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Do, 12:06 Uhr
22.02.2024
Förderung sozialer Projekte 2024

Demokratie leben!

Bereits seit 2015 werden soziale Projekte zur Demokratiestärkung und Toleranzförderung im Landkreis Nordhausen durch gemeinnützige Vereine, Initiativen und Jugendgruppen umgesetzt. Das Programm "Demokratie leben!" geht nun in die nächste Runde...

Auch in diesem Jahr sollen wieder zahlreiche spannende Projekte im Landkreis Nordhausen über das Bundesprogramm finanziert werden. Die „Partnerschaft für Demokratie“ freut sich auf viele Anträge zu neuen Projektideen.

Zu welchen Themen können Projekte umgesetzt werden?
„Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.“ sind die Kernziele von „Demokratie leben!“.
 Es werden Projekte gefördert, die das Demokratieverständnis, die Akzeptanz vielfältiger Lebensformen und die Partizipation der Bürger:innen im Landkreis Nordhausen fördern und somit die Entwicklung eines toleranten und vielfältigen Landkreises unterstützen. Im Förderjahr 2024 soll nach wie vor der Fokus auf der Aufklärung und Vermeidung der Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit - wie beispielsweise Frauenfeindlichkeit, Sexismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, etc. liegen.

Die Förderung sozialer Kompetenzen eines jeden Einzelnen und im respektvollen und demokratischen Miteinander - wie beispielsweise Zivilcourage, Haltung und der Umgang mit Sprache, Solidarisches Handeln, demokratisches Kommunizieren, etc. - spielen dabei eine wichtige Rolle.

Als weitere Projektinhalte können die Förderung von Geschlechterdiversität und die Sensibilisierung und der Umgang mit “hate speech” und „cancel culture“* aufgegriffen werden.
* (vorschnelle Verurteilungen und damit verbundene Ausgrenzungen von Gruppen oder Personen)

Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft und Inklusion: Um den Aufbau demokratischer Strukturen, vor allem im ländlichen Raum, weiterhin zu fördern, können Beteiligungsprojekte mit allen interessierten Bürger:innen aus dem jeweiligen Sozialraum - bspw. zur gemeinsamen barrierefreien Gestaltung des Wohnortes - umgesetzt werden.

Ebenso sind weiterhin die Förderung der Jugendbeteiligung im Landkreis Nordhausen und die Erinnerungskultur - die Auseinandersetzung mit der historischen Identität der Stadt Nordhausen sowie des Landkreises zur Zeit des Nationalsozialismus, der DDR-Geschichte und der Wendezeit- als potenzielle Themenschwerpunkt in der Projektumsetzung anzusehen.

Welche Projektformen sind möglich?
Die Umsetzung der Projekte kann in vielfältiger medialer bzw. künstlerischer/gestalterischer Form erfolgen. Der Projekttyp wird offengehalten, es kann sich z.B. um Aktionstage, Diskussions-/ Informationsveranstaltungen, Projekte zur außerschulischen Jugendbildung, Medienprojekte, Fortbildungsangebote für Fachkräfte und/ oder Ehrenamtliche etc. handeln.

An wen richten sich die Projekte?
Die Zielgruppen sind vorrangig Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre. Darüber hinaus können Eltern und andere Erziehungsberechtigte, pädagogische Fachkräfte, lokal einflussreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure, die als Multiplikator:innen fungieren können, mit den Projekten angesprochen werden.

Wer kann Anträge stellen?
Träger, Vereine und nichtstaatliche Institutionen wie bspw. Träger der Jugend- und Sozialarbeit, Religionsgemeinschaften, Schulfördervereine, Sport- und Heimat-/ Kulturvereine, etc. können als Antragsteller fungieren.

Privatpersonen und Gruppen/ Initiativen – wie Bürgerbündnisse oder Arbeitskreise, selbstverwaltete Jugendgruppen, etc. - können in Kooperation mit einem freien Träger der Jugendhilfe Projektanträge einreichen.

Was muss ich bei der Antragstellung beachten?
Antragsteller können sich mit ihren Projektideen ab sofort per Telefon oder E-Mail direkt bei der Koordinierungs- und Fachstelle melden. Wir vereinbaren dann gern mit Ihnen einen persönlichen Termin für die Antragsberatung.
Über die Förderung von Großprojekten ab 1000,00€ wird durch einen Begleitausschuss entschieden. Bitte beachten Sie die Sitzungstermine des Begleitausschusses im Laufe des Förderjahres. Die Termine entnehmen Sie aus dem Kreistagsinformationssystem des Landratsamtes Nordhausen.

