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Di, 18:00 Uhr
07.04.2020
Landratsamt informierte zur aktuellen Lage

1,3 Millionen Schutzmasken für den Landkreis

Wie jeden Dienstag lud das Landratsamt auch heute wieder zur aktuellen Lagebesprechung rund um die Corona-Krise. Unter anderem kündigte Landrat Jendricke die Beschaffung von rund 1,3 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken an und verteidigte die jüngsten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus…

Handschuhe und Mundschutz werden essentielle Ausrüstung für den Alltag (Foto: KlausHausmann/pixabay.com) Handschuhe und Mundschutz werden essentielle Ausrüstung für den Alltag (Foto: KlausHausmann/pixabay.com)

Bild von Klaus Hausmann auf Pixabay

Die vierte Woche in Folge lud das Nordhäuser Landratsamt heute in den großen Plenarsaal um über die aktuelle Lage rund um die Ausbreitung des Corona-Virus im Landkreis zu informieren. Zunächst der Überblick:
  • die Zahl der bestätigen Infektionen ist auf 26 Personen gestiegen
  • 12 Personen gelten als Genesen, haben also während der Quarantäne keine weiteren Beschwerden und Symptome entwickelt
  • hinzu kommen vier französische Patienten, die in der Lungenfachklinik Neustadt behandelt werden
  • vier Personen aus dem Landkreis befinden sich in stationärer Behandlung, davon zwei in intensivmedizinischer Betreuung
  • bisher wurde kein durch den Corona-Virus bedingter Todesfall im Landkreis verzeichnet
  • die Zahl der durchgeführten Abstriche liegt aktuell bei 421, hinzukommen 71 Abstriche die vom Gesundheitsamt bisher durchgeführt wurden. Getestet wird nach den aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, die Entscheidung ob ein Test nötig ist liegt weiter bei den Hausärzten und dem Gesundheitsamt
  • 83 Personen befinden sich aktuell in „Absonderung“. Vergangene Woche waren es noch 129, das heißt 46 Personen konnten die Quarantäne seitdem verlassen
  • In den Kindergärten und -krippen des Kreises werden 197 Kinder notbetreut, insgesamt stehen 306 freie Plätze zur Verfügung, 20 Kinder befinden sich in schulischer Notbetreuung
  • die Versorgung der Stützpunktfeuerwehren mit Schutzmaterialien ist abgeschlossen

Landkreis will 1,3 Millionen Schutzmasken in Umlauf bringen
Bereits in der vergangenen Woche erhielt der Landkreis eine Lieferung von rund 30.000 Schutzmasken der Kategorie FFP2, die im direkten Kontakt mit Erkrankten vor allem also in der Arbeit der Rettungs- und Pflegekräfte zum Einsatz kommen. Das Fachpersonal sei damit gut ausgestattet, führte Jendricke aus, wer jetzt noch einen Mangel an hochwertigen Masken zu beklagen habe, der müsse davon ausgehen das beim Arbeitgeber etwas „schief läuft“.

