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So, 12:53 Uhr
05.11.2023
Umjubelte Premiere der Rocktheater-Inszenierung

FAUST rockt wieder auf dem Brocken

Der Deutschen berühmtestes Theaterstück von ihrem größter Klassiker; dargeboten auf dem Brocken, dem höchsten Gipfel des sagenumwobenen Harzes, der als Szenerie fungiert; als zeitgemäß unterhaltendes Rocktheater-Spektakel in Szene gesetzt: Was lässt sich mehr erwarten an einem dunklen Novemberabend, nah an Samhain, der Nacht, in der die Geister ebenso unterwegs sind wie in der Walpurgisnacht?

Szenenfoto aus "FAUST-AUF DEM BROCKEN-Rocktheater nach Goethe“  (Foto: Peter Gerke/HSB) Szenenfoto aus "FAUST-AUF DEM BROCKEN-Rocktheater nach Goethe“ (Foto: Peter Gerke/HSB)

So ähnlich müssen sich das die Macher des "FAUST-AUF DEM BROCKEN-Rocktheater nach Goethe“ vorgestellt haben, als sie ihr Projekt vorbereiteten, das nun am Freitag im Goethe-Saal beim Brockenwirt seine Premiere erlebte. Kurzzeitig bedroht durch den heulenden Sturm, der am Vortag der Premiere den Zugverkehr von Schierke aus auf des Harzes höchste Erhebung noch ausgebremst hatte. Doch dann stieg die Vorstellung am Freitagabend und es war, als hätte sich Christian Venzke beim Inszenieren eng an Mephisto angelehnt, den Goethe in der Walpurgisnachtszene sagen läßt: „Da sieh nur, welche bunten Flammen! Es ist ein muntrer Klub beisammen. Im Kleinen ist man nicht allein.“

Am Ende gab es in der ausverkauften Premiere langanhaltenden Beifall und stehende Ovationen. Die Gäste waren restlos begeistert von exzellenten Musikern und stimm- und spielgewaltigen Darstellern. Ob Michail Mamaschew (Erdgeist, Valentin, Student, Fabelwesen), das zart-selbstwusste und jederzeit überzeugende Gretchen von Sabrina Pankrath (die auch als kreischend-tobende Hexe brillierte) oder Eda David Schilling als Goethe, Gott, Student und Keyboarder; sie alle spielten und sangen sich in die Herzen der Zuschauer. Als Komponist, musikalischer Leiter und Rock-Gitarrist war Jimmy Gee für exzellenten Klang verantwortlich, die Tänzerinnen Jocy und Vivienne begeisterten mit ihrer Ausdrucksstärke.

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Überragend die Leistung und das breite stimmliche Gestaltungvermögen von Jessica Fendler, deren facettenreiche Verführung nicht nur als weiblicher, sondern auch als menschlicher Teufel (Mephista) mit vielen Facetten faszinierte. Und natürlich Christian Venzke, dessen Leistung umso größeren Respekt abnötigt, da er nicht nur dem alten und dem jungen Faust darstellerisch und sängerisch viel Seele einzuhauchen und zu überzeugen wusste, sondern auch für die Regie und Choreographie des außergewöhnlichen Abends verantwortlich zeichnete.

Alle aufgebotenen Bühnenakteure sangen, tanzten und spielten live in einem phantastisch-professionellen Rocktheater mit hochwertigem, transparenten Sound, der alle Rocksongs, bombastischen Balladen und Country- bzw. Reggae-Nummern zum Funkeln brachte.

Nach einer längeren Pause setzten die Harzer Schmalspurbahnen bei dieser Neuinszenierung wieder auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Brockenwirt und den Teams von RoccOpera GmbH, der Manthey Event GmbH, Radio SAW sowie einer ganzen Reihe von Medienpartnern und Touristikspezialisten. Die schon gut verkauften Vorstellungen laufen noch bis zum 19. November (10./11./12./17./18. und 19. November) auf dem Brocken und es werden bereits jetzt Karten für das Frühjahr 2024 angeboten. Dann rockt der Harz seinen FAUST bis kurz vor der Walpurgisnacht und Goethes unsterbliche Worte werden zur Realität: „Die Hexen zu dem Brocken ziehn, die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün. Dort sammelt sich der große Hauf “
Olaf Schulze


Autor: osch

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