Projektideen für Kleinprojekte bis 1000 Euro können unabhängig von Begleitausschusssitzungen zu jeder Zeit jedoch spätestens 3 Wochen vor geplantem Projektstart bei der Koordinierungs- und Fachstelle eingereicht werden, damit ein angemessener Bearbeitungszeitraum gewährleistet werden kann.

Weitere Informationen zur Antragstellung und zu den Fördermöglichkeiten bekommen Sie bei der
Koordinierungs- und Fachstelle:
Fabian Dankemeyer & Franziska Cellarius
Kreisjugendring Nordhausen e.V.
Käthe-Kollwitz-Straße 10, 99734 Nordhausen
Tel.: 03631/985004
E-Mail: demokratieleben@kreisjugendring-nordhausen.de
Autor: red

Kommentare
Warren
22.02.2024, 12.58 Uhr
Ja da gibt es viel
zu tun. Wir sind gespannt welche Ergebnisse zu erfahren sind.
Bürger 0815
22.02.2024, 17.18 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Keine Wahlaufrufe für eine bestimmte Partei oder Person.
grobschmied56
23.02.2024, 01.15 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Mir geht es auch nicht so gut, beim Lesen mancher Kommentare.
Bürger 0815
23.02.2024, 06.36 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Formulieren Sie ihren Kommentar bitte als persönliche Meinungsäußerung.
Jäger53
23.02.2024, 08.36 Uhr
Demokratie ?
Tut mir leid, aber ich wusste nicht und merke auch nicht das ich in einer Demokratie lebe. Ich würde eine Demokratie gern mal ausprobieren. Schön wäre es wenn Menschen mit unterschiedlichen Meinungen diese aussprechen und auch verteidigen dürfen, ohne gleich als Reichsbürger oder Nazi abgestempelt zu werden. Das heißt bei mir freie Meinungsäußerung. Denn dafür sind wir 1989 in der DDR auch auf die Straße gegangen.

Anmerkung techn. Support:
Oft weiß man erst was man hat, wenn man »das Schlechte« erlebt hat. Ich empfehle z.B. 3 Wochen Nordkorea, China oder Russland für den nächsten Sommerurlaub. Bevorzugt mit ein paar Plakaten und Spruchbändern. Vielleicht schärft das etwas dass Demokratiegefühl. 😀
Dirk67
23.02.2024, 13.16 Uhr
Genau das zeichnet eine Demokratie aus
@Jäger53
Sie können doch Ihre Meinung frei äußern, oder wurden Sie bereits verhaftet? Wenn man braunes Gedankengut verbreitet und dies als Meinung deklariert, muss man nun mal damit leben als Nazi bezeichnet zu werden. Aber auch diese "Meinung" dürfen Sie frei äußern ohne Repressalien zu fürchten. Das ist gelebte Demokratie! Genau diese Möglichkeit der freien Meinungsäußerung gab es in der DDR nicht starffrei.
Danke an die sehr schöne Anmerkung vom techn. Support!
diskobolos
23.02.2024, 14.56 Uhr
@ Jäger 53
Für "Reichsbürger" und "Nazis" gibt es doch klare Merkmale. Einfach nur eine andere Meinung zu haben, reicht dafür sicherlich nicht aus. Aber wenn diese Merkmale zutreffen, darf man Diejenigen dann auch so nennen. Das gehört dann ebenfalls zur Meinungsfreiheit.
Recht haben Sie aber darin, dass wir alle verbal abrüsten sollten.
Bürger 0815
23.02.2024, 15.58 Uhr
Anlauf Nr. 3
Meiner Meinung nach werden hier wieder Steuergelder für die Deutschlandabschaffer verschleudert.

Anmerkung zum technischen Support für den Jäger 53,
das finde ich nicht immer schön die Anmerkungen vom tech.Supp. zu manchen Kommentaren. Lasst doch den Kommentatoren ihren Spaß.

