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Fr, 17:10 Uhr
21.02.2020
Service-Tipp

CBD in Deutschland

Mit dem ab 2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften hat der Gesetzgeber in Deutschland die Möglichkeit zur Verschreibung von Cannabisarzneimitteln erweitert. Dazu wurde eine sogenannte Cannabisagentur von der Regierung eingerichtet, welche den Anbau von Cannabis in Deutschland überwacht…

Bild von viciousartstudios auf Pixabay

Hierbei handelt es sich ausschließlich um den Anbau von Pflanzen, welche für medizinische Zwecke weiterverarbeitet werden. Während also der allgemeine Anbau von Cannabis in Deutschland weiterhin verboten bleibt, ist der gesteuerte und überwachte Anbau durch die Cannabisagentur und der Verkauf daraus gewonnener Produkte über die Apotheken erlaubt.

Cannabis für medizinische Zwecke
Der Unterschied zwischen Cannabis für medizinischen Zwecke und Cannabis für die Herstellung von CBD Produkten besteht ganz einfach gesagt im Gehalt von THC. Produkte welche weniger als 0,2 Prozent THC enthalten, wie CBD Öle oder andere CBD Produkte, sind keine psychoaktiven Substanzen und daher ist der Kauf, Besitz und Konsum dieser Produkte in der gesamten EU legal. Sie sind nicht als Arzneimittel angesehen. Dennoch wurde festgestellt, dass CBD ähnlich gute Erfolge bei der Schmerzbekämpfung aufweisen kann wie THC, allerdings ohne Rauschwirkung. So ist es eher ein Glück, dass CBD nicht als medizinisches Produkt gilt, sondern als Nahrungsergänzungsmittel, wodurch es in Deutschland für jedermann frei erhältlich ist.

CBD in der Schmerztherapie
CBD – Cannabidiol, ein spät entdecktes Cannabinoid aus der Hanfpflanze, ist eine interessante therapeutische Option bei vielerlei Beschwerden. Die bekanntesten Cannabinoide sind CBD und THC.
In der Schmerztherapie werden Cannabinoide eingesetzt bei:
• chronischen Schmerzen
• Tumorschmerzen
• Neuropathische Schmerzen
• Spastische Schmerzen bei Multipler Sklerose.

CBD hat unterschiedliche Wirkungen, die über die Interaktion mit den sogenannten Cannabinoid-Rezeptoren, die sich an verschiedenen Stellen in unserem Körper befinden, stattfinden. Es bindet sich an diese Rezeptoren und kann so entzündungshemmend und schmerzstillend wirken. Zudem beeinflusst CBD das System zur Hormonsteuerung, was seine entspannende Wirkung erklären könnte.

Es gibt eine Vielzahl CBD-haltiger Produkte. Unterschieden werden sie anhand ihrer Form, des verwendeten Lösungsmittels wie Wasser oder Öl und natürlich aufgrund des CBD-Anteils. Denn dieser reicht von geringen Mengen in stark verdünnten Lösungen bis hin zu hoch konzentrierten Extrakten in kristalliner Form (keine echten Kristalle, sondern feine Partikel, deren Struktur Ähnlichkeit mit Puderzucker hat). Immer mehr Menschen möchten die Vorteile des CBD nutzen und suchen nach Möglichkeiten zur Einnahme. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten Formen von Produkten in Verbindung mit CBD, was die Frage aufwirft, ob CBD auch verdampft werden kann.

CBD verdampfen
Natürlich hat sich die CBD Branche auch in diese Richtung etwas einfallen lassen. Daher gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für das Verdampfen von CBD. Und zwar entweder als CBD Liquid für E-Zigaretten, einem Vaporizer oder in Form von CBD Blüten und Kristallen ebenfalls mit einem Vaporizer.

Vorteile des Verdampfens von CBD
Durch das Inhalieren wird eine große Menge der Inhaltsstoffe über die Lunge aufgenommen. Das garantiert, dass diese schneller in den Blutkreislauf gelangen und somit eine Wirkung eher einsetzen kann. Außerdem wurde festgestellt, dass beim Verdampfen mindestens ein Drittel der Inhaltsstoffe tatsächlich im Körper landen, wohingegen es bei oralen Einnahmen nur ein Neuntel der Inhaltsstoffe dorthin schaffen. Beim Verdampfen entstehen außerdem im Gegensatz zum Rauchen keine toxischen Verbindungen. Da CBD Liquids, Kristalle und Blüten kein Nikotin enthalten, kann das Verdampfen zum Abgewöhnen des eigentlichen Rauchens dienen und den Nikotinentzug vereinfachen.

Was zu beachten wäre
Beim Kauf eines CBD Liquid sollte man sich bewusst sein, dass es dort große Unterschiede gibt. So wird bei der Herstellung von CBD Liquid Cannabidiol verwendet, was zum einen aus den Cannabispflanzen stammt, zum anderen aber auch synthetisch hergestellt wird. Das natürliche CBD wird aus Cannabispflanzen extrahiert. Das synthetische CBD dagegen stammt aus einem Labor.
CBD Liquid, Öle oder Kristalle sollten nur bei vertrauenswürdigen Händlern gekauft werden. Dabei sind die, welche nach europäischen Standards produzieren und deshalb sowohl bei den Produkten als auch bei den Inhaltsstoffen entsprechenden Kontrollen unterliegen, zu bevorzugen.
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