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Do, 18:01 Uhr
14.12.2017
Ein Blick in die Realität

Wer braucht noch fünf Museen?

Die Rolandstadt ist nicht nur die "reichste Kommune" in Nordthüringen. Nein, sie ist auch in vielen anderen Belangen der selbst ernannte Nabel der Nordthüringer Welt, sie ist der Leuchtturm, dessen Leuchtfeuer aber am Erlöschen ist...


Nordhausen ist nicht nur Fair-Trade-Stadt oder Hochschulstadt, nein, Nordhausen ist auch Bibliotheksstadt, Theaterstadt und vor allem: Museums-Stadt. Es gibt vermutlich noch viel mehr Superlative, die unsere, haupt- und ehrenamtlich agierenden politischen Spitzenpolitiker zum Verzücken verleiten.

Doch das ist alles nur Fassade, vermutlich in den nächsten Jahren werden diese Träumereien ein jähes Ende finden. Es wird schlichtweg kein Geld für die üppigen Kunst- und Kulturträumereien vorhanden sein. Und es gibt noch einen anderen Grund: Das Interesse an der Nutzung all dieser Kultur- und Kunstgüter lässt nach. Kein Wunder bei einem Nachwuchs, dessen großer Teil wie bekloppt ein Smartphone vor sich herträgt, pausenlos tippt oder reinquasselt. Von der digitalen zur real-musealen Welt: Wir haben uns die musealen Zahlen angesehen.

Betrachten wollen wir zunächst die drei kommunalen Museen, die sich die Stadt noch leisten kann. Sieben festangestellte Mitarbeiter kümmern sich um deren Betrieb, darunter vermutlich drei Leiter der jeweiligen Einrichtung. Gebe es die 22 ehrenamtlich arbeitenden Frauen und Männer nicht, dann wäre das Licht in Tabakspeicher, Flohburg und Kunsthaus schon längst erloschen.

Das Kunsthaus Meyenburg: Wurden in der Oberstadt im vergangenen Jahr noch 9.431 Besucher gezählt, so sind es in diesem Jahr bislang glatte 2.000 weniger. Ähnlich der Trend bei den Erlösen aus Eintrittspreisen. Die gingen von 18.275 Euro im Vorjahr auf 12.056 in diesem Jahr zurück. Mathematisch gesehen zahlte jeder Besucher 1,62 Euro Eintritt. Kurios nur, dass auf den städtischen Internetseiten der Eintrittspreis mit 5 Euro angegeben wird und so bleibt die Frage, wie viele Eintrittskarten verschenkt werden?

Der Tabakspeicher: Knapp 9.000 Besucher wurden im Vorjahr ausgewiesen, in diesem Jahr waren es bisher 7.849. Das Museum hat gegenüber dem Kunsthaus den Vorteil, dass es Einnahmen nicht nur aus Eintritt, sondern auch durch Vermietung und der Durchführung von Veranstaltungen erzielt, auch wenn die ab und zu nichts mit dem Inhalt des Museums zu tun haben.

Die Flohburg: Das stadthistorische Museum soll eigentlich das museale Flaggschiff der Nordthüringer Kulturhauptstadt sein. Tatsächlich ist es das Sorgenkind. Stiegen die Einnahmen in diesem Jahr bislang auf 10.407 Euro (2016: 8.850 Euro) an, gingen die Besucherzahlen um 1.253 auf 3.506 zurück. Noch ein Vergleich, der vielleicht ausdrückt, dass schon in der Konzeption der Flohburg einiges schief lief: Vor dem Millionen-Euro teuren Um- und Anbau wurden zum Beispiel im Jahr 2008 über 9.700 Besucher gezählt, was aus der Statistik des Museumsverbandes Thüringen hervorgeht.

Zum Vergleich mit einer anderen Nordthüringer Stadt, die offiziell nicht der Leuchtturm ist. Die Mühlhäuser Museen verzeichneten im vergangenen Jahr 43.600 Besucher.

Wenn der Beobachter der musealen Szene zum Beispiel die Zahlen der Flohburg nimmt und dann mit einem Nordhäuser Museum vergleicht, das weder über hauptamtlich arbeitende Mitarbeiter verfügt, dafür aber mit Enthusiasten am Leben erhalten wird, dann sollten Überlegungen angestellt werden. Gemeint ist das IFA-Museum. Wie Vereinsvorsitzender Hans-Georg Franke der nnz bestätigte, rechnen die "Industrie-Verrückten" in diesem Jahr mit 4.400 Besuchern. Weit mehr also als die Flohburg aufweisen wird.

