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Sa, 00:49 Uhr
03.08.2019
Anhydrite Biennale of Media Art

Internationale Künstler in der Barbarossahöhle

Am Abend beginnt in der Barbarossahöhle bei Rottleben (Gemeinde Kyffhäuserland) die erste Medienkunstbiennale mit Arbeiten und Werken von 30 internationalen Künstlern. Die Anhydrite Biennale of Media Art startet heute am Abend...

Die Gesellschaft zur Förderung der Künstlerischen Avantgarde, die Barbarossahöhle Rottleben und die ANHYDRITE Biennale of media art starten ein sehr ehrgeiziges Projekt. In der Zeit vom 03. August bis 06. Oktober startet eine Kunstausstellung der besonderen Art.


Es ist keine herkömmliche Ausstellung von Bildern. Es ist eine Darstellung von Medien der verschiedensten Art. Es ist wohl weltweit die einzige Kunstbiennale dieser Art. Inspiriert von der einzigartigen Geologie der Barbarossahöhle setzen sich die teilnehmenden Künstler (allen haben den Abschluss einer Kunsthochschule der verschiedensten Länder) mit dem Thema „Hybride Realität“ auseinander.

Gut 1,5 Jahre hat man sich auf dieses Event vorbereitet. Die 30 Künstlerinnen und Künstler kommen aus Russland und den USA, aus Slowenien und Kolumbien, aus Uganda und Norwegen, Australien und Österreich, Spanien und Bulgarien, Kanada und Taiwan, aus Dresden, Leipzig, Weimar, Köln und Berlin.

Eigens für die Ausstellung hat sich ein Kuratorium mit einer renommierten Zusammensetzung gebildet:
Dr. Julian Rückert (Kunsthistorikerin, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
- Andreas Ullrich Leiter C.Rockefeller Center For The Contemporary Arts Dresden
- Alain Bieber Direktor NRW - Forum Düsseldorf
- Ana Maria Vallejo Cuartas künstlerische Mitarbeiterin Bauhaus University Weimar.
- Ksenia Podoynitsyna Direktorin Gallery 21 Founder InArt Russia Moskau
- Hans Jürgen Fischer Vorstandsmitglied GeoPark Kyffhäuser



Die künstlerische Leitung haben Martin und Gerald Höfer übernommen. Die Barbarossahöhle bietet die idealen Voraussetzungen für dieses Kunstevent. Es gibt keine störenden Einflüsse von ungewollten Licht oder Lärm. Ideale Voraussetzungen, um solche Medien wie Film, Video und Audio zum Tragen bringen zu können. Hier steckt man als Reporter in einem Dilemma. Man will ja nicht zu viel vorher verraten, aber es muss Interesse beim Publikum geweckt werden. Und nicht nur für Erwachsene ist es interessant, soviel kann kn verraten.
Martin Höfer bringt das so zum Ausdruck:

Martin Höfer

Die komplette Performance der Biennale kann man nicht während der üblichen Öffnungszeiten erleben. Die Biennale ist in der Zeit von 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr erlebbar. Es wird auch keine Gruppenführungen geben. Gerade durch die Erlebbarkeit mit Videos muss man sich so eine Ausstellung selbst auf sich einwirken lassen. Das Ambiente der Höhle mit seinen Wasserflächen lässt viele Darstellungen in interessanten Blickwinkeln erscheinen.


Gestern am Nachmittag informierte sich die Betriebsleiterin Monika Schreyer bei Martin und Gerald Höfer über den Stand der Vorbereitung.
Schließlich haben sich interessiert Gäste angemeldet, wenn es am Abend losgeht, so Babette Winter Staatssekretärin in der Thüringer Staatskanzlei.

Und was man da alles erleben kann: Beuys „Ja Ja Ja Ja Ja, Nee Nee Nee Nee Nee“, und Naumanns „No No New Museum“ treffen auf Laibachs Reenactment von John Cage’s 4’33“, interpretiert für den 40. Geburtstag des Labels MUTE. Es gibt Projektionen, im Loop laufen Videoinstallationen und Filmsequenzen. Objekte, Skulpturen werden präsentiert, Performance finden statt. Die Ausstellung wird unter anderem von der amerikanischen Stiftung art bridges sowie Martina Mazzotta unterstützt und das erstmalig außerhalb der USA. Für das Ganze gibt es extra einen Höhlenplan und einen Guide (Bildergalerie).


Und der Besucher kann interaktiv mitmachen und auf dieser "Gusli" selbst Töne entlocken. Dmitry Lyashenko und Alexadr Somov zeichenen dafür verantwortlich.
Diese Medienkunstbiennale bietet Werke der zeitgenössischen Video-, Klang und Medienkunst. Die Künstlerinnen und Künstler sind von den Darstellungsmöglichkeiten begeistert und Sie als Besucher werden es ebenfalls erleben können.


Neben namhaften Künstlern wie der Fotografin und Regisseurin Floria Sigismondi, Josef Beuys, Laibach oder Bruce Naumann, haben die Kuratoren bewusst auch junge aufstrebende Künstler eingeladen. Aus Russland, dem Schwerpunkt der Biennale, bringt Kuratorin Ksenia Podoynitsyna Sergej Katran, Maria Zvyagintseva und Kyrill Rave mit, von Kuratorin Ana Maria Vallejo kommen die lateinamerikanischen KünstlerInnen Ana Allenso, Sandra Rengifo und Clemencia Echeverri.

Medienkunstbiennale Anhydrite
Künstlerische Leitung Martin und Gerald Höfer
3. August bis 7. Oktober 2019
Barbarossahöhle
Rottleben/Kyffhäuser
Täglich ab 17.30
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anhydrite Biennale of Media Art (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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