Sa, 17:59 Uhr
02.04.2016
IMMER WIEDER KLASSENTREFFEN
Auch Lehrer Stolz kommt gern
Der Termin ist stets festgeschrieben: Freitag nach Ostern. Alle zwei Jahre. So hieß es auch gestern beim Klassentreffen erneut: Wir sehen uns wieder Freitag nach Ostern 2018...
Mit Anhang fanden sich etwa 50 Personen im Saal der Gaststätte Am Hagen ein. (Foto: Kurt Frank)
Mit Anhang fanden sich etwa 50 Personen im Saal der Gaststätte Am Hagen ein.
Günzerode. Wieder erwarteten die mit Kaffee und Kuchen gedeckten Tische im Saal der Gaststätte Am Hagen ihre Gäste. Dafür hatten Wirtin Steffi Spieß und ihr Team gesorgt. Und viele der ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die einst die Dorfschule des kleinen Helme-Ortes besuchten, waren angereist:
Herbert Kuntze aus Nordhorn an der niederländischen Grenze brachte mit VW Golf 400 Kilometer hinter sich. Brunhilde Mummer (geborene Sartory) kam aus Berlin, Roman Patrofsky aus Leipzig. Die weiteste Anreise hatte Marianne Suhr (geborene Hoppe). Ihr Sohn chauffierte sie aus Gral Müritz in ihr Heimatdorf. Die Begegnung mit Ehemaligen aus gemeinsamen Schuljahren und die Liebe zum Dorf ihrer Kindheit und Jugendjahre ließ sie und andere weite Wege auf sich nehmen.
Heimatverbundenheit drückte Erika Hoyer (geborene Nebelung) in einem selbst verfassten Gedicht überzeugend so aus :
Auch Lehrer Gerhard Stolz war von diesen ausdrucksstarken Versen angetan. Obwohl er nur ein halbes Jahr lang in Günzerode unterrichtete, setzte er sich seinerzeit mit dem Bau einer Freilichtbühne ein Denkmal. Der Lehrer belebte sein Werk mit Auftritten der Laienspielgruppe, Musik und Volkstänzen. Das war vor 66 Jahren.
Immer wieder kommt der 85-Jährige gern nach Günzerode zum Klassentreffen. Seit Jahr und Tag. Er revanchierte sich für den Blumenstrauß, den ihm seine einstige Schülerin Erika Hoyer zur Begrüßung überreichte, mit einer Flasche Lebenselixier, wie er es nannte.
Ein Ständchen gebracht (Foto: Kurt Frank)
Eine kleine kulturelle Einlage boten mit Alt-Saxofon Karlheinz Prade mit Ehefrau Hannelies aus Ellrich, während Schwager bzw. Bruder Heinrich Kaempffe aus Mauderode ihnen das Notenbuch vor die Nase hielt (Bild).
Solange der Kopf noch klar ist und die Füße tragen, werde die Tradition weiter gepflegt, ist Erika Hoyer, die Organisatorin, überzeugt. Das hoffen und wünschen auch alle Ehemaligen. Auch Anneliese Eisenächer (Mädchenname: Leßner) und Ursel Bürgermeister (Mädchenname: Becker), beide 85 Jahre alt, wollen Freitag nach Ostern 2018 wieder dabei sein. Und darüber hinaus.
Kurt Frank
Autor: red
Mit Anhang fanden sich etwa 50 Personen im Saal der Gaststätte Am Hagen ein. (Foto: Kurt Frank)
Mit Anhang fanden sich etwa 50 Personen im Saal der Gaststätte Am Hagen ein.
