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Mo, 18:14 Uhr
04.09.2017
Weltladen wird 20 Jahre

Fairer Handel schafft Perspektiven

Vom 15. bis 29. September findet die Faire Woche, die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland statt. Mit von der Partie ist in Nordhausen natürlich auch der Nordhäuser Weltladen und das seit bald 20 Jahren. Zur fairen Woche will man unter anderem über fairen Handel in Palästina sprechen...

Passend zur fairen Woche wird der Weltladen am Samstag, den 16. September um 19 Uhr einen Vortragabend organisieren. Als Thema hat man kein leichtes gewählt: „Fairer Handel in Palästina - als wirtschaftliche Perspektive und gegen Landflucht und Migration“.

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Anschließen lädt der Weltladen zu einer Verköstigung mit Produkten aus dem Fairem Handel ein. Man werde die Gäste mit vielen Köstlichkeiten "fairwöhnen". Der Faire Abend findet statt im WeltladenCafé in der Barfüßerstraße und ist ein Beitrag des Weltladen Nordhausen zur bundesweiten Fairen Woche, die unter dem Motto „Fairer Handel wirkt“ steht.

Los geht es um 19 Uhr mit dem Grußwort und der Eröffnung des Fairen Abends durch Landrat Mathias Jendricke und Bürgermeisterin Jutta Krauth

Der Vortrag von Fida Abdallah und Ibtissam Musa beginnt 19:30 Uhr, ab 21 Uhr wird man mit der "FairKöstigung" beginnen.

Die Faire Woche

Bei der Fairen Woche laden Weltläden, Aktionsgruppen, Unternehmen, Supermärkte, gastronomische Betriebe und andere bei rund 2.500 Veranstaltungen dazu ein, den Fairen Handel kennen zu lernen.

Die Faire Woche 2017 – veranstaltet vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und TransFair – steht unter dem Motto: Fairer Handel schafft Perspektiven!

Im vergangenen Jahr feierte Schrankenlos Geburtstag, dieses Jahr ist der Weltladen dran (Foto: Archiv) Im vergangenen Jahr feierte Schrankenlos Geburtstag, dieses Jahr ist der Weltladen dran (Foto: Archiv)


Kaffee oder Tee zum Frühstück, die Banane in der Mittagspause und der Orangensaft samt Schokoriegel am Nachmittag haben einen langen Weg hinter sich – viele Produkte unseres täglichen Bedarfs kommen aus Ländern des globalen Südens. Hunger, fehlende Gesundheitsversorgung und Bildungsangebote sowie menschenunwürdige Arbeitsbedingungen fehlen noch immer sehr vielen Menschen – auch und gerade solchen, die für unseren überwiegend nicht nachhaltigen Konsum arbeiten. Millionen Menschen haben kaum Möglichkeiten, ihre Situation aus eigener Kraft zu verbessern. Viele von ihnen sehen für sich und ihre Kinder in ihrer Heimat keine Perspektive. Der Faire Handel will das ändern – durch die Verbindung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten schafft er Perspektiven für Produzent*innen weltweit.

„Durch den Fairen Handel können wir unseren Farmern einen guten Preis zahlen“, sagt Stanley Maniragaba von der Kaffee-Kooperativen ACPCU aus Uganda. Davon würden die Kaffeebäuerinnen und - bauern enorm profitieren: „Sie können Schulgebühren für ihre Kinder zahlen und medizinische Dienste in Anspruch nehmen.“

Auch die deutschen Verbraucher*innen tragen ihren Teil dazu bei: 2016 gaben die Deutschen 1,3 Milliarden Euro für fair gehandelte Produkte aus – rund doppelt so viel wie 2012. Dabei hält Kaffee mit 36 % am Gesamtumsatz die Spitzenposition. Dennoch: Trotz Wachstum sind nur vier von 100 Tassen Kaffee in Deutschland fair gehandelt.

In Nordhausen haben Verbraucherinnen und Verbraucher am 16. September 2017 um 19 Uhr in der Barfüßerstraße 32 im WeltladenCafé die Gelegenheit, mehr über die Perspektiven für die Produzent*innen sowie den Fairen Handel zu erfahren. Wir freuen uns auf Fida Abdallah (Leiterin des Produktionsvertriebs bei Canaan Fair Trade) und Ibtissam Musa (Maftoul-Produzentin) aus Palästina.

Sie werden über den Fairen Handel in Palästina berichten und die Frage stellen: Ist der Faire Handel eine wirtschaftliche Perspektive gegen Landflucht und Migration? Gemeinsam wollen wir 20. Jahre Weltladenarbeit mit Ihnen diskutieren und laden im Anschluss zu einer Verköstigung ein.

Informationen zur Fairen Woche, ein Veranstaltungskalender sowie Einkaufsmöglichkeiten für fair gehandelte Produkte sind unter www.weltladen-ndh.de abrufbar.
Autor: red

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