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So, 11:35 Uhr
23.07.2023
Etwa 80 Prozent erkennen Scam-Mails nicht

Künstliche Intelligenz macht Betrüger reich

Künstliche Intelligenzen (KI) haben das Potenzial, die Menschheit in einigen Aspekten voranzubringen, man denke beispielsweise an Forschung und Entwicklung im medizinischen Bereich. Im Gegenzug kann die Technologie allerdings auch missbraucht werden...

So mehren sich die mithilfe von KI durchgeführten Betrugsdelikte eklatant, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

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Gemäß einer aktuellen Studie entlarven 78 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mithilfe von KI erstellte Phishingmails nicht auf Anhieb als solche. Schlimmer noch: etwa 20 Prozent klicken die betrügerischen Mails sogar an. KI-Tools wie ChatGPT spielen den Akteuren dabei in die Karten, denn während diese früher teilweise noch an der sprachlichen Hürde gescheitert sind, können Scam-Nachrichten nun einfach und grammatikalisch korrekt im großen Stil versendet werden.

Eine vergleichsweise neue und besonders perfide Masche: Telefonbetrug mit KI-Stimmen. Wie die Infografik aufzeigt, fällt etwa ein Drittel auf diesen Trick herein. Mithilfe künstlicher Intelligenzen ahmen Täter hierbei Stimmen von Bekannten der Opfer nach - der Angerufene hört also eine wohlvertraute Stimme. Die Sprachschnipsel holen sich die Täter dabei auf Plattformen wie beispielsweise Instagram (Stories). Alleine im vergangenen Jahr seien hiermit 2,6 Milliarden US-Dollar erbeutet worden.

In der Tat zeigen Umfragen, dass eine hohe Anzahl dazu bereit wäre, Geld zu überweisen, wenn sie eine entsprechende Voice-Nachricht von einem Familienmitglied bekämen. Bei einem scheinbaren Autoproblem bzw. Unfall und damit einhergehenden Kosten würden sich demnach 48 Prozent für eine Überweisung entscheiden.

KI-Tools können von Betrügern auf unterschiedliche Arten und Weisen missbraucht werden. Im Gegenzug können die Technologien allerdings auch zur Verhinderung von Scams eingesetzt werden. So sollen die Ausgaben für KI-gestützte Plattformen zur Erkennung und Vermeidung von Finanzbetrug in den nächsten Jahren von 6,5 Milliarden US-Dollar auf 10 Milliarden US-Dollar ansteigen. Das Land Baden-Württemberg fördert beispielsweise ein Projekt, welches Anleger vor Betrug etwa beim Kauf von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum & Co. schützen soll.
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
23.07.2023, 15:05 Uhr
Künstliche Intelligenz macht Betrüger reich
Zitat aus dem Text:
" Das Land Baden-Württemberg fördert beispielsweise ein Projekt, welches Anleger vor Betrug etwa beim Kauf von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum & Co. schützen soll."

Und die Allgemeinheit guckt in die Röhre - Telefonbetrüger dürfen ungehindert weiter machen.
Hauptsache Anleger werden geschützt, wenn sie in Krypto investieren, eine "Währung" die als unzuverlässig gilt.

Wir haben Prioritäten in diesem Land!
Motte83
23.07.2023, 20:21 Uhr
Richtig so
In Zeiten der hohen Inflation tauschen immer mehr Menschen die an Wert verlierenden Währungen wie Euro in Kryptos um. Daher ist es richtig, die Anleger, bor allem private Kleinanleger bestmöglich vor Betrug bei solchen Transaktionen zu schützen.
grobschmied56
23.07.2023, 23:08 Uhr
Einfache Gegenmaßnahmen können helfen ...
... Trickbetrügern zu entgehen. Das Vereinbaren einfacher Schlüsselworte oder Geburtstags - Daten, welche nur mündlich bei direkten Treffen vereinbart aber nie 'gesendet' werden, außer in wirklichen Notfällen.
Die beste KI kann möglicherweise eine Nachricht senden, welche meinem schussligen Enkel ähnlich sieht. Aber sie kennt nicht den Geburtstag von Urgroßvater M.
Weil der seit Jahren verstorben ist und nirgends mehr erwähnt wird. Außer auf Familientreffen in zahlreichen Annekdötkens ...
Kein Kind, kein Enkel, welcher dieses Datum nicht kennt.
Sollte sich also ein 'Enkel' bei mir melden, welcher gerade mal eben 10.000 € 'Kaution' benötigt, weil er gerade jemand 'totgefahren hat und in den Knast muß', dann genügt eine kurze Rückfrage: 'Ach, lieber Wolfi, wann hatte nochmal Urgroßopa M. seinen Geburtstag?'
Die KI kann dann nur noch raten, mit einer Chance von 1/366.
Meine Fangfrage nach dem Autotyp dürfte ein Übriges tun, den Schwindel endgültig auffliegen zu lassen...
Der Mensch muß kein Genie sein, aber er sollte sich schon zu helfen wissen.
Real Human
24.07.2023, 16:32 Uhr
KI könnte in Zukunft noch sehr viel mehr können!
Scam-Nachrichten und andere allzumenschliche Betrügereien mithilfe von KI sind doch nur das Wetterleuchten vor dem großen Unbekannten, das auch als technologische Singularität bezeichnet wird. Verglichen mit dem, was wahrscheinlich auf uns zu kommt, ist die jetzige KI doch eigentlich nur „KD“ – „Künstliche Dummheit“!

