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Do, 15:55 Uhr
26.11.2020
Himmlischer Schlaf

Kleinkinder und Babys ins Bett bringen

Es war ein herrlicher Abend, das Abendbrot mit den Kleinen hat geschmeckt, die Äuglein vielen schon fast beim Essen zu, die Zähne sind geputzt und jetzt heißt es ab ins Bettchen und schlafen. So weit, so gut. Wäre da nicht der plötzliche Sinneswandel der Kleinen ins Bett gehen zu wollen, sobald man auch nur ansatzweise in die Nähe des Bettchens kommt. Sie wehren sich und winden sich, schreien und mutieren zu kleinen Wutteufeln, denen man oftmals nicht gewachsen ist...


Eine Odyssee bis die Kinder dann irgendwie und irgendwann ins Bett fallen beginnt. Für die geplagten Eltern kann dies zu einem erschreckenden und gefürchteten Abendritual werden und vor allem als Never ending Story. Doch das muss nicht sein. Denn es gibt so einige, gute und hilfreiche Tipps und Tricks, wie man das Ritual am Abend zum Guten wenden kann. Und sogar auf diese Weise auch den Mittagsschlaf der Kleinen mit Leichtigkeit hinbekommt.

Kleinkinder brauchen viel Schlaf
Besonders Kinder im Alter von zwei Jahren im Durchschnitt 12 bis 13 Stunden Schlaf. Mit etwa vier deutlich weniger, im Durchschnitt elf bis zwölf Stunden. Aber grundsätzlich sind diese Richtwerte nur Empfehlungen und weichen selbstverständlich von Kind zu Kind immer wieder ab. Es gibt auch Kids in diesem Alter, die mit weniger Schlaf auskommen, oder im Umkehrschluss deutlich mehr Schlaf benötigen. Der obligatorische Mittagsschlaf beispielsweise, ist besonders bei Neugeborenen und Babys wichtig.

Denn er ist nicht nur für die Kleinen eine Möglichkeit sich ausruhen zu können, sondern auch für die Eltern und besonders die meist völlig übermüdeten Mütter in dieser sehr anstrengenden Zeit. Auch hier kann es vorkommen, dass wenn das Baby keinen Mittagsschlaf will, man zu bestimmten Vorgehensweisen greift.

Rituale vor dem Einschlafen, die man schon jetzt durchaus einführen kann. Besonders für Mütter die Stillen, ist dies von großer Wichtigkeit, damit sie ebenfalls zur Ruhe kommen können und sich dementsprechend im Vorfeld verhalten. Ruhe, Ausgeglichenheit und innere Balance der Mütter übertragen sich automatisch auf die Kleinen. Und die Nahrungsaufnahme vor dem Stillen sollte immer gut sortiert und überlegt sein. Etliche Nahrungsmittel können Blähungen und Baukrämpfe und Schmerzen verursachen, bei denen die Kleinen nicht in den Schlaf finden können.

Das Spielen und Toben herunterschrauben
Viele machen oft den Fehler, dass sie mit den Kindern noch kurz vor dem zu Bett gehen spielen und toben. Sicherlich ist es besonders für berufstätige Paare nicht einfach sich die Freizeit mit den Kids am Nachmittag und Abend so einzuteilen, dass sie noch früh genug die Reißleine ziehen können, bevor die Kinder völlig überdreht sind. Doch man muss sich dazu einfach zwingen, denn am Ende profitieren die Kinder wie auch die Eltern von diesem Ritual. Einfach schöne Spiele spielen, die beruhigen und besänftigen. Mit Lego oder andern Dingen zum Basteln und Bauen. Also eben nicht durch die Wohnung laufen und rennen, Verstecken spielen und Co, denn dann fahren die Kinder ihr Energielevel erst recht hoch und kommen nur sehr schwer und langsam wieder davon wieder herunter. Und erst recht nicht dann, wenn sie plötzlich ins Bett sollen, weil nun die Zeit dafür gekommen ist.

Der Klassiker: Die gute Nacht Geschichte
Nach wie vor ist das Vorlesen einer schönen Lieblingsgeschichte noch immer eines der am besten funktionierenden Methoden, die Kinder ins Bett zu bringen oder sie davon abzubringen, nicht schlafen zu wollen. Ohne Widerwillen und Getöse. Sondern oftmals freuen sich sich so sehr auf das obligatorische Vorlesen, dass sie es kaum abwarten können ins Bett zu kriechen und unter die Bettdecke zu schlüpfen. Wer sich diese herrliche Primetime nimmt, hat nicht nur ein sehr probates Mittel zum Einschlafen für die Kleinen gefunden. Sondern genießt im Gegenzug gleichermaßen die Zweisamkeit mit dem Kind und erholt sich währenddessen ebenso. Nicht selten schlafen Väter wie Mütter schon e einmal selbst neben ihren Kindern beim Vorlesen gemeinsam ein. Auch dies ist nichts Verwerfliches, sondern menschlich und schön.

Heiße Milch mit Honig?
Wenn die Kinder Milch generell mögen, kann man auch diese alt hergebrachte "Einschlafhilfe" nutzen. Denn heiße Milch mit Honig und ähnliche Drinks kennen sicherlich noch viele selbst aus Zeiten der Kindheit. Sie beruhigt irgendwie und die die Wärme der Mich, dazu der gesunde und süße Honiggeschmack. Aber auch ein warmer Tee für Kids mit Minze und Kümmel, Fenchel und Kamille kann beruhigend wirken. Allerdings kann dieser meist nur Säuglingen und Babys ins Fäschchen gegeben werden. Kleinkinder mögen den Geschmack meist ohne Süße weniger.

Fazit: Kinder benötigen Regeln und Rituale. Klare Linien und Selbstverständlichkeiten beim Durchsetzen und Einführen dessen. Desto einfacher und selbstverständlicher wir damit umgehen, umso stiller und schöner ist das Echo.
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