digital
In den kommenden Wochen erwartet der Landkreis weitere Lieferungen, insgesamt habe man rund 1,3 Millionen einfache Schutzmasken bestellt, die bis Ende April in mehreren Tranchen in der Region ankommen sollen. Eine erste Lieferung von rund 100.000 Mund- und Nasenschutzmasken erwarte man noch diese Woche. Die Masken sollen in der Folge in den Vertrieb gebracht werden, zu den Details werde man in den nächsten Tagen genauer informieren, sagte der Landrat. Die Masken sollen jedermann angeboten werden können, werden pro Stück 70 Cent kosten aber auch in handelsüblichen Mengen angeboten werden, so Jendricke weiter. Bestimmten Bereichen, etwa Taxiunternehmen, sollen Boxen zur Verfügung gestellt werden.
Eine komplett kostenfreie Abgabe betrachte man als kontraproduktiv. Zum einen gebe es rechtliche Hintergründe, über die der Landkreis sich nicht hinwegsetzen könne, zum anderen befinde man sich noch nicht im Katastrophenfall, könne also auch nicht auf die entsprechenden Töpfe des Freistaates zugreifen. Zudem wolle man verhindern das die normalen Beschaffungswege und Handelsstrukturen wegbrechen. „Wir werden ein ausreichendes Maß an Masken in den Handel bringen um den Markt zu stabilisieren“, sagte Jendricke.
Da ist Sinn dabei
Der Landrat verteidigte auch noch einmal grundsätzlich die Entscheidung, die Pflicht zum tragen von Mund- und Nasenschutz in geschlossenen Räumen des öffentlichen Bereichs einzuführen. Die Maßnahme sei „eine sehr zumutbare Variante“ um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Schon einfachster Mund- und Nasenschutz würden helfen, dass im Landkreis inzwischen vielfach sogenannte „Community-Masken“ selber genährt, angeboten und verteilt werden, sei zu begrüßen. „Wir wollen die Zahlen weiter niedrig halten damit wir in der Lage sind möglichst alle Kontaktpersonen nachverfolgen zu können und so eine weitere Ausbreitung zu unterbinden. Das ist auch kein Alleingang des Landrates sondern wird inzwischen von breiter Seite empfohlen, die Amtsärztin hat in der Sitzung des Krisenstabes noch einmal bekräftigt das dieser Schritt fachlich geboten sei, um auf dem jetzigen Stand zu bleiben.“ Es möge jetzt schwierig sein, die Menschen von der Notwendigkeit zu überzeugen, er empfinde es aber als noch schwieriger den Leuten langfristig zu erklären, das man jetzt wirtschaftliche Strukturen „vor die Wand fahre“, wenn man sie nicht wieder öffne. Neben der Eindämmung der Infektionen und dem Schutz der Mitmenschen sei das vorrangige Ziel der Maßnahme, „die Dinge wieder in den Lauf zu bekommen“.
Eine medizinische Notlage gebe es in der Region nicht, allgemein zeigten sich gerade in den neuen Bundesländern deutlich niedrigere Infektionszahlen als in den „Hotspots“ der Republik. Nach Ostern sollte man sich auf Landes- und Bundesebene deswegen ernsthafte Gedanken zu einer „Exit-Strategie“ machen und über „behutsame“ Maßnahmen nachdenken, den Geschäftsbereich und den Einzelhandel in weniger stark betroffenen Regionen wie dem Landkreis Nordhausen wieder zu öffnen. „Es ist nicht zu erklären warum der Baumarkt geöffnet hat, der kleine Laden mit wenig Publikumsverkehr aber geschlossen bleiben muss“, sagte Jendricke, auf Dauer sei das nicht schlüssig, man müsse deswegen darüber nachdenken auf Grundlage der Daten wieder mehr zuzulassen. Er werde sich „mit aller Kraft“ in die Diskussion mit dem Land einbringen, damit kleine Einzelhändler wieder aufmachen können. Stichtag ist zur Zeit der 16. April, dann stehen weitere Beratungen zwischen Bund und Ländern zum weiteren vorgehen in der Corona-Krise an.

Patienten aus Frankreich
Landrat Jendricke verteidigte auch noch einmal die Entscheidung, Patienten aus Frankreich in der Neustädter Lungenklinik unterzubringen. Die Region verfüge dank des Südharz-Klinikums und der Fachklinik über ausreichende Kapazitäten, ein Engpass sei in der jetzigen Situation nicht zu befürchten. „Zugegebener Maßen ging das alles recht schnell, der Hubschrauber war schon unterwegs als die Bestätigung von Landesseite kam. Wir möchten noch einmal ausdrücklich dem Fliegerclub dafür danken das die Kommunikation sichergestellt werden konnte.“ Weitere Flüge seien aktuell nicht angedacht, man müsse sich jedoch darauf vorbereiten das Patienten aus stärker betroffenen Regionen Deutschlands auch nach Nordhausen verlegt werden. Freie Beatmungsgeräte und Betten würden inzwischen über ein bundesweites System koordiniert, es werde aber dafür Sorge getragen, dass für die jeweiligen Regionen freie Kapazitäten blieben.

Das landkreiseigene Gebäude in Rothesütte, das in der Vergangenheit zur Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen genutzt wurde, soll aus Behelfsobjekt für Quarantänemaßnahmen eingerichtet werden. Ähnliche Schritte war man zuletzt im Unstrut-Hainich-Kreis gegangen. Man müsse sich jetzt mit vielen verschiedenen Szenarien beschäftigen, erklärte der Landrat, darunter auch der Ausbruch in einem Pflege- oder Altenheim. „Wir wollen auf keinen Fall Szenen wie in Italien oder Spanien erleben und wir werden alles dafür tun, dass es nicht soweit kommt“

Einkaufswagen, Schulen und Ostern
Das Landratsamt bittet deswegen eindringlich darum auch über die Osterfeiertage davon abzusehen Angehörige in Pflege- oder Altenheimen persönlich zu besuchen. Über die Feiertage werde der Streifendienst des Landkreises verstärkt auf Streife sein, kündigte die zweite Beigeordnete Hannelore Haase an. Bis dato habe es keine ernsthaften Vorfälle gegeben, man habe aber diverse „Hotspots“ im Landkreis identifiziert, die zusätzlich bestreift werden sollen, darunter die Kiesteiche, der Ilfelder Bahnhof und die Wipperdorfer Windräder.

