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Sa, 07:58 Uhr
01.10.2022
September brachte Dürre-Erleichterung

Niederschlagsreichster September seit 2001

Nach einem letzten sommerlichen Aufbäumen in der ersten Septemberdekade ging es mit großen Schritten in den Herbst. Der Regenschirm wurde zum Dauerbegleiter und neben der Winterbekleidung musste vereinzelt sogar der Eiskratzer hervorgekramt werden...

Wetter im September war eher zu regnerisch (Foto: oas) Wetter im September war eher zu regnerisch (Foto: oas)

Dann und wann erweckte der September sogar den Anschein eines „typischen“ Aprils. Denn zahllose Regenbögen dekorierten den Horizont und in den dürregeplagten Regionen brachte sehnsüchtig erwartetes Nass wieder sattes Grasgrün zum Vorschein. Dagegen versperrten Nebelfelder zeit- und gebietsweise die Fernsicht. Und nicht zuletzt wirbelten in den Alpen erste Flocken. Der Übergang in die kalte Jahreszeit ist somit eingeläutet. Zusammengefasst war der September äußerst nass sowie durchschnittlich temperiert und sonnig. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Von der Sommerwärme im Eiltempo in die Herbstkühle
Das Temperaturmittel lag im September 2022 mit 13,4 Grad Celsius (°C) um 0,1 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 lag die negative Abweichung bei 0,4 Grad. Bis in die erste Monatsdekade hinein blieb die sommerliche Witterung mit sehr warmen Nuancen ein treuer Weggefährte. Kleve, 10 km südwestlich von Emmerich am Niederrhein, gab am 5. mit 32,3 °C die bundesweit höchste Temperatur bekannt. Das letzte Sommerflimmern wurde in der zweiten Monatsdekade dann schnell durch frische Herbstluft ersetzt. Teilweise ging es sogar in den Frostbereich. Meßstetten, auf der Schwäbischen Alb, meldete am 20. mit - 1,8 °C die tiefste Septembertemperatur.

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Ausgiebiger Septemberregen setzt der monatelangen Durststrecke ein Ende
Im September fielen mit rund 100 Litern pro Quadratmeter (l/m²) annähernd 165 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (61,1 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (64,5 l/m²) erreichte die Menge rund 155 Prozent des Solls. Damit kehrte nun endlich eine deutliche Entspannung in den dürregeplagten Regionen ein. Erstaunlicherweise brachte der September dort sogar mehr Niederschlag, als alle Sommermonate zuvor zusammen. Es war der niederschlagsreichste September seit 2001. Am nassesten war es in den Mittelgebirgen und an den Alpen, mit Monatssummen von über 200 l/m². In den höchsten Lagen fielen sogar schon die ersten Flocken. Fernab der Gebirge aber meldete Graal-Müritz, 20 km nordöstlich von Rostock, in Folge hartnäckiger Schauer und Gewitter am 17. mit 93,8 l/m² den deutschlandweit höchsten Tagesniederschlag.

Im Nordosten am sonnigsten, viele Wolken in der Mitte
Mit fast 155 Stunden erreichte die Sonnenscheindauer im September in etwa ihr Soll von 150 Stunden (Periode 1961 bis 1990). Auch im Vergleich zu 1991 bis 2020 (157 Stunden) war die Sonnenscheinbilanz ausgewogen. Im Nordosten ließ sich mit teils über 170 Stunden am häufigsten die Sonne blicken. Wolkenverhangen war es dagegen in den Mittelgebirgen und an den Alpen, was am Ende in einzelnen Regionen weniger als 120 Sonnenstunden zur Folge hatte.

Das Wetter in den Bundesländern im September 2022
(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Sachsen: Etwas frisch und deutlich zu nass verlief hier der September 2022. 12,7 °C (13,4 °C) und 100 l/m² (55 l/m²) wurden erreicht. Dagegen lag die Sonnenscheindauer mit abgerundet 145 Stunden (148 Stunden) im Mittel. Der Freistaat war die kühlste und zweitsonnenscheinärmste Region.

Sachsen-Anhalt: Um Sachsen-Anhalt machten die hohen Niederschlagsmengen im Vergleich zu den anderen Regionen einen Bogen, sodass das mitteldeutsche Land mit 60 l/m² (42 l/m²) als niederschlagsarme Gegend eingestuft werden konnte. Neben einer Durchschnittstemperatur von 13,6 °C (13,7 °C) wurden im September 160 Sonnenstunden (144 Stunden) erfasst.

Thüringen: Der September verabschiedete sich in Thüringen mit 12,8 °C (12,8 °C) und ließ die Region – neben Bayern – als zweitkühlste Region zurück. Mit fast 100 l/m² (51 l/m²) war der Niederschlagsüberschuss mehr als deutlich, jedoch nicht zu Lasten der Sonnenscheindauer, welche 155 Stunden (143 Stunden) betrug.
Autor: red

Kommentare
Salz
01.10.2022, 10.08 Uhr
Ach guck
Die Natur kennt keine Hysterie. Sie ist wie sie ist.
Marino50
01.10.2022, 10.16 Uhr
Ja und nun...
Dann sind sicher die Talsperren und Flüsse auch wieder besser gefüllt. Ist doch alles okay. Wir hatten ja auch einen schönen Sommer.
Wenn die nächste Jahreszeit dann etwas Schnee und Frost hat, sollte mich das auch nicht wundern. Es ist dann Winter.
Jetzt genießen wir den Herbst mit bunt gemalten Blättern, Sonne und alles was noch dazu gehört.
Kobold2
01.10.2022, 17.12 Uhr
Vor dem Hintergrund
das im gleichen Zeitraum dieser Erfassung der Grundwasserspiegel in Deutschland, um die Menge des Bodensees zururück gegangen ist, ist der vergangene Monat nichts weiter, als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein....
Landarbeiter
01.10.2022, 22.09 Uhr
Na dann ist ja alles Bingo...oder doch nicht?
Vielleicht sollte so einer wie Kommentator Salz mal einer richtigen, bodenständigen Arbeit nachgehen, bevor er uns zum Wüstengebiet ohne Hysterie erklärt.

Selbst beim Stoppelgrubber staubt es heute noch aus dem Boden heraus. So ein Schlauer wie Salz sieht den Klimawandel natürlich nach drei Tagen Regen beendet. Die Realität sieht aber anders aus, als die Interpretation des Wetterberichtes eines Salzes.
Kobold2
02.10.2022, 09.06 Uhr
Wenn es
Am Stoppelgrubber mangeld (gehört ja nicht zu Standardausrüstung eines Haushalts), dann einfach mal einen Spaten (ne, nicht das gleichnamige Bier) in die Erde rammen. Das reicht für weiterreichende Erkenntnisse, als mancher, hier abgegebene Daumen.
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