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Do, 07:39 Uhr
30.06.2016
engagierte Schüler mit Reise belohnt

Zum Abschluss nach Berlin

Sie haben sich weit über das normale schulische Maß hinaus mit Geschichte und den Geschicken Nordhausens auseinandergesetzt, hatten Preise bekommen. Nun haben sie sich selbst belohnt, mit einem Besuch in der Hauptstadt, bei der historische Stationen natürlich nicht fehlen durften...

Ab September 2014 gestalteten 9 Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Gymnasiums „Wilhelm von Humboldt“ aus Nordhausen im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts Gesellschaftswissenschaften unter Anleitung Ihrer Lehrerin Frau Liebig und mit Unterstützung des Stadthistorischen Museums „Flohburg“ durch Frau Dr. Klose und Mitarbeitern unter dem Thema >Nordhausen während der „Revolution der Kerzen“ vor 25 Jahren. Der Umbruch 1989/90.< eine Plakat-Ausstellung mit einem umfangreichen Begleitprogramm.

Für die außergewöhnlich gelungene Arbeit erhielt die Schülergruppe einen vom Landtagspräsidenten des Thüringer Landtages und der Thüringer Allgemeinen ausgelobten Sonderpreis mit einer Dotation. Eine Verwendung für das Preisgeld fand die Gruppe schnell.: „Wir fahren nach Berlin!!“ Die Organisation der Reise oblag der Schülergruppe.

Wie es sich zeigte, dachten die Jugendlichen an fast alles.
Wie sie die Tage in Berlin erlebten, beschreibt ihr Bericht:

„Nach 2 Jahren Wahlpflichtunterricht im Fach Gesellschaftswissenschaften mit unserer Lehrerin Frau Liebig konnten wir uns einen besonderen Höhepunkt zum Abschluss gestalten. Diese Möglichkeit bekamen wir durch das Preisgeld vom Geschichtswettbewerb des Thüringer Landtagspräsidenten und der Thüringer Allgemeine. Erneut wurden wir vom Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie unterstützt.


Direkt nach der Ankunft am Montag besuchten wir die Gedenkstätte für die ermordeten Juden in Europa. [Leider hat das Informationszentrum montags geschlossen] Wir besichtigten das Stelenfeld und informierten uns aus dem Internet über die zentrale Holocaustgedenkstätte Deutschlands. Im Anschluss daran besichtigten wir das Haus am Checkpoint Charly. Dieses beeindruckte uns besonders durch die Fülle der Informationen. Es wurde eine Vielfalt an Fluchtversuchen vorgestellt. So flüchtete man beispielsweise verkleidet als Offizier, versteckt in einem Koffer im Hubraum oder in einer Motorattrappe.
Den Dienstag verbrachten wir größtenteils in der Normannenstraße, in der sich das Archiv der Bundesbehörde für Stasiunterlagen befindet.

Wir begannen mit einer interessanten und ausführlichen Gesprächsrunde mit Roland Jahn, dem Leiter der Behörde, in der wir ihm Fragen zum Themenbereich Stasi und Friedliche Revolution stellten. Unser ganz besonderes Interesse galt seinem Handeln als Oppositioneller und während der Zeit der Friedlichen Revolution, da wir uns selber sehr lange und intensiv mit dem Thema befasst haben.Daraufhin wurden wir von Herrn Dr. Löhn durch das Archiv und das Museum geführt. Besonders beeindruckend waren die Massen und die Vielfalt der Unterlagen, die über die DDR-Bürger angelegt wurden, sowie die verschiedenen Möglichkeiten der Überwachung und Spionage.

Ein abschließendes Highlight war der Besuch der Berliner Fan-Meile beim Brandenburger Tor im Zuge des Spiels der Deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland.

Ein besonderer Dank unseres Kurses gilt der Geschäftsführung des bundesweiten Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“, vor allem Herrn Dr. Parak.

Celine Freyberg, Sarah Riem, Lena Walther, Hanna Schelenhaus, Julius Tietje, Matthias Onnen und Konrad Schwarze.
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