Der Stichtag 16. April gilt auch für das weitere Vorgehen im Bildungsbereich. Ob und wie der Schulbetrieb nach Ostern wieder aufgenommen werden kann sei aber noch unklar, von Seiten des Freistaates gebe es dazu noch keine Aussagen. Denkbar sei dass zunächst Abschlussklassen wieder zum Unterricht zugelassen werden, bisher sei das aber nur eine Vermutung, sagte der erste Beigeordnete, Stefan Nüßle.
Landrat Jendricke stellte abschließend noch einmal einige Details zur Allgemeinverfügung aus der vergangenen Woche klar.
  • Öffentliche Toiletten, etwa bei Tankstellen, sind von den Betreibern offen zu halten und kostenfrei zugänglich zu machen, schon allein aus Gründen der Handhygiene
  • Die Einkaufswagenpflicht besteht für Erwachsene. Kinder bis 12 Jahre, Menschen mit Behinderung und ältere Personen die auf Gehhilfen wie Rollatoren angewiesen sind, brauchen keinen Wagen mit sich zu führen. Die Maßnahmen sollen möglichst nah mit der Lebenspraxis der Menschen einhergehen, sollten Gewerbetreibende hier Fragen haben, können sie sich bei der Ordnungsbehörde des Landratsamtes melden
  • Geschäfte sollten unbedingt auf die Einhaltung der Hygienevorschriften achten. Ab kommender Woche ist der Einsatz von Mund-Nasenschutz Pflicht, die Einhaltung sollte schon am Eingang kontrolliert werden. Die Geschäfte, die jetzt noch geöffnet haben, profitierten von der Schließung anderer Einrichtungen, ein Mehraufwand etwa durch Personal das Einkaufswagen und Oberflächen desinfiziert, sei da vertretbar, meinte Jendricke
  • Ansammlungen sollten auch im privaten Bereich außerhalb der Familie vermieden werden
  • Osterfeuer sind ausnahmslos untersagt

Angelo Glashagel
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Kommentare

07.04.2020, 18.44 Uhr
Schlaubert | Öffentliche Toiletten ???
"Öffentliche Toiletten, etwa bei Tankstellen, sind von den Betreibern offen zu halten und kostenfrei zugänglich zu machen, schon allein aus Gründen der Handhygiene"

So so, Toiletten in Tankstellen sind also öffentliche Toiletten und sollen kostenfrei zugänglich gemacht werden ?? Hier wird schon wieder in das Hausrecht der Pächter/Eigentümer eingegriffen !!! Dreck wegräumen , säubern, Seife und Toilettenpapier darf der Betreiber dann auch noch schön bereitstellen. Kostet ja auch alles nichts . Irgendwann reicht es !!!

9   |  4     Login für Vote
07.04.2020, 19.13 Uhr
Wolfi65 | Oh, Schutzmasken für jedermann
Selbstverständlich für eine Schutzgebühr von 0,70 Euro.
Ja geschenkt wird hier Niemanden etwas.
Gesundheit kostet schließlich Geld.
Ja aber bei vielen, welche sich wohl noch nicht einmal mehr an der Suppenküche anstellen dürfen, ist Geld ziemlich knapp.
Zehn Masken sind wohl dann 7 Euro.
Aber die Sozialfälle des Landkreises können sich die Dinger mehrfach wieder auskochen(desinfizieren) oder auch selber zusammennähen.
Wenn das nicht klappt, dann vielleicht doch einen Nähkurs beim Jobcenter beantragen.
Aber das ist ja auch nicht möglich, da unerlaubte Zusammenrottungen unter Strafe gestellt wurden.
Der Aufenthalt in anderen Bundesländern ist nicht mehr gestattet und oder erwünscht.
Das Osterfest bzw. alle öffentlichen Veranstaltungen sind untersagt.
Schulen und Kindergärten geschlossen.
Altenheime sind praktisch isoliert.
Vom Aufenthalt im Freien wird abgeraten.
Ab nächster Woche geht es ohne Schutzmasken nicht mehr in die Supermärkte und der Landrat spricht hier davon, das kein Katastrophenfall vorliegt, um die Schutzmasken kostenlos an die Bevölkerung auszugeben.
Was soll denn hier noch alles passieren, damit der Katastrophenfall vorliegt, Herr Landrat?

