Im Kunsthaus Meyenburg in der Alexander-Puschkin-Straße 31 in Nordhausen herrscht ab sofort das BLAU vor. Denn es gibt eine neue Sonderausstellung mit dem bezeichnenden Titel KUNST MACHT BLAU. Sie wurde am Samstagabend vom ehrenamtlichen Beigeordneten der Stadt Nordhausen, Peter Uhley, vor einer großen Anzahl Kunstinteressierter aus nah und fern feierlich eröffnet. Und ließ zunächst 20 Jahre Kunsthaus Revue passieren. Die nnz war zur Vernissage zugegen…
Bevor Kunsthaus-Leiterin Susanne Hinsching die Laudatio vortrug, ergriff Oliver Wönnmann, Vorsitzender des Fördervereins, das Wort und richtete ebenso wie Peter Uhley herzliche Dankesworte an die Leiterin des Hauses und ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern und brachte es auf den Punkt mit den Worten: Sie bringen das Haus zu,m Leben!
Spektakuläre Illumination gestern Abend zur Ausstellungseröfnung (Foto: HG Backhaus)
Eingangs ihrer Laudatio verwies Susanne Hinsching auf die Besonderheit in dieser Ausstellung: Denn es stehe nicht wie üblich ein Künstler oder ein Motiv im Mittelpunkt, sondern DIE FARBE BLAU. Und untermauerte dies mit den Worten: `Blau`, das ist in der Kunst seit jeher mehr als nur eine beliebige Farbe, mit der Flächen gefüllt, Konturen gezogen und andere Farben zum Zusammenspiel aufgefordert werden.
Sie erinnerte daran, dass die Farbe Blau mit zwei der größten Naturmerkmale der Erde verbunden sei: dem Himmel und dem Meer. Schließlich nahm Hinsching die Anwesenden mit auf eine Reise in die Vergangenheit und ließ sie u.a. wissen, dass erstmals im alten Ägypten der Farbstoff Blau hergestellt wurde und beschrieb das entsprechende Verfahren dazu.
Zudem unterscheide man in die Hauptkategorien Ägyptisch Blau, Ultramarinblau, Kobaltblau, Indigo, Marineblau und Berliner Blau, wobei das Ultramarin zu den ältesten Blau- Pigmenten gezählt, bereits vor etwa 6.000 Jahren verwendet wurde und bei den Malern in der Renaissance-Zeit äußerst begehrt war und den gleichen Wert wie Gold hatte.
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Im 8. Jahrhundert kam das Kobaltblau auf und fand bei der Färbung von Schmuck und Keramik Verwendung. Die prägende Bedeutung von Blau ist in der Kunst in besonderer Weise erkennbar. Künstler aus nahezu allen Epochen verwendeten sie. So war Blau beispielsweise die Farbe, die im Mittelalter für den Himmel, für Gott und Engel Steht, so Hinsching.
Im weiteren Verlauf ihrer Laudatio führte die Kunsthaus-Leiterin namhafte Künstler unterschiedlicher Epochen und Kunstrichtungen auf, bei denen das Blau eine herausragende Rolle spielte. So u.a. bei Pablo Picasso, dessen Blaue Phase und später seine Blaue Periode (1901 bis 1904) bekannt sein dürften.
Oder Künstler der Avangarde, wie der Meister der Farbe Marc Chagall und Henri Matisse (Blaue Akte) von 1952, die sich vom ewigen Blau der Cóte d´Azur inspirieren ließen. Hinsching führte zudem Joan Miró an, dessen großartige künstlerische Karriere wesentlich auf seine blauen Traumbilder (1925 bis 1927) zurückzuführen war.
Sie ging noch auf zahlreiche weitere in der Ausstellung vertretene Künstler ein, die jeder auf seine Weise der Farbe BLAU und ihrer Wirkung nachgespürt haben. Insgesamt sind es 87 Arbeiten, die fortan bis zum Jahresende die Wände des Meyenburg, schmücken. Darunter befinden sich 60 Leihgaben aus der Galerie Sundermann Würzburg. Darunter u.a. Werke von Georges Braque, Marc Chagall, Max Ernst, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Henri Matisse, Joan Miró und Pablo Picasso.
Enthält viel blau: Corneille Gemälde "Frau auf dem Sofa" (Foto: HG Backhaus)
Mit Blick auf die Dominanz der Farbe Blau bei den ausgestellten Kunstwerken war es dann nicht verwunderlich, dass Hinsching am Ende ihres Lobliedes Wassily Kandinsky zitierte, der ja bekanntlich zu den Gründern der expressionistischen Gruppe Der Blaue Reiter gehörte: Je tiefer das Blau wird, desto mehr ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem.
