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Fr, 21:39 Uhr
12.07.2019
Roboter und KI

Ein neues Gesicht der Hotellerie

Gute alte Zeiten, wenn nicht so viele Menschen reisen konnten und es unnötig war, für sich selbst zu werben und ohne Ende das Hotel zu verbessern, sind schon lange vorbei. Zurzeit muss man immer seine Konkurrenten im Auge behalten, etwas Ungewöhnliches ausdenken, um mehr Besucher zu gewinnen, und auf letzte Trends in der Hotelindustrie achten...


Jetzt ist es harte Arbeit, ein erfolgreicher Hotelier zu sein, doch lohnt es diese Mühe: Wer mit der Welt Schritt hält, der gewinnt viel mehr, als ein stabiles Einkommen.

Kein Wunder also, dass so viele Hotels nach unterschiedlichen Lösungen suchen, um den Arbeitsprozess zu digitalisieren. Und der Markt hat Angebote für jeden Geschmack und jedes Budget. Manche Betriebe bevorzugen einen vollen Paket aus unterschiedlichen Tools für die Hotelverwaltung, die von vielen Anbietern (wie z.B. HotelFriend AG) auf dem Markt präsentiert werden. Andere, die schon alle diese Muss-Systeme haben, gehen weiter. So kommen Roboter und Künstliche Intelligenz (KI) auf die Bühne.

Laut der Umfrage von Starfleet Research haben 76 Prozent der Befragten in KI wie Chat-Bots oder Mobile-Messaging-Apps investiert oder planen dies demnächst zu tun. Und es soll eine kluge Entscheidung sein: Sinken Reaktions- und Servicezeiten nach der Einsetzung von KI in Betriebe, steigt die Zufriedenheit von Gästen direkt proportional.

Digitale Zukunft ist da
Obwohl es eine Meinung gibt, dass die Hotellerie nicht so schnell wie andere Branchen auf neue Technologien reagiere, erfreuen sich Roboter und KI in Hotels immer größerer Beliebtheit. Vielleicht werden sie schon bald kein Wunderding sein, aber diese Zeit ist noch nicht gekommen. Jetzt nimmt man einen Roboter in Form eines Tyrannosaurus als etwas Außerordentliches wahr.

In der Hotelbranche helfen neue Technologien dem Personal, Zeit und Kräfte zu sparen. In Belgien gibt es einen Roboter, der im Ghent Marriott funktioniert. Mario versteht und spricht 19 Sprache und kann auf unterschiedliche Fragen des Gastes über Speisen, Veranstaltungen, Busfahrpläne und vieles mehr antworten.

Die Kollegin vom belgischen Androiden Aura im M Social Hotel Singapur liefert Bestellungen direkt ins Zimmer und informiert Kunden per Anruf über die Lieferungszeit. Sobald Gäste die Tür öffnen, erhalten sie ihre Aufträge, und der Roboter kommt zu seiner Dockingstation zurück.

Und wie würden Sie reagieren, wenn ein Dinosaurier am Empfang stehen und Gäste einchecken würde? Genau so eine Lösung kann man im menschenlosen Henn-na Hotel in Japan treffen. Gäste werden beim Check-in von einem Dino-Roboter begrüßt, Koffer trägt auch ein Roboter, und noch ein Roboter wartet im Zimmer, der auf die Fragen von Besuchern antworten soll. Ein Traum jedes Introvertierten.
Leider stimmen Träume und die Wirklichkeit nicht immer zusammen. So musste man in dieser Hotelkette auf einige künstliche Mitarbeiter verzichten, da sie zu viel Probleme verursachten. Dabei bleibt nur ein Trost: T-Rexes stehen noch bis jetzt an der Rezeption und freuen Besucher mit ihren einladenden Lächeln (so weit wie möglich für einen Tyrannosaurus).

Nicht alle Versuche, neue Technologien einzusetzen, enden so traurig. Der Roboter Tom Sawyer kann eine Tasse Kaffee machen - und der Tag scheint nicht so schlecht zu sein. Dieses Exemplar kann man in zahlreichen Cafes und Hotels in Tokio treffen. Tom hat seine eigene Ecke, wo er sich wunderbar orientiert, und serviert sechs Kaffeespezialitäten.

Die Tendenz entwickelt sich so blitzschnell, dass man sogar am Meer Angestellte mit einem künstlichen Herz treffen kann. An Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAperla arbeitet Pepper, ein 1,20 Meter großer humanoider Roboter, der Besucher mit allen im Urlaub notwendigen Informationen (wie z. B. Restaurantempfehlungen, Orientierung am Schiff usw.) versorgt und dazu noch drei Sprachen kann: Deutsch, Englisch und Italienisch.

In Deutschland findet man auch so ein Exemplar: Robi aus dem kölnischen 25hours Hotel The Circle gibt den Gästen sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch Erklärungen, die ihnen helfen, sich im Komplex zu orientieren. Der ungewöhnliche Angestellte führt einfache Gespräche und macht mit Besuchern Selfies.

Vielleicht wird es irgendwann möglich, dass unser Leben völlig digitalisiert wird und die Leute dank den Robotern über mehr Zeit für wichtigere und angenehmere Dinge verfügen werden. Aber man kann nur vermuten, welches Ende diese Geschichte hat.

Bildquelle: ming dai auf Pixabay
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