Schöne Grüße vom
Bürger 0815

Der Jäger 53 hat doch recht
Franz Haarkamm
23.02.2024, 16.24 Uhr
Demokratie @Jäger53
Irgendwie scheine ich in einem anderen Land zu leben als Jäger53. Ich bin egentlich stolz darauf in einem Land zu leben, in dem jedem alle Möglichkeiten offenstehen. Selbst ein Franz Haarkamm oder ein Jäger53, könnten in diesem Land Bundeskanzler werden, wenn sie entsprechende Wege einschlagen würden und, wenn das genügend andere auch wollten, sprich wenn sie vom Volk gewählt würden. Ich bin stolz darauf in einem Land zu leben, in dem jederzeit Parteigründungen, wie die der Afd, des BSW oder auch der Werteunion möglich sind, und in dem es nicht einen Stimmzettel mit den Kandidaten der nationalen Front, mit festgelegten Anteilen der einzelnen Gruppierungen gibt. Ich bin stolz darauf in einem Land zu leben, in dem die Gesinnung meiner Kinder keinen Einfluß hat, auf die Möglichkeiten, die sie bei der Berufswahl haben. (In meiner Generation soll es Leute geben, bei denen das anders war.) Ich bin stolz darauf, in einem Rechtsstaat zu leben, in dem gegen unrechte Entscheidungen gerichtlich vorgegangen werden kann, und in dem sich - wie in der vergangenen Woche in Nordhausen geschehen - wenn es denn so ist, das Recht auch zum Rechten findet. Ich bin stolz darauf in einem Land zu leben, in dem die Menschenwürde eines der höchsten Güter ist, und in dem deshalb Rassismus, Diskriminierung und Beleidigungen sanktioniert werden. Ich bin stolz darauf, in einem Land zu leben, in dem man seine Meinung - so lange sie eben nicht die Menschenwürde untergräbt - frei äußern darf, und vor allem darauf, daß weder Franz Haarkamm noch Jäger53 Angst haben muss, daß sie wegen ihr, für eine geraume Zeit aus dem Verkehr gezogen, oder gar vergiftet werden.
Ich halte es für ein Privileg zu einem Volk zu gehören, daß so eine Gesellschaftsordnung hat, wie wir sie haben. Und weil ich meinen Kindern wünsche, daß auch sie in Zukunft dieses Privileg genießen können, und auf das Land ihrer Eltern stolz sein können, wehre ich mich gegen Bestrebungen diese Werte zu untergraben, und gehe für sie auch auf die Straße.
Uncut
23.02.2024, 18.30 Uhr
Ein so stolzer Mensch wie Herr Haarmann lebt noch in den Neuen Ländern 1990
mein Glückwunsch.
Sie haben die letzten paar Jahre nicht aufgepasst.Seit Merkel geht es straff auf alte Zeiten zu.
Lesen sie mal die 13 Masnahmen (ca.10 Tage)der Frau Feaser gegen Rechts(extremismus).
Wobei die Betonung auf Extremismus liegen sollte.Aber jeder "Rechte" ist nun mal Extremist glaube ich gehört zu haben.
Dabei sind/sollten alle Gruppierungen lt Definition in der Demokratie fester Bestandteil um überhaupt eine bestmögliche Entscheidung fürs Land herauszufinden.Meiner Ansicht ist aber nur die Meinung gefragt die links oder grün existiert.
Ansonsten würde keine Ausgrenzung aus Angst vor Machtverlust stattfinden.Extremismus wo ist der? Seid ehrlich.
Wo ist bitteschön bei konservativeb Ansichten der Extremismus.Wieviel Leute werden angegriffen oder sogar getötet ---wie es z.B. bei der RAF war?Wenn man eine Wirtschaftsgemeinschaft und keine EU haben will ist man da Extremist?
Wenn die geschätzte Leserschaft von Frau Feaser die Massnahmen durchliesst wir man feststellen,dass Kritik an Amtsträgern unerwünscht/sogar strafbar sein kann.Es sollen ja auch Meldestellen dafür entstehen.
Nur mal ein kl. Beispiel von mir.Ich habe vor ca. 5 Jahren einen offiziellen CDU Kommentar von vor 20 Jahren in Facebook gepostet und wurde dafür für 3 Wochen gesperrt.Unerwünscht.Entspricht nicht den Regeln.(ist nicht nur einmal passiert)
Na ja schauen wir mal wohin dieser Zustand hinführt.
P.Burkhardt
23.02.2024, 22.00 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema, Verstoß gegen AGB
P.Burkhardt
23.02.2024, 22.48 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
grobschmied56
24.02.2024, 00.06 Uhr
Um das Thema abzurunden...
... noch eine kleine Stichelei -
Da zogen vor ein paar Jahren Demokratie-Schützer durch die Hauptstadt.
Ein Riesen - Spruch - Transparent vorneweg.
'Gegen Hass und Hetze!'

Hundert Meter dahinter dann ein paar andere Demokratie-Verteidiger mit einer etwas anderen Vorstellung:

Ihr Spruchband: 'Ganz Berlin hasst die AfD!'

Muß man nicht weiter kommentieren.
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