nnz-tv Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Mo, 12:50 Uhr
08.01.2018
Landkreis bespielt Grüne Woche

Holunder nach Berlin tragen

Gourmetgenüsse und Appetithappen aus Deutschland und der Welt, mittendrin der Thüringer Norden: kommende Woche ist es wieder soweit, in Berlin öffnet die "Internationale Grüne Woche" ihre Pforten. Für den Freistaat Thüringen steht der Landkreis Nordhausen in diesem Jahr das erste mal im Zentrum der Aufmerksamkeit. Was das konkret heißen wird, das wurde heute schon einmal im Landratsamt beleuchtet...

Der Landkreis Nordhausen übernimmt in diesem Jahr die zentrale Präsentation Thüringens auf der Grünen Woche in Berlin (Foto: Angelo Glashagel)
Eine schöne, große Dampflok hätte Landrat Matthias Jendricke eigentlich gerne in der Messehalle des Freistaates Thüringen gesehen, ein echter Hingucker für die scheinbar endlosen Besucherströme der Verbrauchermesse "IGW", der Internationalen Grünen Woche, die in Berlin am Samstag kommender Woche zehn Tage lang ihre Pforten öffnen wird.

Einen echten Südharzer Stahlkoloss in die Halle zu bekommen war dann doch zu schwierig, dennoch werden die Harzer Schmalspurbahnen in der Präsentation des Landkreises prominent in Szene gesetzt werden, versprachen die Organisatoren heute im Landratsamt. Es ist das erste mal, das der Nordhäuser Kreis die zentrale Präsentation des Freistaates übernimmt, ein Novum für die Nordthüringer und keine leichte Aufgabe, meinte Landrat Matthias Jendricke. An fünf von zehn Tagen werden die Nordhäuser das Bühnenprogramm stemmen und sollen dafür sorgen das möglichst viele Besucher an den Thüringer Ständen verweilen. Von den 20 Direktvermarktern die in diesem Jahr mit ihren Erzeugnissen begeistern wollen kommen allein fünf aus dem Landkreis, darunter fest gesetzte Großbetriebe mit viel Messeerfahrung wie Nordbrand, Aushängeschilder wie die Ziegenalm Sophienhof aber auch kleinere und Kleinstbetriebe wie das Ehepaar Wiegleb aus Auleben, die ihren eigens hergestellten Holunderwein unter das Volk bringen wollen.

Man habe mehr geerntet, mehr eingelagert und produziert um auf die Messepremiere ordentlich vorbereitet zu sein, sagte Dieter Wiegleb heute. Das Ehepaar weiß mit passioniertem Eifer über seine Spirituosen und ihre speziellen Vorzüge zu berichten, vielleicht genau das richtige um aus dem Meer der Angebote eine wenig herauszustechen.

Neben den einzelnen Hallen der Bundesländer und den Bereichen zu Agrarwirtschaft und Tierhaltung finden sich auch unzählige Köstlichkeiten aus aller Welt, die um die Aufmerksamkeit des Publikums ringen. Lohnen soll es sich für die Nordhäuser trotzdem, rund 400.000 Besucher zählte die Messe im vergangenen Jahr und die meisten davon müssen den Thüringer Bereich der Messe zwangsläufig zumindest passieren.

v.l.: Ministerin Birgit Keller, Landrat Matthias Jendricke und Jessica Pieper vor dem Modell des Thüringer Messeauftritts (Foto: Angelo Glashagel)
Zum verweilen einladen soll hier unter anderem das Nordhäuser Theater, die Rolandgruppen aus Nordhausen und Neustadt, Auszüge aus der Rock-Oper "Faust", verschiedene Tanz-, und Folkloregruppen der Region, der Kinder- und Jugendchor, die Jagdhornbläsergruppe Birkenmoor und der junge Zirkus Zappelini. Hoch hinaus geht es an einer Kletterwand mit der das zentrale Eingangselement erklommen werden kann, von dem die schon erwähnte Dampflok und die Burgruine Hohnstein die Blicke dominieren sollen.

Man habe den Thüringer Messeauftritt grundlegend überarbeitet, sagte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller, mit großen LED-Wänden und Videopräsentationen gebe sich der Auftritt insgesamt zeitgemäßer. Rund 760.000 Euro werde das den Freistaat ingesamt kosten, für den Landkreis Nordhausen schlägt der Ausflug nach Berlin mit rund 50.000 Euro zu Buche. Dazu gehört auch ein zugegeben schick inszenierter Imagefilm, der neu produziert in Zukunft auch bei anderen Gelegenheiten genutzt werden soll, erklärte Jessica Piper, die für den Landkreis und den Tourismusverband Südharz Kyffhäuser die zentrale Organisation des Messegeschehens übernommen hat.

Von der großen weiten Welt einmal abgesehen sei die Messe für den Kreis Nordhausen auch eine Chance, sich innerhalb Thüringens zu präsentieren, meinte Ministerin Keller. Man könne nicht immer nur klagen das man am Rande des Freistaates von der Haupstadt nicht wahrgenommen werde, sondern auch selber Chancen ergreifen.

Mutig zugegriffen hat man Angesichts des Aufwandes allemal. Wie das Endergebniss aussieht, wird man ab Samstag kommender Woche erleben können. Wen es selber nicht zum Messetrubel hinzieht, der muss nicht verzagen, die nnz wird auch in diesem Jahr wieder vom Geschehen in Berlin berichten.
Angelo Glashagel
← zum Nachrichtenüberblick
→ Druckversion

Kommentare

08.01.2018, 15.35 Uhr
Herr Schröder | Man kann über Jendricke sagen was man will,
... aber er ist der einzige Kommunalpolitiker der momentan hier noch etwas zu Stande bringt. Seien es die jährlich steigenden Bedarfszuweisungen für den Landkreis oder auch die Vermarktung des Landkreises hier auf der "Grünen Woche", alles hat einfach Hand und Fuß.
Unser neuer Nordhäuser OB staunt momentan nur darüber wie schwierig doch alles ist. Noch eine Wahl würde Herr Buchmann sicher nicht überstehen. Sich öffentlich darüber zu beklagen, dass man in Erfurt kaum Gehör findet reicht nicht, das wussten wir Nordhäuser schon viel früher! Es ist Zeit für Taten und Ergebnisse!
08.01.2018, 17.43 Uhr
Liane Enzinger | Nicht so arrogant, Herr Schröder ...
... Der neue OBerbürgermeister hat noch nichtmal hundert Tage voll, da sollte man sich mit vorschnellen Beurteilungen mal noch zurückhalten, Herr Schröder! Sie sind ja sicherlich mit auf der grünen Woche, wenn Sie schreiben “hier auf der grünen Woche“.

Liane Enzinger, M.A.
08.01.2018, 19.33 Uhr
Pe_rle | Herr Schröder
na, Herr Schröder,Sie wissen schon ,wer der Stadt Nordhausen den Schuldenberg überlassen hat,der besteht??
Das Gespann Rinke/Jendricke,schon vergessen Herr Schröder
Also immer schön die Wahrheit schreiben
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.