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Mi, 15:00 Uhr
21.06.2023
In Auleben wächst und gedeiht ein kleiner, aber feiner Kulturhof

Das Jahr der Erfahrungen

Das niedliche „Europa-Dorf“ Auleben zu Füßen des Kyffhäusers hat jetzt schon einige Attraktionen zu bieten. Seit kurzem erweitert ein Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer das Angebot und weiß mit viel Tradition und Innovation zu überzeugen

Das Ehepaar Heike und Volker Hofmann-Lauer (Foto: Andreas Liesegang) Das Ehepaar Heike und Volker Hofmann-Lauer (Foto: Andreas Liesegang)

Heike Hofmann-Lauer ist auf dem Dreiseitenhof aufgewachsen, der seit Generationen im Familienbesitz ist und direkt im Ortskern an der Straße zum Stausee gelegen ist. Beruflich kam sie in den letzten Jahrzehnten viel herum und lernte ihren Mann Volker kennen, der sich nicht nur in Heike, sondern auch schnell ins beschauliche Auleben mit dem gepflegten Familiensitz verliebte. Als ihren „Wohlfühlort“ beschreiben die beiden das Anwesen, von dem aus sie teilweise arbeiten, wo sie aber hauptsächlich „entspannt leben“ können. Wöchentlich pendeln sie zwischen der wuseligen Bundeshauptstadt und Nordthüringen und stecken voller Ideen, wie sie ihr Hof zu einem kulturellen Begegnungsplatz für die Region gestalten lässt. Die Initialzündung hätten sie bei privaten Feiern auf dem Hof erhalten, erzählen die beiden, als Gäste sie regelrecht drängten, aus dem schönen Ambiente doch einen öffentlichen Ort für Veranstaltungen zu machen.

Und weil Heike und Volker mit der Instandsetzung der Innenräume gerade fertig waren und zum Ausgleich für ihre Büroarbeit die handwerklichen Herausforderungen suchen, erschien ihnen der Gedanke an einen Kulturhof lohnenswert, in dem mittelfristig verschiedene kleinkünstlerische, kulinarische und qualitativ hochwertige Events laufen könnten. Den rustikal-nostalgischen Hintergrund bilden gut erhaltene bäuerliche Maschinen, Fuhrwerke und Werkzeuge, die von der Geschichte der Goldenen Aue und der harten Feldarbeit in der Vergangenheit zeugen.

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Seine Feuerprobe bestand der Kulturhof im letzten Herbst zum Tag des offenen Denkmals. „Mit so viel Andrang hatten wir gar nicht gerechnet“, freute sich Heike Hofmann-Lauer, die von ihrer großen Familie mit ihren Schwestern sowie Cousins und Cousinen personell unterstützt wurde. Im April gab es einen ersten Ostermarkt, als Versuchsballon angedacht und für den die wenigen ausgewählten Händler aus nah und fern mit gedämpften Erwartungen angereist waren. „Einige waren komplett ausverkauft, die anderen waren ebenfalls vom Interesse der zahlreichen Besucher überwältigt“, sagt Heike Hofmann-Lauer. Logisch, dass die beiden Hofbesitzer über Fortsetzungen nachdachten und in Ruhe ein mögliches Konzept für Kulturveranstaltungen entwerfen. Bei diesen Vorbereitungen und der Durchführung erhielten sie viel Hilfe von Freunden, Nachbarn, aber auch vom Ortsbürgermeister, der Heringer Stadtverwaltung und dem Gewerbeamt des Landkreises. Die unterschiedlichen örtlichen Aulebener Vereine bringen sich gerne ins Geschehen ein und helfen ebenfalls mit. So wird beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr zum nächsten anstehenden Termin die Versorgung der Gäste mit Speisen übernehmen. Getränke schenken die Hofmann-Lauers selbst aus und erwartet wird zu diesem Sommerfest am Samstag, dem 1. Juli mit den „Stubenhockern“ eine Nordhäuser Band, die akustisch spielen kann und für Partystimmung auf dem Gelände sorgen wird. Hier finden gut und gerne 150 Gästen gemütlich Platz, schätzt Volker Hofmann-Lauer ein. In den ehemaligen Ställen, der Remise und der Scheune gibt es zudem ein Dach überm Kopf in bäuerlichem, liebevoll hergerichteten Ambiente.

Der Hof ist liebe- und geschmackvoll ausgestaltet (Foto: oas) Der Hof ist liebe- und geschmackvoll ausgestaltet (Foto: oas)

Noch ist es ein Hobby, dem die beiden Hofbesitzer frönen. Und eines, das es mit dem Arbeitsalltag zu koordinieren gilt. Aber in mittelfristiger Zukunft wollen sie ihren Lebensmittelpunkt wieder komplett nach Auleben verlegen und neben einer Ferienwohnung auch eine Salon-Galerie im Wohnhaus präsentieren. „Wir haben momentan viel Spaß und wir lernen viel dazu“, resümiert Heike, die 2023 als „das Jahr der Erfahrungen“ bezeichnet, aus denen Konsequenzen für weitere Aktivitäten folgen sollen. Wichtig ist den Eheleuten dabei, dass ihre Angebote dosiert bleiben und von hoher Qualität sind. Bevor sie wieder am Tag des offenen Denkmals mit ihrem urigen Hof teilnehmen, soll es am Vorabend (Samstag, 9. September) erstmals eine Buchlesung auf dem Hof geben. Vorgestellt wird „Der bulgarische Arzt“ des Autors Nicki Pawlow, eine wahre Geschichte über einen Mann, der einst in Nordhausen als Mediziner praktizierte, ehe er die Flucht aus der DDR ergriff.
Olaf Schulze


Ein Weinkeller wird gerade aufgebaut (Foto: A.Liesegang)
Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer in Auleben in der Stade derf Einheit (Foto: A.Liesegang)
Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer in Auleben in der Stade derf Einheit (Foto: oas)
Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer in Auleben in der Stade derf Einheit (Foto: oas)
Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer in Auleben in der Stade derf Einheit (Foto: oas)
Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer in Auleben in der Stade derf Einheit (Foto: oas)
Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer in Auleben in der Stade derf Einheit (Foto: oas)
Kulturhof der Familie Hofmann-Lauer in Auleben in der Stade derf Einheit (Foto: oas)
Autor: osch

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