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Fr, 05:00 Uhr
08.12.2023
Aktuelle Befragung:

Junge Menschen blicken positiv in berufliche Zukunft

Die jungen Menschen in Deutschland schätzen ihre Berufsaussichten überwiegend als gut ein. Jeder Zweite von ihnen geht davon aus, dass ein Berufsabschluss in Zukunft immer wichtiger wird. Allerdings fühlen sich viele von der Schule ungenügend auf die Arbeitswelt vorbereitet und sehen die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche ungerecht verteilt...

Früh übt sich... (Foto: Hannes Edinger auf Pixabay) Früh übt sich... (Foto: Hannes Edinger auf Pixabay)
Die große Mehrheit der jungen Menschen in Deutschland blickt ihrer beruflichen Zukunft positiv oder eher positiv entgegen (insgesamt 88 Prozent). Von den 14- bis 21-Jährigen gibt nur rund jeder Zehnte an, negative Erwartungen zu haben. Das
geht aus einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zum heutigen „Tag der Bildung“ hervor.

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Dabei sind sich die jungen Menschen durchaus bewusst, wie wichtig ein Berufsabschluss für ihre berufliche Zukunft sein wird: Die Hälfte der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen erwartet, dass die Bedeutung einer abgeschlossenen Ausbildung oder eines abgeschlossenen Studiums für die berufliche Zukunft in den nächsten zehn Jahren eher zunehmen wird.

„Viele junge Menschen können gut einschätzen, welche Anforderungen die Arbeitswelt an sie stellen wird. Gleichzeitig fühlen sie sich angesichts der Fülle an beruflichen Möglichkeiten oft überfordert. Deshalb brauchen wir mehr Angebote für eine enge und individuelle Beratung und Begleitung“, sagt Clemens Wieland, Experte der Bertelsmann Stiftung für berufliche Bildung.

Zweifel an guter Berufsvorbereitung in der Schule
Skeptischer zeigen sich die jungen Menschen bei der Frage, inwieweit Schülerinnen und Schüler in der Schule hinreichend auf das Berufsleben vorbereitet werden. Nur knapp ein Drittel der Befragten (insgesamt 31 Prozent) vertritt die Ansicht, dass es der Schule gut oder sehr gut gelingt, Jugendlichen die relevanten Kenntnisse und Fähigkeiten für eine berufliche Zukunft zu vermitteln. Insgesamt 67 Prozent der Befragten geben an, dass dies weniger gut oder gar nicht gelingt.

Gefragt, welches die aus ihrer Sicht wichtigsten Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre eigene berufliche Zukunft sind, halten nahezu alle jungen Menschen Selbstorganisation (98 Prozent), Höflichkeit und Toleranz gegenüber anderen Menschen (97 Prozent) und Kenntnisse der deutschen Sprache (92 Prozent) für wichtig oder sehr wichtig. Erst danach folgen für sie Fremdsprachen (84 Prozent), Kompetenzen in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften (80 Prozent), Berufserfahrung in Form eines Praktikums (80 Prozent) oder gesellschaftliches Engagement (74 Prozent).

„Jedem jungen Menschen die Chance auf einen Berufsabschluss geben“
Wie in den Vorjahren, äußern die Befragten weiterhin Zweifel an der Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem: Nur rund ein Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist der Meinung, dass alle Kinder in Deutschland im Großen und Ganzen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft die gleichen Chancen auf eine gute Bildung haben. Eine Mehrheit von 64 Prozent findet hingegen, dass dies eher nicht der Fall ist.

Obendrein gehen sie davon aus, dass sich an der Situation auch künftig grundlegend wenig ändern wird: Lediglich ein Drittel der jungen Menschen nimmt an, dass in zehn Jahren gleiche Bildungschancen für alle Kinder in Deutschland herrschen werden, während eine Mehrheit von 57 Prozent dies eher bezweifelt. „Viele junge Menschen erkennen genau, dass wir im Bildungsbereich ein Gerechtigkeitsproblem haben. Mit Blick auf faire Chancen einerseits und den Arbeits- und Fachkräftemangel andererseits muss unsere Gesellschaft alles dafür tun, wirklich jedem jungen Menschen die Chance auf einen Schul- und Berufsabschluss zu geben“, sagt Andreas Knoke von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

„Bedürfnisse der jungen Menschen ernst nehmen“
Allen Befragten wurden Vorschläge vorgelegt, wie es gelingen könnte, Jugendliche und junge Erwachsene beim Wechsel von der Schule in eine berufliche Ausbildung oder ein Studium besser zu unterstützen. Eine deutliche Mehrheit hält es für wichtig, Schulen zu beruflichen Orientierungsangeboten, wie zum Beispiel Beratung oder Praktika, zu verpflichten (91 Prozent). Große Zustimmung findet auch eine finanzielle Unterstützung, die es ermöglicht, für einen Ausbildungs- oder Studienplatz umzuziehen (90 Prozent). 85 Prozent sind der Meinung, dass Kompetenzen und Erfahrungen über das Notenzeugnis hinaus stärker anerkannt werden sollten.

