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Di, 13:19 Uhr
06.12.2022
Hinweise der Verbraucherzentrale

SMS zum Warntag

Mit dem Versand von Warnmeldungen auf das Handy sollen Rettungsleitstellen künftig ad hoc die Menschen in betroffenen Gebieten alarmieren können. Einen ersten Testlauf für den SMS-Versand soll es zum bundesweiten Warntag am 8. Dezember geben. Die Verbraucherzentrale erklärt, was Verbraucher beachten sollten...

„Die Warnung per SMS über Cell Broadcast ist eine gute Sache. Erstmals werden Verbraucherinnen und Verbraucher im Ernstfall direkt über ihr Handy alarmiert – und das ohne spezielle Warn-Apps wie ‚NINA‘ oder ‚Katwarn‘“, sagt Ralf Reichertz, Referatsleiter Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Thüringen.

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Die Meldungen enthalten laut Bundesamt für Katastrophenschutz einen Link, der direkt zum offiziellen Warnportal des Bundes (www.warnung.bund.de) weiterleitet. „Wenn Sie eine solche Warnmeldung mit Link bekommen, handelt es sich also nicht um eine neue Betrugsmasche per SMS“, so Ralf Reichertz. „Prüfen Sie jedoch genau, welcher Absender und welche Webseite in der Nachricht genannt wird.“

So erkennen Sie seriöse Warnmeldungen
  • Als Warnungen werden ausschließlich Textnachrichten mit maximal 500 Zeichen übertragen
  • Es sind keine klassischen SMS, sie haben deshalb auch keine Handynummern als Absender
  • Ausschließlich Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen können Warnmeldungen auslösen. Der Absender – beispielsweise eine bestimmte Rettungsleitstelle – wird in der Meldung genannt
  • Echte Warnmeldungen enthalten außerdem einen Link zum offiziellen Warnportal des Bundes unter warnung.bund.de. Dort soll die gleiche Warnmeldung ebenfalls lesbar sein.


„Haben Sie Zweifel, ob es sich bei der erhaltenen SMS tatsächlich um eine Warnmeldung haltet, klicken Sie nicht auf den Link darin“, rät Ralf Reichertz. „Es könnte sich um eine Betrugsmasche per SMS – sogenanntes Smishing – handeln. Möglicherweise wittern Betrüger ihre Chance und versenden als Trittbrettfahrer vermeintliche Warnmeldungen.“

Die darin enthaltenen Links könnten beispielsweise zu Webseiten führen, über die Verbraucher ungewollt Schadsoftware auf ihrem Smartphone installieren.

Das können Sie tun, wenn Sie keine Warn-SMS erhalten
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Smartphone eingschaltet und nicht im Flugmodus ist
  • Prüfen Sie, ob Ihr Handy ein Betriebssystem hat, das per Cell Broadcast verschickte Nachrichten verarbeiten und darstellen kann. Eine Liste mit empfangsfähigen Geräten finden Sie hier
  • Prüfen Sie, ob Sie alle aktuellen Updates installiert haben. Nur dann kann Ihr Handy Warnmeldungen empfangen
  • Prüfen Sie, ob in den Smartphone-Einstellungen der Empfang von Notfallbenachrichtigungen aktiviert ist.


Mehr Informationen zum bundesweiten Warntag am 8. Dezember und zum Empfang von Warnmeldungen via Cell Broadcast erhalten Sie unter www.bbk.bund.de/Bundesweiter-Warntag.
Autor: red

Kommentare
Halssteckenbleib
06.12.2022, 13.53 Uhr
SMS zum Warntag....
Was zum Geier ist ad Hoc und Cell Dingbumbs? Gibt's denn keine deutschen Bezeichnungen für sowas.Warum nicht gleich alles in Kauderwelsch schreiben? Sowas hat's aber in der DDR nicht gegeben...
diddi72
06.12.2022, 14.10 Uhr
immer dieser neumodische Kram ;)
Halssteckenbleib,

In der DDR gab's auch kein Internet. Sie benutzen diesen neumodischen Kram heute und können daher auch sicher eine Suchmaschine oder gleich Wikipedia befragen. ;)

Ich hab' das mal für Sie gemacht:

cell broadcast: auch SMS-CB genannt, ist ein seit 1999 eingesetzter Mobilfunkdienst zum Versenden von Nachrichten ähnlich SMS-MT an alle Empfänger innerhalb einer Funkzelle.

ad Hoc: ist eine lateinische Phrase und bedeutet „für diesen Augenblick gemacht“ oder „zur Sache passend“. Im übertragenen Sinne bezeichnet ad hoc improvisierte Handlungen und Dinge, die speziell für einen Zweck entworfen wurden oder spontan aus einer Situation heraus entstanden sind.

Bitteschön :)

Gruß
diddi
Halssteckenbleib
06.12.2022, 15.14 Uhr
diddy72 ein herzliches Danke
Ich lese eine Zeitung um anschließend zu recherchieren was alles bedeutet.Tolle Einstellung.Sowas muss auch ohne Internet verständlich sein...Vermutlich sind sie kein Rentner und wissen noch nicht das Rentner nie Zeit haben.
Trüffelschokolade
06.12.2022, 15.39 Uhr
Sprache
Ad hoc gibt es seit langem und ist seit langem im Gebrauch - ist lateinischen Usprung. Und wurde bereits in der DDR verwendet. Das Problem liegt in dem Moment vielleicht weniger an den Schreiberlingen, sondern eher beim Rezipienten, beim Empfänger...
Kritiker2010
06.12.2022, 18.17 Uhr
Das können Sie tun, wenn Sie keine Warn-SMS erhalten: Nach Albanien umziehen!
Warum?
Nun, dank der "hervorragenden" Netzqualität aller Netze! an meinem Wohnort im Landkreis NDH, bleibe ich bis heute weitgehend von Handyanrufen und SMS verschont. Ungewolltes Digital-Detox sozusagen. Da kommt entweder gar nix an oder nur für einem kurzen Moment mit mehreren Stunden Verspätung.

Aber beim letzten Urlaub in Griechenland durfte ich feststellen, wie gleich mehrere Netzanbieter aus Albanien mit hervorragender Sendeleistung ins griechische Urlaubsgebiet einstrahlten und um Kunden warben.

In Deutschland verlasse ich mich da doch lieber auf die gute alte Sirene.
Paulinchen
06.12.2022, 19.13 Uhr
Laut MDR,...
... ertönen in Nordhausen und Mühlhausen keine Sirenen.
Wo keine sind, können auch keine getestet werden. Es werden nur die digitalen Geräte getestet.
Wieder ein Beispiel dafür, was die Bürger der Stadtverwaltung wert sind. Aber einen neuen Fussballplatz bekommen wir....
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