@Schlaubert, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
Hier findet eine schleichende Enteignung von privaten Gütern statt.
Alles jetzt möglich im Rechtsstaat BRD!

8   |  7     Login für Vote
07.04.2020, 19.29 Uhr
Audio | Endlich ist der Groschen gerutscht !
Dem Herumeiern sind endlich logische Schlüsse gefolgt ! Ein Hoch dem Landrat und seinem Gefolge.
Hoffendlich wird der richtige Modus für die Verteilung der Masken und Schutzinstrumentarien gefunden, so dass hamstern und betrügen nicht möglich ist. Dass der Mundschutz vom Bürger bezahlt werden muss, finde ich vollkommen in Ordnung. Es könnte sogar etwas mehr sein, damit wieder Geld in die Kassen des Landes kommt. Die Tankstellentoiletten können ruhig von den Pächtern als Beitrag der Solidarität gewartet werden, denn sie arbeiten und verdienen ja noch. Und nun noch zwei weitere Vorschläge von mir, über die sich der Landkreis mal Gedanken machen sollte:
1. Wenn nachweisbar jeder Bürger einen Mundschutz besitzt, sollte die Tragepflicht sofort nach Verlassen der Wohnung verordnet werden.
2. Kleine und mittelständige Betriebe sollten so bald als möglich wieder öffnen dürfen, damit die Wirtschaft langsam wieder auf die Beine kommt.
Das wäre m.E. der logische Schluss aus dem oben gesagten !

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07.04.2020, 19.43 Uhr
tannhäuser | Tankstellen!
Sehe ich auch so wie Wolfi und Schlaubert.

Wer nicht tankt oder wenigstens einen Kaffee bestellt oder Kippen kauft, sollte kein Recht haben, den Schlüssel fürs Klo zu forden.

Wolfi, ich bin dein Fan ;)

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07.04.2020, 19.45 Uhr
harz59 | Bin ja mal gespannt
....wer die Masken bekommt.

Einkaufsmärkte betreiben Hygiene unterirdisch.

EDEKA Nord: alle können rein, aber dafür Händedesinfektion
ALDI Nord : Handschuhe, teilweise Händedesinfektion
NETTO Harztor: keine Händedesinfektion, keine Handschuhe
HERKULES Harztor: Einlasd je nach Laune mal nur begrenzt oder doch alle, keine Händedesinfektion

Wagen desinfiziert bei genannten Märkten: 0

Marktkauf haben einige erzählt funktioniert alles sehr gut!

Da ist noch genug Luft nach oben bei anderenMärkten!!!

Soll nicht nur gemeckert sein, die Mitarbeiter leisten tolle Arbeit, aber das allein reicht nicht.

Bleibt gesund!

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07.04.2020, 19.49 Uhr
GerKobold | der Preis ist OK!
Moin,
ich finde für die Gesundheit sind die 0,70 Euro für eine Maske Ok,denn man benötigt privat sicher nicht mehr als 3-4 Masken am Tag...und wenn man das mit z.B. dem Preis für Zigaretten vergleicht...ist ja auch was und zwar gegen die Gesundheit aber da kostet die Schachtel etwa 7,00 Euro für starke Raucher am Tag... ist das dann echt Günstig,denn man könnte ja wenn es sie gibt ,jeden Tag 10 Masken verbraten ;-)
und die Lunge bleibt sauberer wie bei einer Schachtel Zigaretten!

Es soll ja noch Raucher geben?

Bleibt Gesund
Gruß
Gerry

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07.04.2020, 19.52 Uhr
Bifiwurst | Mundschutz
Wäre ja nicht schlecht wenn man mal erfahren könnte wann und wo es die Masken zu kaufen gibt. Ich kann leider nicht nähen Herr Landrat.

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07.04.2020, 20.53 Uhr
Flitzpiepe | Ich habe am Montag
genau solche einfachen Masken ohne Schlange in der Apotheke kaufen können.
Eine pro Familienangehörigen. Je 2 €.
Und das war nicht Zufall sondern am Freitag schon so angekündigt.