„Es ist wichtig, die Bedürfnisse der jungen Menschen ernst zu nehmen und sie viel stärker zu berücksichtigen, wenn es um bildungspolitische Maßnahmen geht. Denn sie wissen am besten, was sie an Unterstützung benötigen und wie sie mit Angeboten, beispielsweise zur Berufsorientierung, erreichbar sind“, betonen die Experten von Bertelsmann Stiftung und Deutscher Kinder- und Jugendstiftung.

Die Initiative „Tag der Bildung“ ist eine ganzjährige Aktionslinie, die jährlich am 8. Dezember im Rahmen eines Aktionstages ihren Höhepunkt findet. Der Tag der Bildung wird in diesem Jahr gemeinsam von der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ausgerichtet. Für die vorliegende Umfrage zum Schwerpunktthema „Übergang von Schule in den Beruf“ hat die forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen 1.075 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren befragt. Die Erhebung erfolgte vom 16. August bis 25. September 2023 mithilfe eines repräsentativen Online-Panels.
Autor: psg

Kommentare
NDH-Henkel
08.12.2023, 09.25 Uhr
Positiv in berufliche Zukunft ???
Aber bitte ohne Smartphone und co.
Ohne Fleiß kein Preis :-)
tannhäuser
08.12.2023, 14.18 Uhr
Vorbilder gibt's genug...
...und die heissen Kühnert, Lang, Baerbock etc...

Irgendwas studieren und abbrechen, am besten im Ausland, dann vielleicht selbigen Lebenslauf auf aufhübschen durch Plagiatierungen...Und in eine Partei eintreten...

Und Zack wird man Vorsitzende(r), Fraktionschef(In) oder gar Minister(In).

Meine Klammern sind keine Gendersternchen. So habe ich gelernt, beide Geschlechter (Mehr gibt's für mich nicht) in Meinungsäußerungen zu würdigen.
diskobolos
08.12.2023, 16.50 Uhr
Ganz so einfach ist es wohl doch nicht, Tannhäuser,
sonst könnten Sie es ja mal versuchen.

Um in einer Partei mit ca. 100 000 Mitgliedern an die Spitze zu kommen, muss man schon etwas mehr können. Ein formaler Studienabschluss wird weder verlangt, noch würde er viel nützen.
Franz Haarkamm
08.12.2023, 18.04 Uhr
Komisch, daß in solchen Aufzählungen wie der von Tannhäuser...
... nie der Name Markus Frohnmaier auftaucht. (MdB, Landesvorsitzender und Pressesprecher seiner Partei.) Der hat auch eine interessante Berufsbiographie.
tannhäuser
08.12.2023, 18.08 Uhr
Doch es ist so einfach, diskobolos!
Lassen Sie uns nicht wieder persönlich werden!

Aber warum nehmen Sie diese Leute immer wieder in Schutz? Haben Sie sich persönlich (Beruflich) auch für diesen Karriereweg entschieden?

Ich nicht, aber deshalb darf ich diese ebenso kritisieren wie ich mich als Kommentator Gegenwind zu stellen habe ohne dauernd über "Daumen Runter" zu heulen.
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Anm. d. Red.: Wenn das wieder zu einem Chat wird, sperren wir die Kommentarfunktion.
tannhäuser
08.12.2023, 18.15 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Kommentarfunktion ist kein Chatnktion
tannhäuser
08.12.2023, 18.46 Uhr
Nicht sperren den Thread!
Man kann in jeder Partei Diamanten und auch Katzengold suchen und finden. Aber in der Regierung Verantwortung zu tragen ist etwas anderes als in der Opposition zu sein.

Aber wenn sich der Eindruck verfestigt, dass bei einer vorher in der Politik niemals derartig geballt auftretende Überzeugung, Parteimitgliedschaft und Ideologie sind wichtiger als schulische, berufliche oder studielle Bildung, um wichtige Regierungs- oder Parteiposten zu besetzen, muss man nicht in der ungeliebten Opposition krampfhaft nach Säuen unter den Perlen suchen.
grobschmied56
08.12.2023, 18.59 Uhr
Inzwischen gibt es Lehrgänge ...
... für Führungskräfte, Manager, Personaler, ausschließlich darauf ausgerichtet, die Sensibelchen, Schneeflöckchen und Blümlein- Rühr mich nicht an - Typen der Gen. Z möglichst sanft und einfühlsam anzufassen.
Man denkt nach über die 20 - oder auch 10-Stunden- Woche und ähnlichen Komfort.
Wie man damit eine Wirtschaft über Wasser halten will - ich weiß es nicht.
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