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Do, 15:09 Uhr
18.07.2019
Service-Tipps

Die unterschätze Wirkung von Aminosäuren

Bei Kraftsportlern sind Aminosäuren ein wesentlicher Bestandteil für den Muskelaufbau. Allerdings können Aminosäuren weitaus mehr. Sie sorgen für einen besseren Schlaf ohne Nebenwirkungen, das Wohlbefinden kann verbessert werden und sogar Haarausfall kann verhindert werden...



Was sind überhaupt Aminosäuren?
Aminosäuren sind Bausteine der Proteine und daher ein sehr wichtiger Bestandteil unserer täglichen Ernährung. Zudem sind sie auch ein wesentlicher Bestandteil unserer Muskeln und Sehnen. Selbst in der Haut und in den Bändern sind Aminosäuren nicht unerlässlich. Unsere Hormone bestehen ebenfalls zu einem Großteil aus Aminosäuren und sorgen für den Transport von Sauerstoff und Nahrung in unserem Organismus.

Essentielle Aminosäuren
Es gibt Aminosäuren, die jedoch nicht im Körper produziert werden oder nur in sehr kleinen Mengen. Sie müssen demnach über die Ernährung aufgenommen werden. Zu diesen essentiellen Aminosäuren zählen:
  • L-Valin
  • L-Tryptophan
  • L-Threonin
  • L-Leucin
  • L-Isoleucin
  • L-Lysin
  • L-Methionin
  • L-Phenylalanin
Wirkung der Aminosäuren
Jede Aminosäure kann einigen Beschwerden entgegenwirken.

Aminosäuren können
  • den Haarausfall verhindern (Methionin, Cystein)
  • die Potenz steigern (Arginin, Carnitin)
  • bei Diabetes helfen (L-Carnitin, Arginin)
  • für besserer Schlaf sorgen (L-Tryptophan)
  • Abhilfe bei Arthrose verschaffen (Cystein, Methionin)
  • und den Muskelaufbau unterstützen (Valin, Leucin, Isoleucin).
Aminosäuren in der Medizin
Aminosäuren haben auch eine medizinische Funktion. Die Pharmaindustrie hat bereits vor einigen Jahrzehnten damit begonnen, diverse Aminosäuren zu extrahieren. Daher können Aminosäuren ohne Probleme in konzentrierter Form eingenommen werden kann. Bestimmte Aminosäuren haben sogar eine präventive oder therapeutische Wirkung.

Eines der bekanntesten ist L-Arginin, insbesondere im Muskelaufbau, aber in der Medizin profitieren die Patienten davon, dass diese Aminosäure einen hohen Anteil an Stickstoff enthält. Es stärkt das Immunsystem und kann für eine verbesserte Durchblutung in den Gefäßen sorgen. Hierbei wird eine tägliche Dosis von 3 g bis 5 g empfohlen. Selbst bei einem Tinitus oder bei einer Atherosklerose kann diese Aminosäure helfen, denn es kommt immerhin zu einer besseren Durchblutung. Neuste Studien haben aber gezeigt, dass es vor allem in Verbindung mit Pinienrindenextrakt wirkt.

Bei Arthrose kann in Kombination mit Glucosamin und der Einnahme der Aminosäuren L-Cystein und L-Methionin geholfen werden. Die Arthrose wird zwar hierdurch nicht behoben, aber immerhin möglicherweise gelindert.

Aminosäuren in Lebensmitteln
Wer nicht auf Pulver oder Kapseln zurückgreifen will, der kann natürlich weiterhin durch die Lebensmittel profitieren. Hierzu haben wir eine Übersicht der wichtigsten Aminosäuren zusammengestellt. Für weiterführende Informationen zum Thema empfehlen wir Expertenseiten wie https://aminosaeuren.org, die sich hierauf spezialisiert haben.
  • L-Theronin ist ein Antikörper und kann auch im Knochenaufbau wirken. Es befindet sich in Gouda und Lachs.
  • L-Leucin ist für den Muskelaufbau von großer Bedeutung und findet sich in Rind, Thunfisch und in Lachs vor. Ebenfalls für den Muskelaufbau zuständig ist das L-Isoleucin in Huhn, Eiern, Linsen und Erdnüssen.
  • L-Valin reguliert den Blutzucker und wird durch Huhn, Rind und Eier aufgenommen.
  • L-Lysin stärkt das Gewebe und findet sich in Lachs, Makrele, Eier und Linsen.
  • L-Trytophan regt die Produktion vom Glückshormon Serotonin an und ist Bestandteil von Rind, Cashew und Sesam.
  • L-Methionin hat die Funktion des Eiweißaufbaus und ist in Lachs, Eier, Rind und Getreide enthalten.
„Aminosäuren sind sinnlos“
Dieser Satz fällt mittlerweile gar nicht so selten. Die Fitness-Supplemente haben durch falsche Versprechen dafür gesorgt, dass diese Produkte und deren Vorteile in Verruf geraten sind. Jahrzehntelang wurden BCAAs im Kraftsport konsumiert bis kürzlich eine Studie belegt hat, dass die Einnahme komplett sinnlos ist. Seither werden EAAs vorzugsweise gekauft, denn diese beinhalten nicht nur drei Aminosäuren, sondern weitaus mehr.

Die Einnahme (auch in konzentrierter Form) ist aber keineswegs sinnvoll. Gewisse Defizite könnten sich damit beheben lassen. Für einen besseren Schlaf kann auch GABA sorgen. Diese Mittel sind weitaus besser als chemische Schlafmittel.

Bildquelle: StockSnap auf Pixabay
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