Schließlich eröffnete sie die Sonderschau mit der einladenden Bitte:Begeben Sie sich nun auf die Suche nach der Farbe Blau! Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, dass Simona Natu von der Kreismusikschule Nordhausen mit ihren musikalischen Darbietungen am Flügel der Vernissage einen würdigen Rahmen verlieh.
Das Kunsthaus wird am 23. September 20 Jahre alt und lockt seither mit wechselnden Ausstellungen Kunstinteressierte aus allen deutschen Landen an. Das Kunsthaus, das am Abend in Blau erstrahlte, öffnet Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr seine Pforten. Die aktuelle Präsentation ist bis zum 30. Dezember 2022 zu sehen. Weitere Infos unter www.kunsthaus.nordhausen.de. Hans-Georg Backhaus
...sieht sicher sehr schön aus. Aber ich hoffe, dass nur an diesem Abend das Kunsthaus blau beleuchtet ist. Alle Anstrahlungen werden abgeschaltet auf Grund der Energielage und hier wird angeschaltet. Ich hoffe, der Stadt geht ein Licht auf.
Bin ja schonmal froh das es nicht blau/gelb angestrahlt wird.
Was für eine Energielage@Marino50 es ist genug Energie da es wird uns nur von unseren Oberhäuptern so suggeriert das wir ein Mangel haben.
Angelockt von der wunderschönen Anstrahlung des Kunsthauses, so passend zur Eröffnung der Ausstellung "KUNST MACHT BLAU" statteten wir dem Kunsthaus einen Besuch ab. Wir nahmen wie viele andere an der Vernissage teil.
Und wer hätte diese Ausstellung besser erläutert als die Meisterin der Farben, die selbst in Königsblau brillierte - die Leiterin des Kunsthauses - Frau Susanne Hinsching!
Ihre Laudatio fand viel Beifall. Herr Backhaus hat in seinem Artikel wunderbar beschrieben, was die Besucher erwartet.
Wir wünschen der Ausstellung viele neugierige Gäste, die angetan von dem sich bietenden Farbenspiel mit Blau einen schönen Kunsthausbesuch im Gedächtnis behalten.
Einen schönen Sonntag wünschen
Ingrid Cebulla und Marianne Lüdeke
Leider konnten wir an dieser schönen Veranstaltung nicht teilnehmen, da wir zu diesem Zeitpunkt nicht in Nordhausen waren. Ich finde es sehr traurig, dass es immer wieder Leute gibt die alles schlecht machen müssen. Findet eine Veranstaltung statt ist es falsch und findet nichts statt ist es auch nicht richtig. Leute habt ihr keine anderen Hobbys als meckern ?
@Echter-Nordhaeuser, natürlich ist alles nur herbeigeredet. So einen blöden Kommentar kannst auch nur du dir ausdenken. Und der wird auch noch veröffentlicht. So, und jetzt kann die nnz meinen Kommentar sperren.
... ist bekanntlich ein 'Nölbrötchen'.
Er hat an Allem was zu meckern, zu kritisieren und auszusetzen.
Und wenn der Liebe Gott Sterntaler regnen läßt .... wäre es ihm auch nicht Recht!
Sie wären ihm nicht rund genug!
Zur Ehrenrettung der Nordhäuser:
Meine Heimatstadt ist ursprünglich Erfurt.
Die Erfurter sind auch nicht besser!
Genau sone Meckerer, Spaßbremsen und Miesepeter.
Kopf hoch, liebe Nordhäuser! Auch wenn der Hals dreckig ist.
Immerhin, der Erfurter Nörgler ist auf Eurer Seite.
Und er hat Euch inzwischen richtig lieb gewonnen.
Ich bin weder Kunst noch Kulturbanause es ist auch schön das in Nordhausen wieder Veranstaltung stattfinden.
Aber wenn ich dann lese Energiemangel,so ungefähr macht die Beleuchtung aus wir müssen sparen oder was hier nicht ist Gebäude angestrahlt werden mit der Ukraine-Flagge so etwas gehört hier nicht her.
Dies hat nichts mit ignorant zu tun.
Ich kann nicht verstehen, dass alles zerpflückt werden muss und falsch wiedergegeben wird. Die Vernissage war sicher schön. Die sind immer schön.
Aber darum ging es ja auch gar nicht.
Strom ist wesentlich teurer geworden, auch Nordhausen bleibt davon nicht verschont. Von mir aus kann es doch überall Festbeleuchtung geben und das Geld dafür raus geballert werden. Ich muss es nicht bezahlen, sondern die Stadt.