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Do, 15:35 Uhr
23.05.2019
Wundermittel?

Der Hype um CBD nimmt kein Ende

Ein Wundermittel, das in aller Munde ist, aber dennoch nicht jedem bekannt ist. Die Rede ist von Cannabidiol, kurz CBD. Der Wirkstoff aus der Hanfpflanze ist zwar seit 1940 bekannt, doch Gegenstand der Forschung ist das Cannabinoid erst in diesem Jahrhundert geworden...


Bereits bevor es ausreichende Studien für eine Bewertung gab, wurden erste Stimmen laut, die vom neuen Wundermittel sprachen. Besonders in den USA und anderen Ländern wurde das CBD schnell bekannt. Ein wahrer Hype entstand, der immer noch anhält. In der Zwischenzeit konnte man mehr über den Wirkstoff herausfinden.

Was weiß man über CBD?
Das Cannabidiol ist eines von 113 Cannabinoiden, die man in der Cannabispflanze finden konnten. Eine gewaltige Zahl, die einer komplexen Bewertungslage führt, wie wir später sehen werden. Anders als etwa das THC ist CBD aber nicht psychoaktiv und kann daher keinen Rausch auslösen. Es ist also in Deutschland und den meisten EU-Ländern legal erhältlich. Durch diverse Studien weiß man heute, dass CBD in verschiedenen Bereichen wirken kann. So soll der Wirkstoff bei Angstzuständen helfen können, da CBD an entsprechenden Rezeptoren andockt. Gleiches gilt auch bei der Schmerztherapie, Entzündungen und motorischen Störungen. Auf https://cbd360.de/ können Sie zu den Wirkungen mehr Informationen finden.

Eine komplexe Sachlage
Es gibt 113 Cannabinoide, die mehr oder weniger ähnliche Wirkmechanismen haben. Das weiß man dadurch, dass man zu den Wirkstoffen entsprechende Studien durchgeführt hat. Bei vielen ist die genaue Wirkung aber weiterhin nicht ganz klar. Aus Berichten der Vergangenheit wird deutlich, dass Cannabis in der Medizin eine wichtige Rolle einnahm. Es wird daher als Heilpflanze gelistet. Ab dem 20. Jahrhundert geriet Cannabis in Verruf und wurde als Droge abgestuft, die in den meisten Ländern der Welt verboten wurde. Cannabis ist aber eine komplexe Pflanze.

Es kann angenommen werden, dass erst in Kombination verschiedener Cannabinoide eine entsprechend potente Wirkung zu sehen ist. CBD gilt als Gegenspieler des THCs und soll die berauschende Wirkung der psychoaktiven Komponente lindern. In Züchtungen wird aber vor allem der THC-Gehalt hochgeschraubt, während das CBD meist in Spuren enthalten ist. Daher wirkt in der Droge Cannabis meist nur das THC. In medizinischen Sorten kann man eine ausgeglichene Wirkung erkennen, die starke Schmerzen lindern kann und auch bei psychischen Erkrankungen helfen kann. Man muss Cannabis in seiner Gesamtheit betrachten und nicht nur einzelne Bestandteile.

CBD Produkte welche gibt es?
Solange beim Cannabis kein Umdenken stattfindet, müssen Interessierte auf Produkte wie Hanföl oder eben CBD zurückgreifen. Dieses gibt es als Öl, darf aber nicht mit reinem Hanföl verwechselt werden. CBD ist in Reinform ein kristalliner Feststoff, kann aber in Ölen, aber auch Alkohol gelöst werden. So entstehen Tinkturen und ölige Lösungen des CBDs. Man kann das CBD in abgefüllter Form kaufen oder in Form von Kapseln, zur einfacheren Einnahme. Darüber hinaus gibt es CBD in reiner Form und in den Pflanzenbestandteilen, also in den Blüten und Blättern. Auch Salben und Cremes gibt es in der CBD Sparte zu finden.

Was ist nun mit dem THC?
In CBD Produkten darf laut Gesetzgeber nur 0,2 Prozent THC enthalten sein. Zu wenig, um einen Rausch zu erzeugen. In sehr reinen Produkten, die von vielen Herstellern angeboten werden, ist sogar deutlich weniger THC enthalten. Das hängt ganz von der Herstellungsweise und der Produktion ab. Sorgen um den Führerschein muss man sich deshalb nicht machen. Bei moderater Einnahme nimmt man nicht genug CBD ein, damit sich dieses negativ auf einen Drogentest auswirkt. Auf CBD wird gar nicht erst getestet, sodass man sich auch bei diesem Wirkstoff keine Sorgen machen muss.
Bild von Quinn Kampschroer auf Pixabay
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