„Sinnerfassendes Lesen“ beherrscht Künstliche „Intelligenz“ bis jetzt nur ansatzweise. Aber das ändert sich, und zwar mit exponentiell zunehmender Geschwindigkeit! ChatGPT (Generative Pre-trained Transformer) muss also noch viel „trainiert“ werden, trainiert sich aber zunehmend selbst. Sogar Programmcode schreibt KI schon eigenständig. „Emad Mostaque, CEO von Stability AI, glaubt, dass Künstliche Intelligenz (KI) die meisten ausgelagerten Programmierjobs in Indien ersetzen wird.“, schreibt Kai Xiang Teo auf businessinsider.de.

Die seit 50 Jahren ausgestrahlte Kultursendung „ttt“ widmete sich gestern (23.7.2023) spätabends dem Thema KI:

Darin äußern sich Menschen, die „von Mitentwicklern zu Mahnern“ wurden. „Scamming“ – aber mit Absichten von KI selbst! – wird auch angesprochen. Der Philosoph Vincent C. Müller von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sagt: „Das Menschsein ist eine merkwürdige Sache, weil wir neigen dazu uns für was ganz Besonderes zu halten. Wir haben früher geglaubt, die Erde ist im Zentrum des Universums und wir sind die Krone der Schöpfung und solche peinlichen [!] Ideen. ...“

Die Physikerin, Sara Walker, von der Arizona State University „sieht die Menschheit auf dem Weg von der Biosphäre in die Technosphäre.“

Es wird auf das Potenzial der KI in der Medizin eingegangen, wo Gefahren wie Krebs durch KI schon weit vor ihrer Manifestation erkannt werden könnten. Da frage ich mich allerdings, warum sich Ehepaare nicht gleich für kleine lernfähige Androiden statt für biologische Kinder entscheiden sollten, ähnlich wie in dem SF-Klassiker A.I. von Steven Spielberg von 2001? Sie wären dann nicht mehr biologischen Risiken ausgesetzt und durch mögliche Software-Backups praktisch sogar relativ unsterblich.

Die Sendung ist zusammen mit der nachfolgenden Filmrezension „Oppenheimer“ sehr empfehlenswert und z.B. mit MediathekView downloadbar.
RWE
24.07.2023, 18:40 Uhr
DonaldT
sie werden sich noch wundern, welche Rolle Kryptowährungen (es gibt nämlich mehr als eine) und die Blockchaintechnologie im Allgemeinen noch für eine Rolle spielen. BTC und ETH sind heute schon in manchen Bereichen und Ländern als Zahlungsmittel etabliert, in Neuseeland kann man sich sogar sein Gehalt in Kryptos auszahlen lassen. Aber auch hier leben wir in Deutschland in der digitalen Steinzeit. Und wer heute noch auf Scam-Mails reinfällt und Paßwörter verrät ist selber Schuld. Genauso kann man auf der Rückseite der guten alte EC-Karte (gibt e die überhaupt noch) seine PIN schreiben.
Die KI wird noch unvorstellbar viel verändern. Wenn man jetzt irgendwo einen Support anscheibt hat man es doch heute schon meist mit einem Chat Bot zu tun.
Wer sich die Schmollecke stellt und die Entwicklungen nicht beachtet, der wird eben überrollt. Da wundert man sich eben, wenn die VHS-Kassette nicht in USB-Port paßt und böse Menschen und bots Trickmails versenden.Eines hat schon immer gegolten: Man wird alt wie eine Kuh, lernen muß man immerzu.
Früher wurden Postkutschen überfallen, heute wird digital getrickst. Das Böse schläft nicht, es lernt. Wie Grobschmied56 richtig schreibt, da hilft nur Mitdenken. Wobei solch einfache Fangfragen nach einem autityp eine datensammelnde KI nicht aufhalten werden. Aber man kann den Enkel ja selber anrufen nachfragen...
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