Das muss Gründe haben: Auf der einen Seite ein museales Innenleben, für das Experten fürstlich entlohnt wurden, auf der anderen eine Ansammlung von Technik eines einzigen Industriestandortes dieser Stadt. In der Flohburg scheint es kein Potential nach oben zu geben, außer: die Kommune nimmt noch mehr Geld in die Hand. Im IFA-Museum gibt es ein solches Potential, das Hans-Joachim Port am vergangenen Samstag als Vision beschrieb: Die komplette Industriegeschichte der Rolandstadt zusammenführen. Und die ist durchaus vielfältig. Exponate zum Anfassen, zum Anfühlen, zum Mitmachen, zum Beschäftigen. Alte Nordhäuser wissen das noch: Die Stadt hoch im Norden Thüringens war vermutlich nie eine Kulturstadt, sie mag seit 20 Jahren eine Hochschulstadt sein, sie war aber über Jahrhunderte hinweg eine Industriestadt. Und genau das muss wieder in den Mittelpunkt musealer Betrachtung gerückt werden.

Diese gewagte These wird durch das fünfte Museum befördert: Die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei. Die hängt in allen Kategorien die städtischen Einrichtungen ab. Im vergangenen Jahr wurden offiziell 29.172 Besucher gemeldet. Und da wird nicht nur mit der Schnapsbrennerei gepunktet, sondern auch mit einem Jahresprogramm, das die "Tradi" zu einem Ort der Industriegeschichte, aber eben auch zu einem Ort der Kultur macht. Und wo - mit Verlaub - gibt es alljährlich eine Adventsausstellung? Vielleicht ist eine solche Idee auch einfach zu profan für die Museumsfachleute in Nordhausen?
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

14.12.2017, 19.38 Uhr
AktenzeichenXY | Immer dieses schlecht gerede über unsere,
schöne Stadt - wen es nicht gefällt, möge die Macht mit ihm sein & weit weeeit wegziehen, wo es (vielleicht!) schöner ist.
"In den nächsten Jahren wirds uns mal schlechter gehen...."
Hä?? - we kann man das daran festmachen - das die ein- oder andere Einrichtung mal ein paar Besucher weniger hatte?!! (da müsste man schon die letzten 5-10 Jahre vergleichen, dann kann man urteilen - aber nicht so)
Der halbe Text is doch an den Haaren herbei gezogen. :(

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14.12.2017, 19.59 Uhr
murmeltier | Aktenzeichen XY ungelöst
Wer sich auf den Seiten des Museumsverbandes umsieht, der erkennt den Trend. Im ersten Jahr nach der Eröffnung (2013) gab es den Hype mit ca. 10.400 Besuchern. Soviel zum Vergleich.

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14.12.2017, 20.14 Uhr
h3631 | AktenzeichenXY
Hääää???
Wieviel sind bei Ihnen ein paar Besucher?
Kunsthaus: Minus ca.2000 Besucher
Tabakspeicher: Minus ca.1100 Besucher
Flohburg: Minus ca. 1200 Besucher
Das sind ca.4300 Besucher weniger oder wie rechnen Sie?

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14.12.2017, 21.20 Uhr
H.Freidenker | bemerkenswert!
während der Stadtratssitzung am Mittwoch (17.28 Uhr), ist die Stadt Nordhausen "notleidend", schon einen Tag später ist sie die reichste Kommune Nordthüringens!
Es geht einfach nur ums Geld und immer um die Richtung aus der man es betrachtet!
Wieviele Nordhäuser gehen zum Fußball bei Wacker?
Wieviele Nordhäuser gehen ins Theater?
Wieviele Nordhäuser gehen ins Museum?
Wieviel Nordhäuser gehen ins.....?
Fragt doch mal die Nordhäuser, was für sie eigentlich wichtig ist!
Da steht sicher die Infrastruktur, mit dem Sport, mit der Kultur und vor allem den Zuwendungen für Projekte für junge Menschen in einer harten Auseinandersetzung.

