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Fr, 20:33 Uhr
12.10.2018
der Schuldenfalle entgehen

Dispositionskredit umschulden

Unglücklicherweise steht fest: Deutsche Privathaushalte sind so verschuldet wie nie. Wenngleich nicht der alles entscheidende, ist die dauerhafte Beanspruchung des Dispositionskredites dennoch ein Faktor dafür, dass zu viele Verbraucher einfach nicht aus den roten Zahlen herauskommen...

Schnell umschulden (Foto: Skitterphoto/pixabay.com)
Den Dispo mit einem Ratenkredit umzuschulden, kann dabei helfen, aus der Schuldenfalle zu kommen beziehungsweise gar nicht erst in jene hineinzugeraten. Wir verraten Ihnen, was Sie wissen müssen.

Den Dispo umschulden: Es lohnt sich
Der Dispositionskredit Ihres Girokontos ist dazu gedacht, für eine begrenzte Zeit finanzielle Engpässe zu überbrücken. Länger als zwei oder drei Monate sollten Sie diese bei entsprechender Bonität von Ihrer Bank gewährte Hilfe nicht nutzen. Schließlich fallen extrem hohe Zinsen an, die gerne mal bis in den zweistelligen Bereich ragen können. Zwar sind Sie längst nicht mehr drauf angewiesen, horrende 12,00 oder 13,00 % p. a. zu zahlen, doch auch die vergleichsweise moderaten 6,90 % p. a. der DKB reißen auf Dauer ein noch größeres Loch in Ihr Budget. Wenn Sie schnell und kostenfrei Kredite online vergleichen, werden Sie rasch bemerken: Die Zinssätze zahlreicher Ratenkredite liegen weit unter Dispo-Niveau.

Banken nutzen die Not ihrer Kunden aus
Wenn Sie Ihren Dispo mithilfe eines Kredites umschulden möchten, sollten Sie unbedingt die neuen Tricks der Banken kennen. Doch auch die älteren Kniffe behalten Sie idealerweise im Auge, um unnötige finanzielle Verluste zu vermeiden. Ganz wichtig: Lassen Sie sich keine übermäßig hohe Kreditsumme aufschwatzen. Jene hilft langfristig nur dem Kreditgeber, aber nicht Ihnen. Nehmen Sie stattdessen lediglich einen Kredit in Höhe Ihrer Dispositionskredit-Verbindlichkeiten auf und rechnen Sie noch einen kleinen Puffer hinzu. Wägen Sie auch gut ab, ob Sie tatsächlich eine Restschuldversicherung benötigen. Jene treibt die Kosten in die Höhe und verwandelt ein eigentlich attraktives Angebot in eine Offerte, die den Weg in die Schuldenspirale ebnet.

Einmal reicht: Hände weg vom Dispo
Disziplin ist grundsätzlich im Leben sehr wichtig. Doch insbesondere dann, wenn es um Ihre Finanzen geht, sollten Sie schwache Momente unbedingt vermeiden. Tun Sie alles dafür, Ihren Dispo in Zukunft nicht mehr beanspruchen zu müssen. Damit Ihnen dies gelingt, sollten Sie Ihre finanzielle Situation täglich überblicken und Ihre Einnahmen sowie Ausgaben systematisch verwalten beispielsweise mit kostenlosen Apps. Geben Sie nur das aus, was Sie haben und wagen Sie keine Experimente. Mit dem Dispositionskredit ist nämlich immer auch die Gefahr verbunden, dass er von Ihrer Bank gekündigt wird. Verlassen Sie sich zu sehr auf den Dispo, geraten Sie schnell wieder in die Schuldenfalle.

Möglichkeiten bei Dispo-Kündigung durch die Bank
Kommt es tatsächlich so weit, dass Ihre Bank Ihnen aufgrund Ihrer finanziellen Situation den Dispo kündigt, sollten Sie nicht lange Trübsal blasen. Zum einen ist dies die perfekte Gelegenheit, gar nicht mehr in Versuchung zu kommen, den Dispo zu nutzen. Zum anderen wenn Sie absolut nicht auf die theoretische Möglichkeit verzichten wollen können Sie einfach bei einer anderen Bank ein Girokonto eröffnen. Und was ist, wenn Ihnen auch andere Kreditinstitute die Kontoeröffnung verweigern? Dann rückt ein Basiskonto in Ihren Fokus, auf das jeder EU-Bürger ein Anrecht hat. Lassen Sie Miete und Co. von dort abbuchen, um der Unterdeckung Ihres alten Girokontos zu entgehen. Zur Dispotilgung sind Sie nämlich verpflichtet.
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