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Do, 17:45 Uhr
12.12.2019
Krebs in Thüringen:

Schwarzer Hautkrebs kommt auffallend häufig vor

Aktuelle Zahlen zeigen: In Thüringen kommt schwarzer Hautkrebs so häufig vor wie in kaum einem anderen Bundesland. Für die Betroffenen ist die Erkrankung lebensbedrohlich...


Bild von Barbora Hnyková auf Pixabay

Über 63.000 Menschen waren 2017 im mitteldeutschen Bundesland an schwarzem Hautkrebs erkrankt. Von ihnen waren insgesamt 1400 Neuerkrankungen. Zu diesem Ergebnis kam die Techniker Krankenkasse in Thüringen und beruft sich dabei auf den Hautkrebsreport 2019. Damit nimmt Thüringen in der Länderstatistik Deutschlands einen der traurigen Spitzenplätze ein. Pro 100.000 Versicherte gibt es bei dieser Krebsart im Freistaat insgesamt 380 Erkrankte.

Gravierende Unterschiede zu anderen Bundesländern
Auffällig sind beim Blick auf den Hautkrebsreport die gravierenden Unterschiede, die es zwischen den Bundesländern gibt. So liegt Berlin beispielsweise deutlich hinter Thüringen und kommt gerade einmal auf 161 Erkrankte je 100.000 Versicherte. Es gibt derzeit in Deutschland nur zwei Bundesländer, in denen die Quote der Erkrankten noch höher ist. Neben Hessen, wo 490 Fälle auf 100.000 Versicherte kommen, gehört dazu Niedersachsen. Hier liegt die Quote noch bei 396.

Den Grund in den hohen Erkrankungszahlen sieht die TK nach eigenen Angaben in der fehlenden Vorsorge der Thüringer. So gehen auch weiterhin viel zu wenig Thüringer zu entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen, obwohl diese dank moderner Medizin heute schneller denn je sind und zudem vollkommen schmerzfrei vorgenommen werden können.

Vorsorgeanteil in Thüringen gering
Die Vorsorgeuntersuchung für Hautkrebs wird im Abstand von zwei Jahren längst von den Krankenkassen übernommen. Trotzdem geht gerade einmal jeder sechste Thüringer, der älter als 35 Jahre ist, regelmäßig zu diesen Vorsorgeuntersuchungen, um eine frühe Erkennung der Erkrankung zu gewährleisten.

Dabei ist es außerordentlich wichtig, dass schwarzer Hautkrebs früh erkannt wird. Immerhin gilt er als eine der gefährlichsten Krebsarten überhaupt. Wird er früh genug erkannt, kann er aber mittlerweile sehr gut behandelt werden, wie Mediziner betonen. Ohnehin werden die Krebsbehandlungen immer individueller und bis ins kleinste Detail auf die Patienten abgestimmt. Dadurch soll eine bestmögliche Behandlung und Wirkung ermöglicht werden.

Nahrungsergänzungen spielen immer wichtigere Rolle
Die moderne Krebstherapie umfasst nicht ausschließlich Chemotherapien und Bestrahlungen. Längst ist bekannt, dass bei verschiedenen Krebsarten andere Ansätze deutlich besser wirken. Ein Thema, das immer mehr Beachtung findet, sind Nahrungsergänzungen. Wachsende Aufmerksamkeit gewinnt hier auch S-Adenosylmethionin, das sich inzwischen ergänzend bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen einen Namen gemacht hat. Bislang ist S-Adenosylmethionin noch eine relativ unbekannte Substanz, die allerdings viele positive Effekte auf den menschlichen Körper hat. Besonders wertvoll in dieser Substanz ist Methionin, bei der es sich um eine schwefelhaltige Aminosäure handelt.

Nachweislich hat diese Aminosäure gleich mehrere vielversprechende Effekte auf den menschlichen Körper. So kann sie beispielsweise den Harnsäure- und Leberstoffwechsel in Schwung bringen. Hierfür ist der Körper aber auf eine hohe Menge angewiesen. Bereits ein gesunder Körper braucht etwa 1000 bis 1500 mg von Methionin. Im Krankheitszustand wird eine deutlich höhere Menge empfohlen, da sowohl die Leber als auch die Harnwege eine ableitende Funktion haben. Es gibt verschiedene Lebensmittel, in denen Methionin enthalten ist. Um den täglichen Bedarf zu decken, müssen allerdings größere Mengen verzehrt werden.
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