Liebe Grüße an die notleidende reichste Kommune in Nordthüringen!

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14.12.2017, 21.27 Uhr
janko | Besucherströme der Traditionsbrennerei
Bitte eine Tatsache nicht vergessen: die im Artikel gefeierten hohen Besucherzahlen der Traditionsbrennerei kommen unter anderem auch dadurch zustande, dass dort seit Jahren sehr gut laufende Produktionen des Theater Nordhausens stattfinden. ("Prost, Henriette", "Der Kontrabass", "Trinke! Was klar ist!", "Veronika, der Korn ist da")
"Trinke..." hatte meines Wissens nach um die 50 oder 60 ausverkaufte Vorstellungen, allein das macht schon zwischen 2500 bis 3000 Besucher, welche die Traditionsbrennerei für sich verbuchen kann.

Aber das Theater kann man ja ruhig abschaffen, nicht wahr?

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14.12.2017, 21.49 Uhr
Hans Dittmar | Besuch der Nordhäuser Museen
Mit einigen Punkten stehe ich ganz nah bei Ihnen Herr Greiner , aber man muß auch die Kirche im Dorf lassen und einige Fakten hinterfragen.

1. Unterscheiden muß man zwischen Besucher und Eintritt zahlenden Gast. Ich persönlich habe das Gefühl, das die "Gäste" eines Brautpaares welches sich im Kunsthaus trauen lässt als "Besucher" angezählt wird. Anders lässt sich der niedrige Durchschnitt der Einnahmen nicht erklären. Natürlich muß man in die Bewertung auch den Sozialtag pro Woche einrechnen. Die wie ich grade gelesen habe, bieten die Museen den Besuch für einen Tag die Woche für 1 (einen) Euro pro Person an.
Die Frage ist, ob man sich so eine Gebäude wie die Villa (Stadtschloss) als bloßes Gebäude für Ausstellungen auf Dauer leisten kann. Meine Familie wollte kürzlich den Turm, welcher aber nach dortiger Aussage gesperrt sei.
Schaue ich in andere Städte, finden sich günstigere Möglichkeiten wie Galeristen, welche Ausstellungen organisieren und für die Kaufvermittlung Geld einnehmen.
Dann soll doch ein Galerist das Gebäude mieten?

2. Flohburg. Die Besucherzahlen in der alten Flohburg waren deshalb so hoch, weil die Ausstellung nach Themen alle paar Wochen wechselte! Nach dem Auszug der Stadtbibliothek war dieses Museum ein schönes "Kleinod", welches man gern durchstreifte. Oft vergessen und nie erwähnt mit ca. 8 (acht) Mio Euro schlug dieser Um- und Neubau zu Buche. Und Frau OB Rinke machte Druck, damit Sie ihren 60. Geburtstag auf der Baustelle feiern konnte. Weil das Bürgerhaus noch einmal mit 14 Mio zu Buche schlug, redete man kaum noch über die versenkten 8 Mio. Am Ende für ein starres steriles Museum!

Parallel dazu entwickelte sich seinerzeit das IFA Museum, die neben der Flohburg einige Exponate vom Tabakspeicher bekamen, welche man dadurch fast leer räumte obwohl dieser das Flagschiff war. Der Vorteil des Tabakspeicher sind natürlich seine wechselnden Ausstellungen oder auch Events. Momentan zeigt man die Geschichte der Eisherstellung welche von Nordhäuser Eisfirmen unterstützt wird. Ab Dezember beginnt die Ausstellung über die Archäologie mit Funden aus dem Landkreis! Und damit ist man schon beim nächsten Problem!
Die "Kreisstadt" hält alles vor? Wie viele Bibliotheken gibt es heute noch im Landkreis. Wie viele Museen zeigen die Geschichte des Landkreises?
Was zahlt der Landkreis für die Angebote in der Kreisstadt?
Wieso gewährt und gibt eine Landesregierung Fördermittel zum Neubau von Museum, Bibliothek und Sanierung Theater, wenn jedoch die Folgekosten zur Betreibung dieser dann als "freiwillige Leistungen" nicht anerkannt werden?! Auf Deutsch - Das Land fordert die Reduzierung der freiwilligen Leistungen, also die Schließung von Museen und Bibliotheken die kurz zuvor noch mit großen Förderprogrammen gebaut worden sind! Und genau das ist das kranke Geschwür! Wo war damals das Landesverwaltungsamt, welches heute auf Empfehlungen des Landrates alles in Nordhausen in Frage stellt. Damals hätte man sagen können: NEIN! Sie können sich das auf Dauer nicht leisten!

