Mi, 11:44 Uhr
11.06.2025
Hochschule Nordhausen zeigt Recyclingforschung
Rohstoffe im Kreislauf
Zukunftsfähige Batterien aus recycelten Rohstoffen, praxisnahe Forschung auf internationalem Parkett und starke Thüringer Kooperationen: Die Hochschule Nordhausen zeigte auf der The smarter E Europe 2025 in München, wie angewandte Wissenschaft zur Energiewende beiträgt...
Anfang Mai präsentierte sich die Hochschule Nordhausen auf Europas führender Plattform für die Energiebranche – der The smarter E Europe in München. Unter dem Leitthema Accelerating Integrated Energy Solutions vereinte die Messe vier Fachmessen und bot eine beeindruckende Bühne für innovative Ansätze rund um erneuerbare Energien, Digitalisierung und sektorübergreifende Versorgungslösungen.
Am Gemeinschaftsstand der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) war die Hochschule Nordhausen gemeinsam mit Partnern vertreten: der enerkii GmbH, dem Fraunhofer IOSB-AST, der Kyros Hydrogen Solutions GmbH, der solvimus GmbH sowie der TU Ilmenau. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand das Forschungsprojekt ZirKat (Zirkulierende Rohstoffe aus Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial zur nachhaltigen Ressourcenverwendung bei der Batterieherstellung), unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Michael Rutz.
Das Projekt ZirKat zielt auf die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial ab. Ziel ist es, die daraus gewonnenen Rezyklate direkt für die Herstellung neuer Batterien einzusetzen. Die Aufbereitung erfolgt über eine Kombination mechanischer, chemischer und thermischer Prozessschritte, um Verunreinigungen zu entfernen und die Rohstoffe gezielt zu konditionieren. Das Projekt trägt damit wesentlich zur Umsetzung der novellierten EU-Batterieverordnung bei.
Die mechanischen Prozesse sowie die Projektkoordination werden von der Hochschule Nordhausen mit ihrem Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe verantwortet. Für die chemischen Arbeitspakete ist die K-UTEC AG Salt Technologies aus Sondershausen zuständig, während die thermische Behandlung bei der IBU-tec advanced materials AG in Weimar liegt. Die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen an die recycelten Rohstoffe wird durch die Analytik Jena GmbH + Co. KG überwacht. Das Unternehmen EAS Batteries GmbH bringt seine Expertise aus der Batteriefertigung ein.
Das Projektteam Melanie Ahnert und Henrik Dombrowski auf der Messe The smarter E (Foto: LEG Thüringen, Nicolas Gradicsky)
Initiiert wurde das Vorhaben durch das Konsortium ThüLiBaRec (Thüringer Lithium-Ionen-Batterierecycling) – ein Zusammenschluss von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die gemeinsam ein Kompetenzcluster für nachhaltige Batterierohstoffe in Thüringen bilden. Gefördert wird das Projekt durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm Thüringen Verbund Dynamik und es wird mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Programms 2021–2027 kofinanziert.
Die drei Messetage boten vielfältige Möglichkeiten zur fachlichen Vernetzung, zum Erfahrungsaustausch sowie zur Anbahnung neuer Kooperationen und Projektideen. Darüber hinaus stieß auch das Studienangebot der Hochschule Nordhausen auf reges Interesse – nicht nur bei Fachbesuchenden. Die offene und praxisnahe Präsentation der Hochschule zeigte einmal mehr, wie sichtbar und relevant angewandte Forschung und Lehre aus Nordhausen weit über die Region hinaus wirken.
Autor: redAnfang Mai präsentierte sich die Hochschule Nordhausen auf Europas führender Plattform für die Energiebranche – der The smarter E Europe in München. Unter dem Leitthema Accelerating Integrated Energy Solutions vereinte die Messe vier Fachmessen und bot eine beeindruckende Bühne für innovative Ansätze rund um erneuerbare Energien, Digitalisierung und sektorübergreifende Versorgungslösungen.
Am Gemeinschaftsstand der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) war die Hochschule Nordhausen gemeinsam mit Partnern vertreten: der enerkii GmbH, dem Fraunhofer IOSB-AST, der Kyros Hydrogen Solutions GmbH, der solvimus GmbH sowie der TU Ilmenau. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand das Forschungsprojekt ZirKat (Zirkulierende Rohstoffe aus Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial zur nachhaltigen Ressourcenverwendung bei der Batterieherstellung), unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Michael Rutz.
Das Projekt ZirKat zielt auf die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial ab. Ziel ist es, die daraus gewonnenen Rezyklate direkt für die Herstellung neuer Batterien einzusetzen. Die Aufbereitung erfolgt über eine Kombination mechanischer, chemischer und thermischer Prozessschritte, um Verunreinigungen zu entfernen und die Rohstoffe gezielt zu konditionieren. Das Projekt trägt damit wesentlich zur Umsetzung der novellierten EU-Batterieverordnung bei.
Die mechanischen Prozesse sowie die Projektkoordination werden von der Hochschule Nordhausen mit ihrem Thüringer Innovationszentrum für Wertstoffe verantwortet. Für die chemischen Arbeitspakete ist die K-UTEC AG Salt Technologies aus Sondershausen zuständig, während die thermische Behandlung bei der IBU-tec advanced materials AG in Weimar liegt. Die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen an die recycelten Rohstoffe wird durch die Analytik Jena GmbH + Co. KG überwacht. Das Unternehmen EAS Batteries GmbH bringt seine Expertise aus der Batteriefertigung ein.
Das Projektteam Melanie Ahnert und Henrik Dombrowski auf der Messe The smarter E (Foto: LEG Thüringen, Nicolas Gradicsky)
Initiiert wurde das Vorhaben durch das Konsortium ThüLiBaRec (Thüringer Lithium-Ionen-Batterierecycling) – ein Zusammenschluss von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die gemeinsam ein Kompetenzcluster für nachhaltige Batterierohstoffe in Thüringen bilden. Gefördert wird das Projekt durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm Thüringen Verbund Dynamik und es wird mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Programms 2021–2027 kofinanziert.
Die drei Messetage boten vielfältige Möglichkeiten zur fachlichen Vernetzung, zum Erfahrungsaustausch sowie zur Anbahnung neuer Kooperationen und Projektideen. Darüber hinaus stieß auch das Studienangebot der Hochschule Nordhausen auf reges Interesse – nicht nur bei Fachbesuchenden. Die offene und praxisnahe Präsentation der Hochschule zeigte einmal mehr, wie sichtbar und relevant angewandte Forschung und Lehre aus Nordhausen weit über die Region hinaus wirken.