Günzerode. Wieder erwarteten die mit Kaffee und Kuchen gedeckten Tische im Saal der Gaststätte Am Hagen ihre Gäste. Dafür hatten Wirtin Steffi Spieß und ihr Team gesorgt. Und viele der ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die einst die Dorfschule des kleinen Helme-Ortes besuchten, waren angereist:
Herbert Kuntze aus Nordhorn an der niederländischen Grenze brachte mit VW Golf 400 Kilometer hinter sich. Brunhilde Mummer (geborene Sartory) kam aus Berlin, Roman Patrofsky aus Leipzig. Die weiteste Anreise hatte Marianne Suhr (geborene Hoppe). Ihr Sohn chauffierte sie aus Gral Müritz in ihr Heimatdorf. Die Begegnung mit Ehemaligen aus gemeinsamen Schuljahren und die Liebe zum Dorf ihrer Kindheit und Jugendjahre ließ sie und andere weite Wege auf sich nehmen.
Heimatverbundenheit drückte Erika Hoyer (geborene Nebelung) in einem selbst verfassten Gedicht überzeugend so aus :
Mein Heimatdorf
Steh ich auf dem Hamsterberg
und schau hinab ins Tal.
Dort unten liegt mein Dörfchen
im schönen Helmetal.
Ich sehe unsere Kirche,
die Schule nebenan, wo
ich als kleines Mädchen
mit Lesen und Schreiben begann.
Hier wurde ich geboren,
hier steht mein Elternhaus,
da wohne ich noch immer,
es zieht mich nicht hinaus.
Ich lebe hier sehr gerne,
brauch nicht die weite Welt.
Die Menschen im Dorf sind mir wichtig,
viel mehr als Gut und Geld.
Ein freundliches Guten Morgen,
ein paar nette Worte übern Gartenzaun,
das macht das Leben richtig schön,
da könnt ihr darauf bauen.
Steh ich auf dem Hamsterberg
und schau hinab ins Tal.
Dort unten liegt mein Dörfchen
im schönen Helmetal.
Ich sehe unsere Kirche,
die Schule nebenan, wo
ich als kleines Mädchen
mit Lesen und Schreiben begann.
Hier wurde ich geboren,
hier steht mein Elternhaus,
da wohne ich noch immer,
es zieht mich nicht hinaus.
Ich lebe hier sehr gerne,
brauch nicht die weite Welt.
Die Menschen im Dorf sind mir wichtig,
viel mehr als Gut und Geld.
Ein freundliches Guten Morgen,
ein paar nette Worte übern Gartenzaun,
das macht das Leben richtig schön,
da könnt ihr darauf bauen.
Auch Lehrer Gerhard Stolz war von diesen ausdrucksstarken Versen angetan. Obwohl er nur ein halbes Jahr lang in Günzerode unterrichtete, setzte er sich seinerzeit mit dem Bau einer Freilichtbühne ein Denkmal. Der Lehrer belebte sein Werk mit Auftritten der Laienspielgruppe, Musik und Volkstänzen. Das war vor 66 Jahren.
Immer wieder kommt der 85-Jährige gern nach Günzerode zum Klassentreffen. Seit Jahr und Tag. Er revanchierte sich für den Blumenstrauß, den ihm seine einstige Schülerin Erika Hoyer zur Begrüßung überreichte, mit einer Flasche Lebenselixier, wie er es nannte.
Ein Ständchen gebracht (Foto: Kurt Frank)
Eine kleine kulturelle Einlage boten mit Alt-Saxofon Karlheinz Prade mit Ehefrau Hannelies aus Ellrich, während Schwager bzw. Bruder Heinrich Kaempffe aus Mauderode ihnen das Notenbuch vor die Nase hielt (Bild).
Solange der Kopf noch klar ist und die Füße tragen, werde die Tradition weiter gepflegt, ist Erika Hoyer, die Organisatorin, überzeugt. Das hoffen und wünschen auch alle Ehemaligen. Auch Anneliese Eisenächer (Mädchenname: Leßner) und Ursel Bürgermeister (Mädchenname: Becker), beide 85 Jahre alt, wollen Freitag nach Ostern 2018 wieder dabei sein. Und darüber hinaus.
Kurt Frank





