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Fr, 09:52 Uhr
09.04.2021
Service-Tipp

CBD – Die viel angepriesene Allzweckwaffe?

Immer häufiger trifft man heutzutage auf die Abkürzung „CBD“, insbesondere wenn man nach Entspannungsmethoden oder Medikamenten sucht. CBD, das Wundermittel, das laut Studien gegen eine ganze Reihe von körperlichen und seelischen Leiden eingesetzt werden kann, kommt so langsam im Mainstream an...

CBD Öl /Symbolbild (Foto: Julia Teichmann auf Pixabay ) CBD Öl /Symbolbild (Foto: Julia Teichmann auf Pixabay )
Immer mehr Menschen probieren es als Öl oder in Kapselform aus. Doch wie wirkt es genau, wozu wird es eingesetzt und hilft es tatsächlich? Dieser Artikel soll helfen, diese Fragen zu beantworten.

Was genau ist CBD eigentlich?
CBD steht für Cannabidiol. Es ist eines von mehreren hundert Bestandteilen, die aus der weiblichen Hanfpflanze extrahiert werden können. Im Gegensatz zu dem weitaus bekannteren Bestandteil, THC, das durch seine berauschende Wirkung die Hanfpflanze in Verruf gebracht hat, wirkt CBD nicht psychoaktiv. Das heißt, dass es nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und legal verkauft und erworben werden darf.

Wie wirkt CBD im Körper?
CBD dockt an unterschiedliche Rezeptoren im menschlichen Nervensystem an, genauer dem Endocannabinoid-System. Dieses steuert mehrere Abläufe im Körper, z.B. das Immunsystem, die Wahrnehmung von Schmerzen, sowie die Stimmungslage, den Schlaf und den Appetit. Der Körper produziert selbst Endocannabinoide, die Einfluss auf dieses System nehmen, je nachdem was jemand gerade macht, oder welchen äußeren Einflüssen der Körper und der Geist ausgesetzt sind. Durch das Einbringen von CBD in dieses System können die damit zusammenhängenden Funktionen also auch gesteuert werden.

Bei welchen Leiden kann CBD eingesetzt werden?
Dadurch, dass das Endocannabinoid-System für eine ganze Fülle an Steuerabläufen im Körper zuständig ist, kann CBD dementsprechend auch zur Regulierung zahlreicher Ungleichgewichte eingesetzt werden. Laut Studien wirkt CBD entzündungshemmend, schmerzlindernd und löst Krämpfe. Außerdem hat es eine entspannende Wirkung auf den ganzen Organismus, wodurch sich Schlafstörungen lindern und Angstzustände lösen lassen.

Eine aktuelle Studie deutet daraufhin, dass CBD in Kombination mit anderen Medikamenten die Symptome, die Patienten im Verlauf einer Chemotherapie haben können, lindert. In derselben Studie wird darauf hingewiesen, dass CBD-Produkte nicht so hochwirksam sind, wie andere Medikamente, sie jedoch trotzdem einen positiven Effekt auf den Körper haben und das Wohlbefinden von Patienten steigern.

Eignet sich CBD auch für Tiere?
Da viele Säugetiere genauso wie Menschen ein Endocannabinoid-System besitzen, ist CBD auch für Haustiere wie Hunde oder Katzen geeignet. Ähnlich wie beim Menschen entfaltet das CBD dann eine entspannende Wirkung auf das Tier, oder kann dabei helfen, Entzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden zu lindern. Meist wird das CBD als Nahrungsergänzungsmittel unter das Futter gemischt. Für Haustiere sollten ausschließlich CBD-Produkte für Tiere verwendet werden, da in CBD-Produkten für Menschen Inhaltsstoffe vorhanden sein können, die für Tiere nicht bekömmlich sind, z.B. Terpene.

Was muss man beim Kauf von CBD beachten?
Wer CBD-Öl kaufen möchte, oder wahlweise auch andere CBD-Produkte, wird im Internet schnell fündig. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn aufgrund des aktuellen Hypes gibt es hier auch viele unseriöse Händler, die qualitativ minderwertige Produkte zum Erwerb anbieten. Hersteller von Premiumprodukten nutzen Pflanzen aus zertifiziertem, biologischem Anbau, bei dem auf die Nutzung von chemischen Düngemitteln verzichtet wird. Nachhaltiger Anbau ist ein Qualitätsmerkmal, auf das man stets achten sollte.

Auch die Herkunft der Rohstoffe lässt eine Aussage über deren Qualität zu. Es empfiehlt sich, bei Herstellern aus der EU zu kaufen, die auf regionalen Anbau setzen, denn lange Transportwege wirken sich negativ auf die Qualität der Pflanzen aus. Außerdem legen diese Hersteller Wert darauf, nur natürliche Inhaltsstoffe in ihren Produkten zu verwenden, damit diese so naturbelassen wie möglich bleiben.

Wird beim Herstellungsprozess die CO2-Extraktion angewendet, um die Inhaltsstoffe aus der Hanfpflanze herauszupressen, ist dies ein weiterer Pluspunkt für das Produkt. Hersteller von minderwertigen Produkten benutzen zur Extraktion aus Kostengründen oft scharfen Alkohol, der nicht nur die Inhaltsstoffe schädigt, sondern auch als Restprodukt im CBD-Öl zurückbleiben kann, was die Qualität mindert.

Bei CBD-Ölen sollte grundsätzlich immer der Gehalt auf der Flasche angegeben sein, meist in Prozent. Dies gibt die Konzentration des CBD an. Wer noch keine Erfahrung hat, sollte mit kleinen Konzentrationen anfangen. Gute Produkte zeichnen sich auch dadurch aus, dass Richtwerte für eine Dosierungsempfehlung auf der Flasche angegeben sind. Außerdem ist es wichtig, dass das Trägeröl hochwertig ist. Premiumprodukte verwenden hierzu meist Hanfsamenöl. Arbeitet ein Hersteller mit einem Labor zusammen, das dessen Produkte regelmäßig überprüft, ist das ein weiterer Indikator für ein Qualitätsprodukt.

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