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So, 16:28 Uhr
09.04.2017
Marios Bücherkiste

„Das Labyrinth der Lichter“

Er wurde 1959 in Nordhausen geboren, hat in Redaktionen vieler großer Deutscher Zeitungen gearbeitet. Und der Mann liest gern. Für die Nordthüringer Online-Zeitungen stöbert Mario Bartsch in den Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt...


Der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón begeisterte mit seinen Romanen rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. Nun ist mit „Das Labyrinth der Lichter“ der abschließende Teil der Tetralogie erschienen. Der Roman ist hochspannend und fesselt bis zur letzten Zeile.

Mit seinen Barcelona-Romanen um den „Friedhof der Vergessenen Bücher“ hat Carlos Ruiz Zafón Millionen begeistert. „Der Schatten des Windes“, „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefangene des Himmels“ wurden internationale Bestseller. Allein sein 2003 in deutscher Übersetzung erschienener Roman „Der Schatten des Windes“ wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und mehr als 15 Millionen Mal verkauft. In „Das Labyrinth der Lichter“ führt er jetzt die Handlungsstränge der Bücher zusammen.

Im Mittelpunkt des Romans steht die eigenwillige Alicia Gris, ein Waisenmädchen aus dem Bürgerkrieg: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt sie von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. Er verkaufte u.a. die Kinder von politischen Häftlingen.

In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie „Das Labyrinth der Lichter“, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.

Cover (Foto: S. Fischer Verlag) Mit „Das Labyrinth der Lichter“ hat der Zafón wieder ei­ne at­mo­sphä­risch dich­te Er­zäh­lung rund um den Hort des ver­lo­re­nen Wis­sens in­mit­ten Bar­ce­lo­nas ge­schaf­fen. Auf fast 1000 Seiten spinnt er seine Fäden, lässt die Vergangenheit in die Gegenwart greifen, ergeht sich in Rückblenden, jagt seine Figuren quer durch Barcelona oder Madrid. Es ist ein spannender Roman voller Intrigen, Geheimnisse und unerwarteter Wendungen.

Über den Autor: Carlos Ruiz Zafón begeistert mit seinen Barcelona-Romanen um den Friedhof der Vergessenen Bücher ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. „Der Schatten des Windes“, „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefangene des Himmels“ waren allesamt internationale Bestseller. Auch „Marina“, der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf den Bestsellerlisten. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen „Der Fürst des Nebels“, „Mitternachtspalast“ und „Der dunkle Wächter“. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles.
Mario Bartsch

Carlos Ruiz Zafón: „Das Labyrinth der Lichter“
Aus dem Spanischen von Peter Schwaar
Hardcover; 944 Seiten
S. Fischer Verlag; 2017
25,00 Euro
ISBN 978-3-10-002283-7
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