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Do, 22:17 Uhr
08.12.2022
Der THC in der EHF European League

Sack zumachen - für nächste Runde qualifizieren

Am Sonntag empfängt der Thüringer HC im Rückspiel um die Qualifikation für die Gruppenphase der EHF European League den schwedischen Meister IK Sävehof in der Nordhäuser Wiedigsburghalle. Angepfiffen wird das Spiel um 14 Uhr...

Rückblick:
Mit dem nicht so erwarteten 30:22-Auswärtssieg gegen den schwedischen Meister hat der Thüringer HC die Weichen für den Einzug in die Gruppenphase gestellt. Mit einer überzeugenden und geschlossenen Mannschaftsleistung hat sich das Team selbst belohnt und sogar Trainer Herbert Müller überrascht. “Nach dem tollen Auswärtssieg gegen den schwedischen Meister, mit dem sicher unerwarteten Achttorevorsprung im Rücken, wollen wir ganz gern vor den eigenen Fans und mit einer guten Leistung in die Gruppenphase der European League einmarschieren. Das ist ein schönes Ziel, was wir uns schon vor der Saison gesetzt haben. Sicherlich waren mit den Auslosungen Chambray und Sävehof die Aufgaben sehr schwierig und trotzdem hat die Mannschaft an einem Glanztag gegen Sävehof alles getan, um die Tür weit aufzustoßen.”

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Der zeigte sich auch Tage nach dem Spiel noch stark beeindruckt und sichtlich zufrieden nach zwei schmerzlichen, sogar vermeidbaren Niederlagen gegen die SG BBM Bietigheim und im DHB-Pokalspiel in Metzingen. Um so deutlicher war die Rückmeldung der Mannschaft. Glanzstück war die Abwehrarbeit, die sich im Laufe des Spiels immer mehr stabilisierte. Mit 5:1 glänzend in das Match gestartet, gab man den Vorsprung Mitte der ersten Hälfte wieder her, scheiterte einmal mehr von der Strafwurflinie und vergab eine Reihe guter Möglichkeiten gegen die schwedische Nationaltorhüterin Johanna Bundsen. Die wurde nach der Partie genauso als “Player of the Match” geehrt wie Irma Schjött auf Thüringer Seite. Die THC-Torfrau glänzte vor allem in der zweiten Hälfte mit zahlreichen Paraden und genoss sichtlich ihren Auftritt in ihrer schwedischen Heimat. Die zweite Halbzeit wurde zur Demonstration an Geschlossenheit und Willen, umgesetzt in einem überzeugenden Sieg, der in dieser Höhe verdient war.

Zum Spiel:
Am Sonntag treffen beide Mannschaften zum zweiten Mal in Nordhausen aufeinander. Bereits in der Saison 2013/14 begegnete man sich in der EHF Champions League. Beide Spiele gewann der Thüringer HC. Das Hinspiel in Partille mit 32:26 und das Rückspiel in der Wiedigsburghalle mit 30:25. Das ist lange her und beide Teams sind nicht mehr vergleichbar. Geblieben ist die Erinnerung an ein großartiges Champions League-Spiel des THC und an eine mit 1700 Fans gut besuchten Spielstätte in Nordhausen. Aus dem damaligen Kader stehen heute nur noch Sonja Frey beim THC und Johanna Bundsen für Sävehof im Kader. Die starke Torhüterin und Nina Koppang standen im Kader der schwedischen Nationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft Rang 5 erreichte. Nach sieben Spieltagen steht IK Sävehof in der schwedischen Eliteliga ohne Punktverlust auf Platz 1. Der THC ist nur noch einen Schritt von der nächsten Runde entfernt, aber Herbert Müller mahnte schon zu Recht direkt nach dem Hinspiel: “Im Handball sind acht Tore plus ein gutes Resultat und manchmal eben doch zu wenig.” In einem Handballspiel fällt jede Minute ein Tor und da sind acht Tore eben nur 13 Prozent und dem Weg in die Gruppenphase der EHF European League ist für den THC erst Halbzeit.