Lieber Herr Greiner,
Vielleicht kann man ja ihre hier eingebrachte Kritik der Interessenlosigkeit und Handykranken Kinder zu Geld machen. Vielleicht sollte man einen virtuellen Besuch des Museums anbieten, der gleich von der Handyrechnung abgebucht wird. Dann würden die Menschen gar nicht bemerken, dass das Museum vielleicht irgendwann für immer geschlossen bleibt.

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14.12.2017, 22.22 Uhr
Treuhänder | Planung
Eine Stadt sollte mit ihren Fachleuten und den Mitgliedern des Stadtrates in in der Lage sein, finanzielle Auswirkungen einschätzen zu können. Ein Haus mit Fördermitteln und Krediten zu bauen ist eine Sache und die Unterhaltung dieses Hauses eine andere. Aber beides gehört zusammen. Wenn der Bau und die Unterhaltung von Anfang an zusammen betrachtet worden wären, wäre der ein oder andere Bau vermutlich nicht entstanden.

Diese neuen Bauten binden vermutlich so viele Ressourcen, dass Straßen, Brückenbauten etc. auf der Strecke bleiben.

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14.12.2017, 22.55 Uhr
Kama99 | Wer braucht.....
Ist doch egal wie viel Museen die Stadt hat. Kommt doch eh bald keiner mehr hin, bei den Zustand der Strassen.

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15.12.2017, 08.31 Uhr
guckan | Wem nützt es?
Das ist die entscheidende und immer wieder kehrende Frage. Der Herr, der fleißig diese in nnz allgegenwärtigen "Anti-Kultur" Artikel schreibt, hat zum Beispiel überhaupt kein Problem damit, dass der Bürger die überdimensionierten Stadionflausen seines Lieblingsvereines bezahlt.

Da das Thema Stadion aber ein klares Minderheitenthema, fairerweise wie Theater auch, ist, wird über die "schlechten Straßen" und "maroden Brücken" versucht, der Kultur den Geldhahn abzudrehen um den Geldfluß in andere, dem Eigengeschmack dienlichere Kanäle zu lenken. Wenn man den Leuten nur oft genug erzählt, dass alles so mies ist, weil es ein Theater und Museen gibt, glauben das irgendwann einige.

Man kann und sollte sicher über Sinn und Zweck öffentlicher Mittel diskutieren. Hier wird aber versucht mit der pauschalen publizistischen Keule der Kultur den Garaus zu machen. Letztendlich muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ob er lieber in einem Land der Kultur oder im Land der Brot und Spiele des Autors leben möchte.

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15.12.2017, 08.46 Uhr
murmeltier | Anti Kultur?
Müssen Journalisten nicht den Finger in die Wunden legen. Mag ja sein, dass der Greiner einen Lieblingsverein hat. Haben andere Journalisten auch. Aber nur mal so am Rande:

Städtische Kosten pro Jahr für AKS: rund 200T€, Dafür wird der Platz auch von allen anderen Fußballvereinen in NDH genutzt. Eventuelle Sanierung: 5 bis 6 Mio €, vielleicht 50% Fördermittel.

Stadtkosten für Theater: 3 Mio € pro Jahr, selbst die Miete für das Gebäude verschenkt die Stadt über Umwege. Sanierung Theater: 20 Mio €, Höhe FM ungewiss, max. 70%

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15.12.2017, 09.28 Uhr
guckan | Genau das meine ich.
Sie versuchen hier dem Leser zu vermitteln, dass ein Fußballstadion oder Straßen und Brücken ein Klacks wären, wenn es das Theater nicht gäbe. Kein normaler Mensch macht aber die Lebensqualität einer Stadt an Straßen, Brücken oder Bolzplätzen fest, sondern an Arbeit, Kultur (Theater...), Schulen, ÖPNV, Gesundheitseinrichtungen, Versorgung, Gastronomie....

Dieses Niederschreiben der Stadt ist an Realitätsferne kaum noch zu überbieten. Denn es ist eine lebenswerte Stadt mit engagierten Menschen. Da könnt ihr hier schreiben was ihr wollt.

