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Mo, 21:56 Uhr
08.01.2018
2018 endlich das Oktoberfest in München erleben

Jetzt schon mit der Planung beginnen

Im September heißt es wieder “O’zapft is!” und so manches Nordlicht möchte die Wiese einmal hautnah erleben. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um mit der Planung zu beginnen. Denn gerade die Suche nach einer Unterkunft könnte sich sonst schwierig gestalten...

2018 endlich das Oktoberfest in München erleben (Foto: https://pixabay.com/de/oktoberfest-wiesn-münchen-volksfest-2762973/)
Das 185. Oktoberfest in München findet vom 22. September bis zum 07. Oktober statt. In diesem Zeitraum gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, vom festlichen Einzug und dem Anstechen des ersten Bierfasses durch den Oberbürgermeister im Schottenhammelzelt über Familienangebote, Mittagswiesn mit günstigen Preisen und schwulen Feiern.

Am besten schaut man im Voraus, welche Events man besuchen möchte, denn die gesamte Wiesn durchzuhalten dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein. Natürlich kann man jederzeit über das Festgelände bummeln und die Angebote des Rummelplatzes nutzen. Wer allerdings länger bleiben möchte und vielleicht sogar mit einer ganzen Gruppe teilnehmen möchte, braucht Unterkunft und eine Tischreservierung – beides sollte am besten gleich organisiert werden.

Zum Oktoberfest quillt München natürlich über, darum kann man sich nicht früh genug um eine adäquate Möglichkeit zum Übernachten kümmern. Hierfür gibt es viele Möglichkeiten, über klassische Hotels bis hin zu privaten Unterkünften, die beispielsweise über Airnbn vermittelt werden. Es gilt ganz klar: Je eher man sich um ein Plätzchen zum Schlafen kümmert, desto größer sind die Chancen, etwas Angemessenes und Bezahlbares zu finden. Wer sparen will, sucht sich eine Ferienwohnung etwas außerhalb oder greift auf einen Campingplatz zurück. Wirklich komfortabel ist das allerdings nicht.

Einen Tisch auf der Wiesn reservieren

Wer es gern exklusiv mag, der kann sich einen Tisch bei der Wiesn reservieren lassen, muss dafür jedoch recht tief in die Tasche greifen. Ein eigener Tisch lohnt sich nur, wenn man mit mehreren Personen anreist und sich die Kosten teilt. Dafür hat man einen festen Anlaufpunkt und kann gemütlich mit seinen Freunden feiern.

Alternativ lassen sich über spezialisierte Agenturen auch Plätze für jeweils zwei Personen buchen. Dann sitzt man zwar mit Fremden am Tisch, aber erfahrungsgemäß kommt man sich auf dem berühmtesten Oktoberfest der Welt schnell näher. Immerhin hat das Münchner Bier einen besonders hohen Alkoholgehalt, sodass in einer Maß ganze acht Schnäpse stecken – zumindest, was die Wirkung betrifft. Das sollte genügen, um die Zunge zu lockern und Berührungsängste abzubauen.

Wer ganz früh an einem Zelt ansteht, hat durchaus unter der Woche auch ohne Reservierung eine Chance, einen Platz in einem Zelt zu bekommen. Das ist auch nötig, um überhaupt an eines der leckeren Münchner Biere zu kommen, die nur an Gäste mit Sitzplatz ausgeschenkt werden – nur im Hofbräu-Zelt gibt es einen Stehausschank.

Die Anreise nach München

Bei einem Ausflug auf die Wiesn bietet sich die Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel an, da man spätestens nach dem ersten Besuch vom Autofahren abgesehen sollte. Mit Bahn und Bus kommt man aus dem Norden bequem nach München, der Hauptbahnhof liegt nur zwei Stationen von den Theresienwiesen entfernt, wo der ganze Spaß stattfindet. Vom Münchner Flughafen aus ist man auch nur eine Dreiviertelstunde zur Wiesn unterwegs.

Die große Frage: Was ziehe ich an?

Diese Frage ist leicht zu beantworten: Traditionelle Kleidung ist Pflicht, alles andere kommt nicht infrage. Das heißt, Dirndl für die Dame und Lederhosen und Hemd für den Herren. Man sollte unbedingt vermeiden, die Kleidung in einem Faschingshop zu kaufen, sondern auf einen renommierten Anbieter für Trachten zurückgreifen. Da es im Norden eher selten Geschäfte vor Ort gibt, bietet es sich an, seine Tracht online zu bestellen. Große Versandhäuser wie Alpenwelt-Versand haben sich in diesem Segment spezialisiert und bieten ein breites Sortiment. Natürlich ist eine Anprobe vor Ort schöner, doch an sollte nicht bis zur letzten Minute warten und erst in München ein Dirndl kaufen. Die Gefahr ist zu groß, dann nichts Schönes mehr zu finden. Wer vernünftig Maß nimmt, findet auch online die passende Trachtenmode und profitiert zudem von einer größeren Auswahl.

Einige modische Fehltritte sollte man vermeiden: So sollte das Dirndl nicht zu kurz sein und die Lederhose nicht „wie geleckt“ aussehen. Die passenden Schuhe und Strümpfe für den Herren sind ebenso Pflicht wie die weiße Dirndlbluse für die Dame. Die Schleife der Schürze zeigt, ob die Frau vergeben ist, dann trägt sie diese rechts. Die Schleife auf der linken Seite tragen Singles. In der Mitte oder hinten tragen die Schleife nur Damen, die das Prinzip nicht verstanden haben.

Einer unter vielen sein

Die Wiesn sollte man nicht besuchen, wenn man sich in Menschenmengen unwohl fühlt. Die Zelte, die beinahe alle eine angeschlossene Brauerei haben, fassen zwischen 6000 und 10.000 Menschen und werden immer enger, je weiter die Zeit voranschreitet. An Tag strömen rund 365.000 Besucher über die Wiesn, was eine Gesamtbesucherzahl von rund sechs Millionen Menschen pro Saison ergibt. Hier kann man also ganz gemütlich einer unter vielen sein, schöne Trachten und den einen oder anderen Promi bestaunen und die leckersten Biere genießen, die Deutschland zu bieten hat – sagen zumindest die Münchner, die stolz auf ihr Oktoberfest sind, das es immerhin schon seit 11810 gibt. Wer hier dabei ist, erlebt also ein echtes Stück deutscher Geschichte, und das sollte man auch als Nordlicht einmal im Leben gemacht haben. Und wer weiß, vielleicht kommt man auf den Geschmack und besucht München dann öfter im Oktober?
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