Deshalb wiederholt Herbert Müller: “Ich warne trotzdem zur Vorsicht. Acht Tore im Handball sind viel, sind ein super Ergebnis, aber es ist auch etwas, was man nicht nur verwalten darf. Wir wollen vor heimischem Publikum genauso auf Sieg spielen."

Die zurückliegenden Tage waren extrem anstrengend und haben Spuren hinterlassen: "Wir mussten in dieser Woche nach der langen Reise, nach der schweren englischen Woche gut auf die Mannschaft aufpassen und ein stückweit regenerieren. Leider hat auch die Grippe zugeschlagen. Die Spielerinnen hatten so ihre Wehwehchen aus der letzten Woche mitgebracht. Darum hat es mich besonders gefreut, dass sich Anika Niederwieser trotz ihrer Handverletzung in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Sie wird sicherlich am Sonntag spielen und Annika Lott hat trotz ihrer Schulterverletzung auf die Zähne gebissen. Laura Kuske wird nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall wieder dabei sein. Helfried Müller, mein Co-Trainer, liegt noch mit einer schweren Grippe im Bett. Mal gucken, ob es für ihn bis Sonntag reicht. Letztendlich wollen wir alles dran setzten, um uns gut vorzubereiten und auf irgendwelche Sondermaßnahmen von Sävehof eine Antwort zu wissen. Wir werden mit dem Wissen in das Spiel gehen, dass wir auch wirklich durch die Tür durchmarschieren wollen, um dann in die Gruppenphase der European League einzuziehen. Ein so schönes Ziel, wo dann noch mal sechs wunderbare Spiele auf uns zukommen. Auf die freuen wir uns dann sehr. Doch jetzt steht erst noch mal ein Stück Arbeit vor uns. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und ich hoffe, sie können das im Rückspiel bestätigen. Wir wollen auf Sieg spielen und beide Punkte bei uns in der Wiedigsburghalle behalten."

Mit der Roten Wand im Rücken hat die Mannschaft die Chance, in eigener Halle alles klar zu machen. Dazu braucht das Team die Unterstützung der Thüringer Fans. Nach dem neuen Zuschauerrekord in der Salza-Halle gegen Bietigheim mit fast 1.500 begeisterten Zuschauern wünscht sich Herbert Müller eine gut gefüllte Wiedigsburghalle und wendet sich an die Fans: "Kommt zahlreich und unterstützt uns! Wir brauchen Euch! Gerade gegen Bietigheim hat man gesehen, was es ausmacht, wenn die Halle voll ist. Wir freuen uns auf Nordhausen, wir freuen uns auf Europa!”

Das EHF European League-Spiel in der Nordhäuser Wiedigsburghalle wird präsentiert von Knauf Gips KG, CASEA GmbH und Saint-Gobain Formula GmbH. Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung.
HaJo Steinbach/Bernd Hohnstein
Autor: red

Kommentare
Leon08
09.12.2022, 07.53 Uhr
Wann, wenn nicht jetzt
wachen die Nordhäuser Bürger auf und nutzen die momentane Möglichkeit internationalen Spitzensport in Nordhausen live erleben zu können. Zumal bis auf den leider etwas schwächelnden Fussball im sportlichen Bereich in Nordhausen kaum noch nennenswertes passiert . Und wie lange wir hier in der Wiedigsburghalle die Mädels vom THC noch begrüßen dürfen, ist mit Sicherheit ungewiss. Würde mich freuen, wenn die Halle wieder annähernd so gefüllt würde wie es des öfteren schon der Fall war und die Stimmung in dieser in ganz Deutschland bekannt war. Am Sonntag ist dazu Gelegenheit......also 14.00 Uhr einfach selbst überzeugen.
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