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15.12.2017, 09.33 Uhr
Treuhänder | Theater
In diesem Beitrag ist nichts über das Theater zu finden, oder doch. Noch dazu.

Freiwillige Aufgabe - Theater, Museen, AKS
Pflichtaufgabe - Straßen Brücken Fußwege

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15.12.2017, 09.57 Uhr
janko | Was viele Kommentatoren (wieder) nicht verstehen werden...
...oder auch nicht verstehen wollen:
Es werden NICHT zwei Gehwege pro Jahr mehr saniert werden, wenn nur ein Museum geschlossen wird. Der AKS wird NICHT saniert werden, nur weil das Theater NICHT saniert wird. Die KiTa-Plätze werden NICHT plötzlich günstiger, nur weil es zu Martini kein Feuerwerk mehr gibt etc pp, was der Beispiele noch mehr wären.

Das theoretische Geld, welches man "spart" durch die Milchmädchenrechnung "wenn dies geschlossen wird, wird jenes besser gemacht werden", wird einfach ebenfalls nicht ausgegeben.

Das sollte, wenn man Politik kennt, eigentlich auf der Hand liegen. Das einzige, was man erreicht, ist, dass Nordhausen nur immer ärmer und ärmer und ärmer wird, ohne dass dadurch etwas gewonnen würde, wie sich das einige Kommentatoren wohl vorstellen, oder wie der Verfasser des Artikels es suggestiert.

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15.12.2017, 11.26 Uhr
Paulinchen | Keine Kritik,...
...nur eine Frage, weil ich davon bislang hier nichts gelesen habe. In vielen Städten, welche ich im Sommerurlaub besucht habe, fielen mir an Hauswänden öffentlicher Gebäude Schilder auf, mit der Aufschrift: "Hier kostenfreie WLAN-Zone für Touristen". Gibt es das auch schon in Nordhausen?

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15.12.2017, 11.37 Uhr
Nörgler | Aufrechnen
Hier geht es nicht um gegenseitiges Aufrechnen. Wer die Augen zumacht vor der Tatsache, dass es ab 2019/20 deutlich weniger Geld von EU, Bund und Land für die Gemeinden geben wird, der landet im Desaster. Jetzt drängt die Wirtschaft auch noch auf die Senkung der Gewerbesteuer!!!!!!!

Was denkt Ihr denn alle, was und wieviel es dann noch zu verteilen gibt. Vielleicht heute und morgen schon mal drüber nachdenken, das Geld auch für Nordhausen endlich ist????

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15.12.2017, 13.22 Uhr
guckan | Schwarzmalerei
Die Wirtschaft drängt immer auf die Senkung der Gewerbesteuer. Ob sie die zu Lasten der Kommunen bekommt steht auf einem ganz anderen Blatt. Und der Solidarpakt II läuft zwar 2019 aus, das heißt aber nicht, dass eine geringere Finanzausstattung der Kommunen eine "Tatsache" sei. Das ist einfach nur eine Vermutung.

Tatsache ist allerdings, dass die kommunalen Haushalte insgesamt trotz jährlich geringerer Zuwendungen aus dem Solidarpakt II steigen. Tatsache ist auch, dass sich die Politik schon seit geraumer Zeit mit strukturellen Hilfen für die Zeit nach 2019 beschäftigt. Da kann es uns egal sein wie das neue Ding heißt und ob da auch eine Kommune aus Niedersachsen oder dem Ruhrpott mit profitiert.

Hier die Stadt schlecht zu schreiben und mal "vorsorglich" die Schließung von Museen anzukurbeln ist jedenfalls der falsche Weg. Dafür bekommt auch niemand eine Straße oder Brücke.

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15.12.2017, 14.52 Uhr
Kilian Baltres | Immerso weiter hat schon die DDR kaputt gemacht
Aber es war doch schon in den letzten Jahren der DDR so, daß alle gesagt haben es geht schon irgendwie wirtschaftlich weiter. Am Ende erhielt man die Quittung, die Republik war vor allen ökonomisch am Ende. Die Warner wollte keiner hören. Soll das jetzt hier auch so sein. Die Augen zumachen ist die schlechteste Lösung für unsere schöne Stadt. K. Baltres

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