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Sa, 09:28 Uhr
25.05.2024
Wahlkampf auf der Zielgeraden

AfD für bürgerlich-konservative Mehrheiten

Der “Kampf” um die Wählerstimmen am morgigen Sonntag befindet sich für die Listen und Parteien auf der Zielgeraden. Gestern lud der Kreisverband der AfD zu einem Bürgerdialog in den Nordhäuser Norden ein. Es wurde ein Dialog im wahrsten Sinne des Wortes…

Kreisvorsitzender Andreas Leupold (Foto: V. Eisfeld) Kreisvorsitzender Andreas Leupold (Foto: V. Eisfeld)
Eröffnet wurde der Dialog durch den Kreisvorsitzenden der AfD, Andreas Leupold. Der freute sich, dass in der “Schönen Aussicht” kein Platz mehr frei sei und konnte im weiteren Verlauf der Veranstaltung noch verkünden, dass der 2022 gegründete Kreisverband mittlerweile mehr als 100 Mitglieder zähle.

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Leupold blickte in seinem Eingangsstatement zurück auf fünf Jahre politischer Arbeit im Kreistag sowie in Stadt- und Gemeinderäten. Er stellte einige der Kandidaten vor, um letztlich den Wählerinnen und Wählern zu zeigen, dass die Menschen, die sich für die nächsten fünf Jahre ehrenamtlich engagieren wollen, aus der Mitte der Gesellschaft kommen: Buchhalter, examinierte Pflegekräfte, Handwerker, Unternehmer, aber auch Pensionäre und Rentner.

Frank Kramer (Foto: V. Eisfeld) Frank Kramer (Foto: V. Eisfeld)
Frank Kramer, der die Liste für den Nordhäuser Stadtrat anführt, berichtete von den Anfängen der Arbeit im Jahr 2019. “Wir mussten alle erst einmal Erfahrungen sammeln und trotzdem brannten unsere Fraktionen in Kreistag und Stadtrat vor Ehrgeiz, sich in die Arbeit eines solchen kommunalen Gremiums einzubringen”, sagte der Unternehmer. Er berichtete auch von Gegenwind aus den linken und grünen Fraktionen und von Menschen, die ihm und seinen Parteikollegen bis zur letzten Sitzung des Stadtrates in dieser Legislaturperiode den Handschlag zur Begrüßung verwehrten. “Unser Ziel wird es sein, die Stadt Nordhausen weiterzuentwickeln und dafür sind Mehrheiten notwendig. Sie sind die Voraussetzung für die Umsetzung der selbstgesteckten Ziele im Wahlprogramm.”

Jörg Prophet, die Nummer 1 auf der Liste für den Kreistag, warb um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger, damit es in Kreistag und Stadtrat eine konservativ-bürgerliche Mehrheit geben kann, die statt ideologischer Träumereien bereit sei, eine konstruktive Sacharbeit zu leisten, damit Nordhausen auf der Rolltreppe nicht weiter hinunter, sondern wieder hinauf fahren könne. “Der Ausverkauf unserer Heimat dürfe nicht weitergehen, vor allem in der Asylpolitik müsse eine Wende eintreten. Da werden immer mehr Asylanten in Sülzhayn untergebracht und als Dank gibt es dann eine neue Bushaltestelle vom Landrat”, so Prophet.

Jörg Prophet (Foto: V. Eisfeld) Jörg Prophet (Foto: V. Eisfeld)
In der sich anschließenden Fragerunde standen die kommunalen Themen im Mittelpunkt. Zum Beispiel die Zukunft des Industriegebietes, der Fachkräftemangel oder die Probleme in den Schulen des Landkreises und der Stadt Nordhausen. “Ja, wir haben seit vielen Jahren ein emissionsfreies Industriegebiet, das mehr als 30 Millionen Euro gekostet hat. Nur fehlen diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen können, die Unternehmen. Und es fehlen Fachkräfte, die ja angeblich seit 2015 nach Deutschland kommen”, konstatierte der Politiker. Prophet weiter: “Wirkliche Fachkräfte für unsere Wirtschaft, die kommen nicht mit Schlauchbooten, sondern kommen mit dem Flieger und mit klaren Vorstellungen, wieviel Netto vom Brutto übrig bleibt.”

