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Mo, 18:16 Uhr
13.07.2020
Fahnen der alten Reichsstadt Nordhausen

Ein Stück Geschichte kehrt zurück

Heute wurden im Beisein des Oberbürgermeisters Kai Buchmann, des Nordhäuser Ehrenbürgers Andreas Lesser und des Geschichts- und Altertumsvereins die beiden restaurierten historischen Reichsstadtfahnen von 1742 und 1763 an das Museum Flohburg übergeben...

Dies ist zugleich Startschuss für die erste Ausstellung in einem Zyklus „Reichsstadt ist...“ zu 800 Jahre Reichsstadt Nordhausen.

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„Mit den restaurierten Fahnen erhalten wir wichtige historische und museale Erinnerungsstücke unserer Stadtgeschichte zurück. Dafür danke ich im Namen unserer Stadt für das bürgerschaftliche Engagement, der sich in der Spendenaktion von Thüringer Allgemeinen und dem Geschichts- und Altertumsverein zum Ausdruck gebracht hat sowie natürlich der Lesser-Stiftung für die umfangreiche Unterstützung,“ so Oberbürgermeister Kai Buchmann.

Eine Tageszeitung hatte im Frühjahr 2018 den Spendenaufruf zum Erhalt und Restauration der historischen Fahnen begleitet und im gleichen Jahr konnte die Spendensumme von 5.340 Euro symbolisch seitens des Geschichtsvereins an die Stadt übergeben werden. „Mit diesem Geld wurden die größere Fahne restauriert. Die insgesamt 8.000 Euro dafür wurden durch städtischer Haushaltsmittel ergänzt. Die Finanzierung der Restaurierung der zweiten kleineren Stadtfahne wurde komplett durch die Lesser-Stiftung übernommen,“ ergänzt Susanne Hinsching, Leiterin der städtischen Museen Nordhausen. Seit Januar 2019 wurden die beiden historischen Reichsstadtfahnen von einer Dresdner Restauratorin überarbeitet.

Die Ausstellungsreihe „800 Jahre Reichsstadt“ erinnert an die Erhebung Nordhausens zu einer Stadt der deutschen Könige und Kaiser zwischen 1220 und 1223. Zum Auftakt der Reihe wird ab 12. Juli 2020 das Thema „Herrschaftszeichen und Recht“ beleuchtet.

Wie wurde königliche Herrschaft in der Reichsstadt Nordhausen ausgeübt und von den einfachen Menschen wahrgenommen? Welche Symbole, Gegenstände und Wahrzeichen waren in vormodernen Zeiten mit der Macht von Adligen und Königen, manchmal aber auch einfachen Bürgern über Land und Leute verknüpft? Und wie wirkten sich derartige Verknüpfungen auf den Alltag und die Rechtsprechung in der Stadt Nordhausen aus?

Kleine Fahne 1763: Andreas Lesser, Oberbürgermeister Kai Buchmann, Susanne Hinsching, Museumsleiterin (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Kleine Fahne 1763: Andreas Lesser, Oberbürgermeister Kai Buchmann, Susanne Hinsching, Museumsleiterin (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)

Eben solchen Fragen geht die Ausstellung nach. In der Präsentation spielen spannende historische Objekte (beispielsweise Waffen, Fahnen oder Rechtsbücher) ebenso eine Rolle, wie einige aus dem Alltag bekannte Bestandteile des Stadtbildes. Außerdem wird veranschaulicht, wie sich die Nordhäuser Bürgerschaft in ihrer reichsstädtischen Geschichte (1220 – 1803) organisierte. Dabei geht es unter anderem um die grundlegende Frage, inwieweit sich die Bürger der Reichsstadt Nordhausen trotz ihrer Bindung an die Autoritäten der Könige und Kaiser tatsächlich eigenständig verwalteten.
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Kommentare

13.07.2020, 20.50 Uhr
Paul | Geschichte...
Sowas finde ich sehr gut. Es soll und muß immer mal wieder an die sehr glorreiche Geschichte dieser Stadt erinnert werden. Auch wenn heute so einiges schief läuft sollte nie die eigene Geschichte und die eigenen Ürsprünge vergessen werden. Oder vielleicht grade deswegen. Schön !

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