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07.04.2020, 21.04 Uhr
N. Baxter | meiner Meinung nach
völlig überzogen. Bald folgt noch die komplette Überwachung... Ziel erreicht

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07.04.2020, 21.08 Uhr
Fischkopp66 | Geld für Schutz
Und wenn der Katastrophenfall mal eintreten sollte, welcher auch immer, wird am Bunker Eintritt verlangt.
Wenn schon was befohlen wird zum "Schutz" dann sollte dieses auch kostenlos sein. Punkt

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07.04.2020, 22.22 Uhr
Gehard Gösebrecht | Eine Schutzgebühr für den Einsatz
Es kommt noch soweit, dass die Bundeswehrsoldaten eine Schutzgebühr für die verschossene Munition bezahlen müssen.
Man befindet sich ja bei einer Friedensmission und nicht im Katastrophenfall.
Die Katastrophe beginnt im Kreis Nordhausen erst, wenn der erste Atompilz über dem Horizont zu sehen ist.
Dann gibt es auch kostenlosen Mundschutz und Sonnencreme gegen die Strahlumg.

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08.04.2020, 00.27 Uhr
Maik2702 | Kostenlos...
Über eine kostenlose Verteilung wie zum Beispiel in Pflegeheimen und anderen medizinischen Einrichtungen in Nordhausen wo gerade am körperlichen Limit gearbeitet wird, wäre man gerade dankbar. Danach eine weitere kostenlose Umverteilung an die Bürger wäre mehr als angebracht. Klappt doch in anderen Ländern auch. Wo kommt den schließlich das Geld her? Doch wohl von uns Steuerzahlern. Wer muss denn gerade los auf Arbeit ? Das sind bestimmt wie nun mal alle langsam wissen sollten nicht die am besten bezahlten Bürger. Da gibt es seit Wochen kein Home Office sondern Arbeiten unter Schutzkleidung am Limit. Kann sich jeder mal schlaumachen wie lange man so eine einfach Maske tragen soll oder kann gern mal probieren mit einer selbst genähten Maske körperlich schwer einen Tag zu arbeiten. Und bitte jetzt keine Neiddiskussion weil Pflegekräfte 1500 Euro Bonus erhalten sollen.Leider wird es auch einen Teil geben vom Pflegepersonal die da leer ausgehen werden . Wir haben echt eine Klasse Gesellschaft ... die hier alles am Laufen halten sollen auch noch in Ihre eigene Tasche greifen, um sich ...aber vor allem andere zu schützen. Von Rentnern und den deutlichen Preissteigerungen im Supermarkt will ich jetzt lieber nicht auch noch anfangen.

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08.04.2020, 06.47 Uhr
shershen834 | Schutz für Jeden?
Erst wird sich aufgeregt,das es keine Masken gibt.
Dann wieder ,wenn es welche für faire Preise gibt.
Vorher kauften viele , aber zu völlig überteuerten Preisen im Internet und fanden das ok. Irgendwie paradox.
Denken wir mal an die vielen Obdachlosen unseres angeblich so reichen Landes , woher oder wie bekommen diese Menschen eine Maske?
Leute bleibt auf dem Teppich und regt Euch nicht immer gleich so auf. Denkt mal an die wirklich Armen! Auch das sind Menschen !

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08.04.2020, 07.38 Uhr
Leser X | Wie ich unsere Leute kenne...
... wird es bei der Verteilung bzw. Besorgung dieser Dinger wieder Stress geben. Die einen ergaunern sich mehr als sie brauchen (siehe des Deutschen wertvollstes Artikel Klopapier). Und wer nach einem Arbeitstag (gibt es ja auch noch) welche erstehen will, der hat schlechte Karten.

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08.04.2020, 08.13 Uhr
Bekanntschaften | Atemschutz-Masken
Mit einer FFP2-oder 3-Maske kann man nicht lange herumlaufen, geschweige denn, den ganzen Tag beruflich tätig sein, man bekommt darunter kaum Atemluft und schwitzt.
Sollte die Pflicht kommen, generell im öffentlichen Raum einen Mundschutz zu tragen, wäre die einzige Alternative, eine OP-Maske oder eine selbstgenähte Stoffmaske, die, m.M.n., keinerlei Schutz vor dem Virus bieten, zu tragen.
Die vom Landrat erworbenen Mund-Nasen-Schutzmasken sollten, m.E., als Postwurfsendung kostenlos und in ausreichender Anzahl pro Person an jeden Haushalt verteilt werden, denn der Landrat ordnete die Pflicht des Tragens in bestimmten geschlossenen öffentlichen Bereichen an.

