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Mo, 22:26 Uhr
14.06.2021

Frühlingsblüher als Sommerboten - Für Balkon und Garten

Kaum ist der Schnee getaut, kaum werden die Böden wieder weich, strecken die ersten Blumen ihre Köpfe aus dem Erdreich. Garten- und Balkonbesitzer, die im Herbst vorgesorgt und Schneeglöckchen, Krokusse oder Tulpen gesetzt haben, haben jetzt ihre helle Freude. Ihre Blumen sorgen für ein farbenfrohes Frühlingsspektakel vor dem Haus. Um dauerhaft Freude an diesen früh blühenden Blumen zu haben gilt es einige Dinge zu beachten...

Frühlingsboten (Foto: photosforyou auf Pixabay ) Frühlingsboten (Foto: photosforyou auf Pixabay )
Was genau sind frühblühende Pflanzen?
Als Frühlingsblüher bezeichnet man die Blumenarten, die eine kürzere Vegetationsperiode haben, als andere Blumen. Sie gedeihen grundsätzlich auch im Schatten gut und reagieren somit als erste auf die wärmende Frühlingssonne. Charakteristisch ist die Farbtiefe, die viele dieser Blumenarten aufweisen. es handelt sich bei ihnen um Zwiebelblumen, die über mehrere Jahre hinweg verwendet werden können.

Im Herbst gepflanzt, im Frühling bunt aufgeblüht
Die Blumenzwiebeln frühblühender Pflanzen im Garten, sollten bereits im Herbst in das Erdreich ausgebracht werden. Über den Winter treiben Hyazinthen, Märzenbecher und Co ihre Wurzeln aus. Zu spät sollte man damit nicht beginnen, da die Pflanzen am besten gedeihen, wenn sie bereits vor dem ersten Frost ihre ersten Triebe ausgebildet haben. Achten Sie darauf, die Zwiebeln tief genug zu setzen. Als Faustregel für die Pflanztiefe gilt der doppelte Umfang der Blumenzwiebeln. Das genutzte Erdreich sollte locker sein. Wer einen schweren Boden im Garten hat, tut gut daran, diesen vor der Pflanzung mit ein wenig Sand aufzulockern. Die Spitze der Zwiebel zeigt beim Setzen immer nach oben. Die passenden Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen sind, je nach Blumensorte, unterschiedlich. In der Regel sind Hinweise hierzu auf der Verpackung oder im Fachhandel zu bekommen. Auch im Februar oder März können die Pflanzen noch gesetzt werden. Sie brauchen etwa drei frostfreie Wochen um auszutreiben. Allerdings empfiehlt es sich tatsächlich bereits im Herbst vorzusorgen, falls Sie die Zwiebeln direkt in den Garten ausbringen, da die Blütenstände dann schöner sind.

Blütenreich durch den Frühling
Die Blütezeit der frühblühenden Pflanzen ist kurz und dauert oft nur einige Tage an. Um ein wirkliches Blütenmeer zu erhalten, sollten Sie auf unterschiedliche Frühblüher setzen. Denn die Blüte setzt, je nach Sorte, ein wenig früher oder später ein. Sie können Ihren Garten also zeitversetzt aufblühen lassen. Variabler gestalten Sie Ihr Blütenmeer mit Topfpflanzen, die sich auch hervorragend für die Balkongestaltung verwenden können. Setzen Sie hierfür die Zwiebeln in eine Pflanzschale oder einen Blumentopf. Positionieren Sie Topf oder Schale tagsüber draußen in der Sonne, oder an einer geschützten Stelle. Nachts können die Pflanzen ins Haus gebracht werden. Je nachdem, ob Sie Ihren Balkon, oder Gartenbeete gestalten möchten, pflanzen Sie die Pflanzen einfach entsprechend um. Sobald der Austrieb zwei Zentimeter erreicht hat können Sie damit beginnen.

Die richtige Pflege über den Jahresverlauf
Wenn die Blüten abgeblüht sind, sollten die Pflanzen sehr knapp über dem Boden abgeschnitten werden. Danach verbleiben die Zwiebeln noch für mehrere Wochen im Erdreich, um dort Nährstoffe aufnehmen zu können. Nach ungefähr vier Wochen können die Zwiebeln vorsichtig ausgegraben werden. Prüfen Sie dabei genau, ob es beschädigte, vertrocknete oder schimmelige Zwiebeln gibt. Diese müssen unbedingt aussortiert werden. Alle Zwiebeln, die in Ordnung sind, können für die nächste Saison aufgehoben werden. Für die Lagerung sollten Sie einen luftigen und kühlen Ort finden. Legen Sie die Zwiebeln einzeln auf einer Zeitung aus. Auf keinen Fall sollten Sie einfach alle zusammen in einen Eimer oder eine Kiste geworfen werden. Zu dicht gelagert schimmeln die Zwiebeln meist. Im Herbst setzen Sie die Zwiebeln dann erneut ins Erdreich.

Werden Frühblüher gedüngt?
Frühblüher zu düngen, ist kein Muss. Grundsätzlich gelten Sie als sehr pflegeleicht und brauchen nur zwei Mal jährlich ein wenig Aufmerksamkeit. Wer es dabei belassen möchte, muss lediglich schlechte Zwiebeln nach der Blüte ersetzen. Wer seine Frühblüher stärken möchte, kann sie mit einem Universaldünger düngen, wenn der Austrieb zehn Zentimeter erreicht hat. Hornmehl eignet sich ebenfalls. Wie die jeweiligen Dünger ins Erdreich eingebracht werden, ist der Packungsbeschreibung zu entnehmen. Dünger kann von den Pflanzen so lange aufgenommen werden, bis sie verblüht sind.

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