So, 18:18 Uhr
13.07.2025
Südharzer Imkergemeinschaft
Was macht der Imker im Sommer?
Was macht eigentlich ein Imker und warum haben nicht nur die Bienen in der schönen Jahreszeit gut zu tun? Antworten gibt die Südharzer Imkergemeinschaft...
Spätestens in der zweiten Juli-Dekade sind die Haupttrachten in unserer Gegend vorüber und die letzte Honigernte steht an. Unmittelbar mit dem Schleudern des letzten Honigs fällt der Startschuss für die Einfütterung der Bienenvölker und die Varroabehandlung. Es gibt also noch einmal viel zu tun.
Die Linde ist durch. Sie bildet mit Phacelia und Sonnenblume im Sommer den Hauptanteil der Bienenweide in unseren Breiten. Für einige Imker besteht jetzt noch die Möglichkeit, von den Sonnenblumenfeldern zu profitieren. Sonst gibt es kaum noch ergiebige Futterquellen für die Honigbiene. Deshalb wird es Zeit, den vom Imker den Bienen gestohlenen Honig durch Futter zu ersetzen. Diese Arbeiten ziehen sich bis in den September hinein. Den gereichten Futtersirup müssen die Bienen péu a péu verarbeiten, haltbar machen und einlagern, damit die Völker im Winter ausreichend versorgt sind.
In der zweiten Julihälfte wird es auch Zeit, mit der Bekämpfung eines der gefährlichsten Feinde der Biene, der Varroamilbe, zu beginnen. Das ist erst nach der letzten Honigernte möglich, da der Honig ja nicht mit den zu verabreichenden Medikamenten belastet sein soll.
Die Bienen brüten zur Zeit noch recht fleißig und freuen sich über jede Blüte, die in der Nähe des Bienenstandes oder im näheren Umfeld angeflogen werden kann. Es ist schön, dass die intensive Öffentlichkeitsarbeit der letzten Jahre und die vielen Aufklärungsaktionen über den drastischen Rückgang der Insekten in großen Teilen der Bevölkerung ein Umdenken anstoßen. In vielen Regionen sieht man in jüngster Zeit wieder mehr blühende Wiesen und Wegränder. Viele Kleingärtner sind dazu übergegangen, Randstreifen oder Ecken in ihren Gärten nicht mehr wöchentlich zu mähen, sondern abzuwarten, bis die Gräser und Wildblumen abgeblüht sind.
Im Juli spenden schließlich verschiedene Kleearten, der Faulbaum und die Brombeere noch wertvolle Nahrung für unsere Bienen und andere Insekten. Vielerorts haben sich auch die Schneebeere und Spiersträucher in das bunte Bild der Sommerblüten zurückgekämpft.
Das gesteigerte Interesse an Insekten im Allgemeinen und der Honigbiene im Besonderen wird von den Imkern wohlwollend zur Kenntnis genommen. Deshalb laufen im Verein der Südharzer Imkergemeinschaft e.V. zurzeit Vorbereitungen für einen Schnuppertag, der im Oktober stattfinden soll und für einen neuen Anfängerkurs Imkerei, dessen Start für den Januar 2026 geplant ist. Zu beiden Vorhaben wird es in den nächsten Wochen detaillierte Informationen in der Tagespresse und auf der Facebook-Seite der Imkergemeinschaft geben.
Thomas Soszynski
E-Mail: suedharzerimkergemeinschaft@mail.de
Facebook: https://www.facebook.com/suedharzerimker
Autor: redSpätestens in der zweiten Juli-Dekade sind die Haupttrachten in unserer Gegend vorüber und die letzte Honigernte steht an. Unmittelbar mit dem Schleudern des letzten Honigs fällt der Startschuss für die Einfütterung der Bienenvölker und die Varroabehandlung. Es gibt also noch einmal viel zu tun.
Die Linde ist durch. Sie bildet mit Phacelia und Sonnenblume im Sommer den Hauptanteil der Bienenweide in unseren Breiten. Für einige Imker besteht jetzt noch die Möglichkeit, von den Sonnenblumenfeldern zu profitieren. Sonst gibt es kaum noch ergiebige Futterquellen für die Honigbiene. Deshalb wird es Zeit, den vom Imker den Bienen gestohlenen Honig durch Futter zu ersetzen. Diese Arbeiten ziehen sich bis in den September hinein. Den gereichten Futtersirup müssen die Bienen péu a péu verarbeiten, haltbar machen und einlagern, damit die Völker im Winter ausreichend versorgt sind.
In der zweiten Julihälfte wird es auch Zeit, mit der Bekämpfung eines der gefährlichsten Feinde der Biene, der Varroamilbe, zu beginnen. Das ist erst nach der letzten Honigernte möglich, da der Honig ja nicht mit den zu verabreichenden Medikamenten belastet sein soll.
Die Bienen brüten zur Zeit noch recht fleißig und freuen sich über jede Blüte, die in der Nähe des Bienenstandes oder im näheren Umfeld angeflogen werden kann. Es ist schön, dass die intensive Öffentlichkeitsarbeit der letzten Jahre und die vielen Aufklärungsaktionen über den drastischen Rückgang der Insekten in großen Teilen der Bevölkerung ein Umdenken anstoßen. In vielen Regionen sieht man in jüngster Zeit wieder mehr blühende Wiesen und Wegränder. Viele Kleingärtner sind dazu übergegangen, Randstreifen oder Ecken in ihren Gärten nicht mehr wöchentlich zu mähen, sondern abzuwarten, bis die Gräser und Wildblumen abgeblüht sind.
Im Juli spenden schließlich verschiedene Kleearten, der Faulbaum und die Brombeere noch wertvolle Nahrung für unsere Bienen und andere Insekten. Vielerorts haben sich auch die Schneebeere und Spiersträucher in das bunte Bild der Sommerblüten zurückgekämpft.
Das gesteigerte Interesse an Insekten im Allgemeinen und der Honigbiene im Besonderen wird von den Imkern wohlwollend zur Kenntnis genommen. Deshalb laufen im Verein der Südharzer Imkergemeinschaft e.V. zurzeit Vorbereitungen für einen Schnuppertag, der im Oktober stattfinden soll und für einen neuen Anfängerkurs Imkerei, dessen Start für den Januar 2026 geplant ist. Zu beiden Vorhaben wird es in den nächsten Wochen detaillierte Informationen in der Tagespresse und auf der Facebook-Seite der Imkergemeinschaft geben.
Thomas Soszynski
E-Mail: suedharzerimkergemeinschaft@mail.de
Facebook: https://www.facebook.com/suedharzerimker


