Mi, 17:45 Uhr
11.05.2016
Genetische Untersuchungen bestimmen endgültig den Täter
Fuchs-Attacken auf Rinder in Hasselfelde
Immer neue Nachrichten über tote und verletzte Kälber in einer Rinderzuchtanlage in Hasselfelde sorgten in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen. Einigen Kälbchen wurden bei lebendigem Leib die Ohren oder der Schwanz abgebissen. Bereits vor einem Jahr hatte es ähnliche Vorfälle in denselben Ställen gegeben...
Der Rinderhalter hatte die Nationalparkverwaltung Harz hinzugezogen weil er einen Luchs für den Täter hielt. Die Nationalparkmitarbieter vermuteten allerdings bereits damals, dass Füchse die Kälber attackierten und installierten eine automatische Kamera an einem der halboffenen Rinderställe.
Es entstanden etliche Aufnahmen von Füchsen, die in dem Stall ein und ausgingen. Genetische Proben von Bissstellen der toten Tiere sprachen auf die Untersuchung mit speziellen Luchsmarkersystemen nicht an.
Der Rinderhalter machte dennoch einen Luchs oder einen Wolf für die erneuten Attacken in diesem Jahr verantwortlich. Die Nationalparkverwaltung installierte daher wieder Kameras an zwei der betroffenen Ställe. Videos zeigen, wie ein Fuchs einem liegenden Kalb in das Ohr und in die Hinterhand beißt. Beinahe 100 Fotos belegen, wie ein Fuchs ein Kalb mit andauernden Attacken zu Tode bringt.
Der Landkreis Harz stellte daraufhin eine Schießerlaubnis aus, um etwas gegen die Rotröcke zu tun. Nach der Erlegung der ersten Füchse wurden Ende April jedoch wieder tote Tiere mit Bissverletzungen gemeldet. Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Harz nahmen Abstriche von den Wunden und ließen diese am Senckenberg Labor in Gelnhausen genetisch untersuchen. Gleichzeitig wurden auch die Proben aus dem vergangenen Jahr noch einmal untersucht, diesmal mit genetischen Markersystemen, die auf Fuchs und Wolf-DNA reagieren.
Das Ergebnis könnte eindeutiger nicht mehr sein. Sowohl in den letztjährigen als auch an den aktuellen Proben stellten die Genetiker nun Fuchs-DNA fest. Möglicherweise locken die Nachgeburten der kalbenden Kühe um diese Jahreszeit zahlreiche Füchse in die frei zugänglichen Ställe. Es ist die gesetzliche Pflicht des Tierhalters, wirksame Maßnahmen zu treffen, um seine Tiere vor derartigen Angriffen zu schützen.
Autor: redDer Rinderhalter hatte die Nationalparkverwaltung Harz hinzugezogen weil er einen Luchs für den Täter hielt. Die Nationalparkmitarbieter vermuteten allerdings bereits damals, dass Füchse die Kälber attackierten und installierten eine automatische Kamera an einem der halboffenen Rinderställe.
Es entstanden etliche Aufnahmen von Füchsen, die in dem Stall ein und ausgingen. Genetische Proben von Bissstellen der toten Tiere sprachen auf die Untersuchung mit speziellen Luchsmarkersystemen nicht an.
Der Rinderhalter machte dennoch einen Luchs oder einen Wolf für die erneuten Attacken in diesem Jahr verantwortlich. Die Nationalparkverwaltung installierte daher wieder Kameras an zwei der betroffenen Ställe. Videos zeigen, wie ein Fuchs einem liegenden Kalb in das Ohr und in die Hinterhand beißt. Beinahe 100 Fotos belegen, wie ein Fuchs ein Kalb mit andauernden Attacken zu Tode bringt.
Der Landkreis Harz stellte daraufhin eine Schießerlaubnis aus, um etwas gegen die Rotröcke zu tun. Nach der Erlegung der ersten Füchse wurden Ende April jedoch wieder tote Tiere mit Bissverletzungen gemeldet. Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Harz nahmen Abstriche von den Wunden und ließen diese am Senckenberg Labor in Gelnhausen genetisch untersuchen. Gleichzeitig wurden auch die Proben aus dem vergangenen Jahr noch einmal untersucht, diesmal mit genetischen Markersystemen, die auf Fuchs und Wolf-DNA reagieren.
Das Ergebnis könnte eindeutiger nicht mehr sein. Sowohl in den letztjährigen als auch an den aktuellen Proben stellten die Genetiker nun Fuchs-DNA fest. Möglicherweise locken die Nachgeburten der kalbenden Kühe um diese Jahreszeit zahlreiche Füchse in die frei zugänglichen Ställe. Es ist die gesetzliche Pflicht des Tierhalters, wirksame Maßnahmen zu treffen, um seine Tiere vor derartigen Angriffen zu schützen.
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