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Mo, 09:34 Uhr
07.01.2019
Je früher, desto besser:

Sparen für den Nachwuchs

Eltern müssen nicht nur für ihr eigenes Leben finanziell vorsorgen, sondern auch für das Leben ihres Nachwuchses. Sei es um ihnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, den Führerschein oder ein Auto zu finanzieren oder für Notfälle vorzusorgen, dass Eltern oder auch Großeltern für den Nachwuchs sparen, gehört für die meisten mit zum guten Ton...


Lange Zeit war ein klassisches Sparbuch hier die beste Alternative, gab es doch insbesondere für Kinder durchaus lohnenswerte Zinsen auf Sparbücher, sodass sich bis zum 18. Lebensjahr meist schon eine ordentliche Summe angespart hat. In Zeiten in denen klassische Sparanlagen kaum noch Rendite abwerfen, müssen Alternativen für die finanzielle Absicherung der Kinder gefunden werden.

Depots Nebeneffekt Steuern sparen
Ein Depot für die eigenen Kinder zu eröffnen macht aus unterschiedlichen Gründen Sinn. Ein besonderer Vorteil ist hier die Möglichkeit zusätzliche Steuern zu sparen. Rein rechtlich gesehen ist beispielsweise eine Schenkung an Kinder bis zu einem Betrag von 400.000 Euro steuerfrei. Auch Erträge und Zinsen, welche das Kind mit einem Depot erzielt, sind bis zu einem Betrag von 9.489 steuerfrei und unterliegen somit nicht der Kapitalertragssteuer.

Zahlreiche Banken und Finanzdienstleister bieten attraktive Junior Depots an, die durchschnittlich etwa 7 8 % Rendite pro Jahr abwerfen. Angesichts der Nullzinspolitik der EZB eine geradezu lohnenswerte Sparalternative. Auf der Seite finanz-markt.com findet man umfangreiche Informationen rund um das Thema Sparpläne für Kinder. Auch einen Vergleich der besten Junior Depots findet man bei finanz-markt.com. Börsengehandelte Indexfonds (ETF) sind eine interessante Alternative für Personen die mit dem Ziel Vermögensaufbau für den Nachwuchs sparen und etwas Risiko nicht scheuen.

Sparerfreibetrag gilt auch für Kinder
Was viele nicht wissen, der Sparerfreibetrag gilt auch für Kinder. Somit ist es im Falle einer Kapitalübertragung an die eigenen Nachkommen möglich, gesonderte Freistellungsaufträge für die Kinder zu erteilen. Bei minderjährigen Kindern beträgt der Sparerfreibetrag derzeit 801 Euro. Die Kapitalübertragung in Form von Sparguthaben, Depots oder Wertpapieren auf ein Kind ist in Deutschland in der Regel sehr einfach durchzuführen. Hier lohnt es sich unter Umständen sogar genauer hinzuschauen, denn wenn das Kind neben den 801 Euro keine weiteren Einkünfte hat, greift zusätzlich der Grundfreibetrag von 8.354 Euro.

Sparpläne für Kinder lohnen sich
Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten die Kinder oder Enkelkinder finanziell zu unterstützen. Ausbildungsversicherungen, Bank- und Fondssparpläne, Altersvorsorgeverträge oder Tagesgeldkonten haben alle ihre Vorteile und Nachteile. Prinzipiell Raten Experten meist von Ausbildungsverträgen oder Kinderschutzbriefen ab. Sie sollen gegen allerlei Risiken schützen, zum eigentlichen Sparen taugen sie aber kaum, da sie zum einen zu unflexibel sind und zum anderen mit zu hohen Kosten verbunden, als dass sich hier eine lohnenswerte Renditemöglichkeit ergäbe.

Weiterführende Informationen zu den Vorteilen und Nachteilen der einzelnen Möglichkeiten findet man hier. Wichtig ist letzten Endes zu wissen, dass Eltern oder auch Großeltern, wenn sie für den Nachwuchs sparen, zwar das Geld verwalten, nicht aber darüber verfügen dürfen. Sobald sie im Namen des Kindes ein Depot eröffnen oder sonstige Sparpläne verfolgen, ist das Kind der alleinige Besitzer des Geldes. Bis zur Volljährigkeit wird dieses Geld von den Eltern verwaltet und geht mit Beginn des 18. Lebensjahres in den Besitz der Kinder über. Um sicherzustellen, dass der Nachwuchs das Ersparte dann nicht leichtsinnig und auf einen Schlag zum Fenster rauswirft, ist es ratsam einen Auszahlplan mit der jeweiligen Bank / dem jeweiligen Finanzdienstleister zu vereinbaren. Hier können dann beispielsweise monatliche Raten vereinbart werden.

Frühzeitiges Sparen für den Nachwuchs zahlt sich aus
Selbstverständlich können auch beliebige Kombinationen aus den verschiedenen Spar- und Anlagemöglichkeiten gewählt werden. Ohnehin ist es sinnvoll das Geld auf verschiedene Posten zu streuen. Auch ist es beispielsweise noch immer nicht verkehrt ein Sparbuch oder ein Girokonto für den Nachwuchs anzulegen, wenn es etwa darum geht, kleinere Summen (von verwandten etc.) zum Geburtstag zu empfangen oder ähnliche Anlässe. Ein effektives Sparen mit ordentlicher Verzinsung ist heute aber nicht mehr möglich. Es lohnt sich die aktuellen Finanzmarkt und Anlage-Entwicklungen im Auge zu behalten, um lohnenswerte Alternativen zu entdecken. Nichts spricht dagegen die gewählten Sparvarianten an das aktuelle Zinsangebote anzupassen und so flexibel zu bleiben. Es lohnt sich frühzeitig Sparpläne für den eigenen Nachwuchs zu entwickeln. Abhängig vom Sparziel und den eigenen finanziellen Möglichkeiten kommen manche Varianten eher in Betracht als andere. Für regelmäßiges Sparen ist es ratsam, einen monatlichen Betrag in das eigene Budget mit einzuplanen. Je früher man mit dem Sparen für den eigenen Nachwuchs anfängt, desto eher lässt sich eine ordentliche Rendite erzielen im besten Falle fängt man schon vor der Geburt mit dem Sparen an.
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