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08.04.2020, 08.16 Uhr
dicker | Teurer blinder Aktionismus.
Die Geschichte mit der Mundschutzpflicht ist meines Erachtens blinder Aktionismus.
Freiwilligkeit ist eine bessere Alternative.
Sechs Personen im Kreisausschuss geben sage und schreibe 3.000.000 € frei - unglaublich...
Der Kelch wird in unserer Region wohl glücklicherweise am uns vorbei gehen. Nicht wegen der Mundschutzpflicht sondern weil sich die Menschen an die bisherigengaben mehrheitlich gehalten haben. Das spricht für die Menschen und gegen weitere Sanktionen.
Diese Vorgehensweise unsäglich unnötig.
Blinder Aktionismus at it's best und richtig teuer dazu. Das Geld hätte der LK zum Anschub der Wirtschaft besser einsetzen können.

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08.04.2020, 09.50 Uhr
Wolfi65 | Eine Schutzmaske plus das Helicoptergeld
Dann bitte eine Schutzmaske plus das versprochene Helicoptergeld in den Briefkasten.
Und bitte keine wertlosen Anleihen des Bundes, sondern Cash.

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08.04.2020, 15.56 Uhr
Kritiker2010 | Vorsicht: Fake News!
Während sich hier die Schutzmasken-Fetischisten nach Zuteilung Ihrer persönlichen Maske aus den gesegneten Händen des geliebten Landrats sehnen, habe ich mal wieder gerechnet. Denn Mathematik liegt den meisten Menschen ja nicht so, insbesondere Politikern.

Durchschnittliches Todesalter in Deutschland:
- mit Corona: 80 Jahre
- ohne Corona: 80 Jahre

Anzahl Toter in Deutschland:
- Jahresdurchschnitt 2019: ~ 2616 pro Tag
- durch Grippe in der Saison 2017/18: ~ 239 pro Tag
- durch Corona dieser Saison: ~ 34 pro Tag (Tendenz noch steigend)

Das ist ja wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen!
Ja, genau - und dabei kann auch der Laie den Unterschied erkennen.

Aber macht ruhig weiter so ... ich genieße derweil die Sonne und wundere mich über die Kapos vom Landratsamt.

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11.04.2020, 17.04 Uhr
Nachgefragt | Wann und wo werden sie angeboten?
Meine Frau und ich haben imm Kreis NDH seit Corona noch keine Masken zu kaufen bekommen und würden auch gern welche nehmen. Wenn sie schon Mangelware sind, warum werden sie nicht personenbezogenen ausgegeben. Bei 1,3 Mio. Masken und rund 85000 Einwohner im LK kommen auf jeden 15 ! Masken. Wir gehen 1 mal pro Woche einkaufen,brauchen also je Woche eine, reichten also für 15 Wochen !! (also mehr als 1/4 Jahr. Inzwischen wäre sicher für Nachschub gesorgt. Wann können wir also wo unsere Masken und zu welchem Preis erhalten? Dabei sollte jedem bewusst sein, dass bei einem Preis von 8 Cent je Maske vor Corona jetzt 70 Cent pro Maske als Wucher und als sittenwidrig zu betrachten ist. Und sollte dies auch noch vom LRA initiiert und für gut geheissen sein, dann zeigt sich, daß man dort wohl doch nicht an unserem Wohl sondern an Gewinn interessiert ist. Wann besinnt man sich bitte einer hilfreichen und dem Coronaschutz dienenden Lösung!?

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11.04.2020, 17.28 Uhr
Nachgefragt | Kritiker 2010 - Anzahl der Toten pro Tag
Ich bitte um Aufklärung:
Jahresdurchschnitt 2019: ~ 2616 pro Tag
- durch Grippe in der Saison 2017/18: ~ 239 pro Tag
- durch Corona dieser Saison: ~ 34 pro Tag (Tendenz noch steigend

