und seine Bewohner vergessen.

2017: Die junge Milla findet abseits der Wanderwege im Thüringer Wald einen überwucherten Keller und stößt auf die Geschichte des Hotels Waldeshöh. Dieser besondere Ort lässt sie nicht los, sie spürt Christine auf, um mehr zu erfahren. Die Begegnung verändert beide Frauen: Während die eine lernt, Erinnerungen anzunehmen, findet die andere Trost im Loslassen.
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Die Autorin Kati Naumann, die einen Großteil ihrer Kindheit im Sperrgebiet bei Sonneberg verbrachte, erzählt in ihrem Familienroman „Was uns erinnern lässt“ vom bewegenden Schicksal zweier Frauen vor dem Hintergrund der deutschen Teilung, vom Leben im Sperrgebiet, aber auch von den Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Autor: red

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