Weiterhin standen die Situation um die Kiesseen sowie der Straßen in Nordhausen auf der Interessenliste des Publikums: Hierzu sagte Frank Kramer, dass das gesamte Kiessee-Areal zum überwiegenden Teil in privater Hand sei. Die Kommune habe zwar ein Konzept zur Entwicklung der Flächen “angeschoben". Das sei jedoch vor vielen Monaten gewesen. Seitdem sei es still geworden nach dem Motto: “Still ruht der See!” Kramer ging auch auf die Umleitungssituation in Nordhausen ein und erinnerte an einen Vorschlag der AfD aus dem Jahr 2021 im Stadtrat. Demzufolge sollte eine Prioritätenliste erstellt werden, in der die Notwendigkeit einer Sanierung fachlich aufgezeigt werde. Diesen Vorschlag hätten jedoch alle anderen Fraktionen im Stadtrat abgelehnt.

Weitere Themen widmeten sich unter anderem dem Zustand der Friedhöfe in Nordhausen oder den Folgen der Migration mit Blick auf die Zusammensetzung der Schulklassen. So meinte ein Gast der Veranstaltung, dass es unter den künftigen Erstklässlern eine Schulklasse geben solle, in der kein einziges Kind Deutsch spreche.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

Kommentare
Warren
25.05.2024, 11.00 Uhr
Das emissionsfreie Industriegebiet
ist eine wundersame Sache welche sich umweltverträglich bestens vermarkten lässt
Kluge schöne Frau
25.05.2024, 12.05 Uhr
AfD kopiert von Rossmann?
In den letzten Tagen konnte man neue Plakate der AfD sehen mit Slogans zu kommunalen Themen. Hat man sich da ein Beispiel genommen an Herrn Rossmann, der bisher als einziger mit konkreten Themen Plakate aufgestellt hatte? Tja, man gehört wohl auch schon zu den etablierten Parteien, denen alleine nichts einfällt.
return1982
25.05.2024, 12.28 Uhr
AFD
Nur noch AfD egal wie diese Sonntag auch abschneidet, ich habe mir dann nichts mehr vorzuwerfen wenn die Stadt im roten Sumpf versinkt
Dreieck und Kuli
25.05.2024, 12.47 Uhr
Friedhof eine schlechte Visitenkarte für Nordhausen
Der Hauptfriedhof und sein schlechter Zustand sind die "passende" Visitenkarte für Nordhausen
P.Burkhardt
26.05.2024, 01.05 Uhr
bis auf Gera...
...gibt es offenbar in den Thüringer Gemeinden keine Mehrheiten für die AFD....wenn man ntv glaubt. Das macht mir Mut ! Wer konservativ ist, ein Bewahrer und wenig progressiv eingestellt... der wählt in Thüringen offenbar eher die CDU als die Krawallos von der AFD. Mir macht das Mut - offenbar gibt es auch in Thüringen noch Menschen, die Rassenhass, Sexismus, Homophobie, Separatismus und (so interpretiere ich das) Dummheit ...nicht für wählbar halten.

Ich finde es nur schade, dass Menschen wie Jörg Prophet sich vor die Karre von Leuten spannen lassen, die „Das Pack erschießen oder zurück nach Afrika prügeln." möchten, oder den Klassiker des AFD-Angestellten Marcel Grauf:"Ich wünsche mir so sehr einen Bürgerkrieg und Millionen Tote. Frauen, Kinder. Mir egal. Es wäre so schön. Ich will auf Leichen pissen und auf Gräbern tanzen. Sieg Heil!
Ich würde niemanden verurteilen, der ein bewohntes Asylantenheim anzündet!" ... toll finden. Ich glaube nicht, dass Jörg Prophet genauso denkt... und ich halte ihn für integer genug, sich von solchen menschenverachtenden Äußerungen zu distanzieren. Aber er tut es nicht... und dafür kann es nur zwei Gründe geben. Beide disqualifizieren ihn als Kandidaten: 1. er findet es richtig, auf "Volksteile zu verzichten" oder 2. er will einfach nur die fetten Gehälter im Amt kassieren (sein Laden läuft ja offenbar nicht so berauschend... was man so hört)

Ich denke, Jörg Prophet (ich hab ihn vor einigen Jahren mal kennen gelernt) ist eigentlich ein bodenständiger Mann, der es einfach noch nicht begriffen hat, dass er sich mit wutschnaubenden, gewaltbereiten Rassisten gemein macht. Der Mann ist einfach in der falschen Partei - so hoffe ich für ihn - und ich hoffe, dass er selbst auch noch zu dieser Erkenntnis kommt und seinen Fehler noch bemerkt.

Es tut mir leid, liebe AFDler... ihr hättet eine Alternative, eine Opposition sein können... aber eben nicht mit radikalen, populistischen und menschenverachtenden Positionen.
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