Hier sind bei Grippe und Corona sicher die zusätzlichen Toten benannt. Wäre bei Statistiken besser, wenn man das klar benennt. UND dann kommt noch die Frage: Mit Grippe / Corona oder DURCH Grippe / Corona.
Ich meine erst dann wird bei Statistiken aus der "höchsten Form der Lüge" erst eine Wahrheit. Also was ist jetzt wie gemeint. Vielleicht klärt sich damit auch die Frage: Fake oder Wahrheit UND mancher erkennt dann wahre Zusammenhänge, gewinnt ein besseres Verständnis und es klärt sich auch, warum gehen die Schweden einen anderen Weg?; ist der besser?; wütet bei uns Aktionismus aus Unwissenheit? ist es Angst der Politiker nach dem jahrelangen Einsparungen im Gesundheitswesen und damit Angst vor dessen Zusammenbruch in einer Epidemie? ODER wie erklärt man uns, wenn zum Schluss der schwedische Weg vielleicht doch der richtigere war, den Zusammenbruch unserer Wirtschaft, tausende unnütze Insolvenzen, Millionen sinnlose zusätzliche Arbeitslose, den Verlust vieler Bürgerrechte und die extreme Verschlechterung unseres Zusammenlebens allein aus "Aktionismus wegen Unkenntnis" ??

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11.04.2020, 18.28 Uhr
Trüffelschokolade | Zahlen der Grippe
Ich nehme an, dass es kein Zufall ist, dass der "Kritiker" gerade die Zahl der Grippe-Toten von 2017/2018 nutzt. Die war nämlich die tödlichste Grippewelle seit Jahrzehnten. Und ist als Vergleichswert extrem unlauter.
Zumal, wenn man Vergleichbarkeit herstellen will, man eher die Zahl der laborbestätigten Todesfälle nehmen sollte. Da käme man bei Grippe für die tödliche Saison nur auf ca. 1.650. Was weniger wären als jetzt schon durch Corona, die als Pandemie de facto bisher noch nicht mal auf dem Höhepunkt ist. Zugleich ist zu vermuten, dass die Zahl der Corona-Toten in Deutschland eher unterschätzt wird, wie das auch in anderen Ländern der Fall ist.

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11.04.2020, 22.31 Uhr
Kritiker2010 | @Nachgefragt: Antworten
Alle Fragen kann ich in einem Kommentar nicht beantworten, auch weil ich mangels Daten und Wissen teils selbst NOCH keine Meinung dazu habe. Gern versuche ich aber die Quellen für meine Zahlen offen zu legen. Direkte Links sind nicht möglich (siehe AGB).

Meine Recherchen stützten sich lediglich auf öffentlich zugängliche Quellen, deren Daten ich verglichen und entsprechend ins Verhältnis gesetzt habe (Gesamtbevölkerung, Saisondauer, ...).

- Sterbealter in DE - bei Statista zu finden. (Corona-Tote sind mit 82 Jahren inzwischen älter als Durchschnitts-Tote!)

- Gesamtzahl Tote pro Jahr in DE - ebenfalls bei Statista und Anderen zu finden

- Grippe-Tote und Dauer der Saison 2017/2018 - versteckt beim RKI und hübsch aufbereitet beim "Grippe Monitor" der Berliner Morgenpost

- Aktuelle Corona-Fälle und -Tote - Dashboard der Johns Hopkins Universität

Natürlich kann man die Zahlen der Grippe-Epidemie 2017/18 und der aktuellen Corona-Welle noch nicht gleichsetzen, da die zitierte Grippe-Saison längst beendet und nachbereitet ist, Corona hingegen vielleicht erst auf Touren kommt und medial sehr viel intensiver verfolgt (aber nicht statistisch sauberer gemessen) wird.

Man kann diese Zahlen hin- und her-interpretieren, hier und da methodische Fehler unterstellen, etc. Unterm Strich stehen aber erst einmal Zahlen ... und die liefern zumindest Stand heute keine Grundlage dafür, die ganze Welt in eine ungewisse Zukunft zu schicken.

Noch eine Zahl - 45 Jahre bis zur Immunisierung:
Mit der aktuellen Strategie soll die Zahl der schwer Erkrankten unter der Zahl der "Beatmungsplätze" gehalten werden - soweit nachvollziehbar und politisch opportun.
Damit würden wir bei aktuell rund 5.000 Neu-Infizierten pro Tag (ceteris paribus - gleiche Bevölkerungszahl, keine Geburten und Tode, keine Migration) 44,9 Jahre bis zur Immunisierung aller hier Lebenden (ca. 82.000.000 Menschen) benötigen.

Sollte, wie von Fachleuten erhofft, in 18 bis 24 Monaten ein Impfstoff verfügbar sein, werden wir sehen, nach welchen Kriterien dessen Verteilung, nach 24 Monaten im wirtschaftlichen Blindflug, erfolgt.

P.S. Das bekannte Boulevardblatt enthält heute Meldungen, die mein dystopisches Szenario illustrieren.

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12.04.2020, 11.59 Uhr
Nachgefragt | Schlaubert/öffentliche Toiletten
Hallo, bitte richtig lesen, sonst wird es Polemik!!
In der Allgemeinverfügung des LK NDH vom 31.03.20 Artikel V steht genau was und wie es gemeint ist! Damit werden auch Toiletten in Tankstellen eben nicht öffentliche Toilette, sondern "sind während der Öffnungszeiten weiterhin kostenlos zu Verfügung zu stellen". Dies dient allen Kunden der Tankstelle und in dringenden Fällen auch einem geringen Teil der Öffentlichkeit.- eben in dringenden Fällen!
Und ich finde das gut so!!! Und wünsche jedem der anders denkt und polemisieren will mein eigenes Erlebnis mit einem dringenden kleinen Bedürfnis in einer einschlägigen Tankstelle in NDH. Dort erhielt ich die Antwort "nach Anweisung des Chefs sind unsere Toiletten gesperrt, die Kunden sollen die im Marktkauf benutzen, die sind offen" Danke dafür, hoffentlich denkt man im Marktkauf auch so....

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12.04.2020, 12.11 Uhr
Nachgefragt | Kritiker 2010 - Anzahl der Toten - Antworten
Dabei wären die Antworten aus meiner Sicht einfach. Ich bitte nur um Klarstellung: Tote "mit" oder "durch" Grippe oder Virus.
Und dann akzeptiere ich, dass auf die Frage, wie man uns bei "Erfolg des Schwedischen Modells dies erklärt", es heute noch keine Antwort gibt.
Verweise auf unterschiedliche andere Quellen führen leider wieder zu neuen Unklarheiten, aber trotzdem Dank für die Bemühungen.
Und ein schönes infektionsfreies Osterfest

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12.04.2020, 13.33 Uhr
Kritiker2010 | @Nachgefragt: Tod durch oder mit Corona?
Soll kein Chat werden, aber ist vielleicht von allgemeinem Interesse...

Aktuell liefert keine Quelle alle benötigten Daten - und selbst wenn, würde ich diese mit anderen Quellen quer prüfen.

Ich kann auch nicht sagen, wie die Grippe-Toten tatsächlich im Einzelfall bewertet wurden (ob nun Tod MIT oder DURCH Influenza). Der Übergang ist vermutlich fließend, die statistische Bewertungspraxis aber etwas sicherer, da seit vielen Jahren angewendet.

Im Fall von Corona dürfen wir, aufgrund zahlreicher Berichte, davon ausgehen, dass Toten MIT Corona mehrheitlich als Tote DURCH Corona gwertet werden.
Ich möchte bezweifeln, dass z. B. in Italien aktuell alle Toten eingehend pathologisch untersucht werden. Vielmehr dürfte ein einfacher Abstrich als Grundlage dienen.
Hierzu möchte ich auch auf die Kritik der Gesundheitsbehörde der Stadt Hamburg an der aktuellen Zählweise verweisen (vgl. z.B. Artikel im Merkur vom 10.04.2020).

Auch merkwürdig: Epidemiologe Gérard Krause vertritt nach der "Heinsberg Studie" die kritische Ansicht, man dürfe pro Haushalt nur eine Person als infiziert werten. Das halte ich für hanebüchenen Unsinn, da bei der angenommenen Infektiosität des Virus, mit hoher Wahrscheinlichkeit alle Personen in einem Haushalt infiziert und danach im Besten Fall immunisiert sein dürften.

Ob man in Schweden andere Hygienegewohnheiten pflegt oder die Zahlen anders liest, kann ich nicht beurteilen. Dass aber der Schwedisch Weg möglich ist, beweisen die Schweden selbst - zumindest noch.
Wir werden sehen, wie sich die Situation dort entwickelt.

So, nun muss ich aber auch mal in die Sonne - schön durchatmen und zwar ohne Corona-Verkleidung!

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12.04.2020, 13.53 Uhr
N. Baxter | guter Talk bei Lanz am 09.04.
äußerst interessant was Prof. Püschel, renommierter Patologe zum Hype zu sagen hat...

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