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Mo, 18:50 Uhr
07.03.2016
Burnout ist längst keiner Managerkrankheit mehr

Ausgebrannte Studenten

Die Erwartungen an das Studium sind hoch, voller Vorfreude startet man in das Studium. Angehende Studenten gehen einen enormen Zeitaufwand ein um die immer höher-geschraubten Anforderungen zu erfüllen, Credit Points zu sammeln und ihr Studium möglichst schnell zu beenden. Doch immer mehr Studierende verlieren ihren Elan innerhalb des Studiums, immer häufiger lautet die Diagnose Burnout...

Ausgebrannt (Foto: Unsplash/Pixabay.com)
Mehr und mehr Studenten nehmen psychologische Beratung in Anspruch. Nicht bei allen lautet die Diagnose Burnout, fest steht aber, dass sich die Zahlen häufen. Lange Eine ganze Zeit lang galt Burnout als eine Managerkrankheit, hervorgerufen durch enorme Beanspruchung, Zeitdruck und eine ständige Verantwortung.

Genau diesen Faktoren sehen sich die Studierenden seit der Umstellung auf Bachelor und Master zunehmend ausgesetzt. Die neu strukturierten Studiengänge sind meist viel zu vollgepackt und lassen den Studenten kaum Spielraum in der Studienplanung. Da viel Pensum innerhalb relativ kurzer Zeit absolviert werden muss, geraten Studierende aller Fachrichtungen unter Stress und leiden unter dauerhafter Erschöpfung. In einem solchen Zustand fällt es zunehmend schwerer ein Studium bestmöglich und vor allem innerhalb der festgelegten Regelstudienzeit zu beenden.

Bei Weitem nicht alle Studenten nehmen professionelle Hilfe in Anspruch um ihre Überforderung zu kompensieren. Leistungssteigernde Substanzen um den Stoff besser bewältigen zu können und im Zeitplan zu bleiben sind weit verbreitet, andere fühlen sich mit den Anforderungen so sehr überfordert, dass sie sich an professionelle Ghostwriter wenden. Diese schreiben bei entsprechender Bezahlung nahezu jede wissenschaftliche Arbeit, von der einfachen Hausarbeit bis hin zur Masterarbeit. Wer gar nicht mehr kann bricht ab, auch die Zahl der Studienabbrecher wächst.

Ursachenforschung

Woran es liegt, dass mehr und mehr Studierende schon in jungen Jahren an Burnout erkranken lässt sich nicht eindeutig benennen. Vielmehr ist es eine Verkettung vieler Umstände, die Bologna Reform und die resultierenden Konsequenzen haben jedoch entscheidenden Einfluss auf diese Entwicklung.

Es gab immer einen Anteil an Studenten der dem Lernstoff nicht gewachsen war und sich in psychologische Beratung begab. Im Zuge der Umstellung auf das Bachelor-Master System ist der Anteil jedoch deutlich gestiegen. Zum Einen ist die Umstellung keinesfalls optimal gelaufen und zum Anderen bei weitem noch nicht abgeschlossen. Viele Studiengänge befinden sich in einem ständigen Anpassungsprozess, die Studierenden können teilweise den Eindruck bekommen sie seien "Versuchskaninchen" der Bildungspolitik. Das alte System war etabliert und erprobt. Wenn ein solches System geändert wird kann man mit Problemen rechnen die sich erst nach und nach herauskristallisieren.

Mehr Studenten, weniger Geld

Weiterhin nimmt die Zahl der Studenten zu, immer weniger Schulabgänger treten eine Ausbildung an. Ein weiterer Grund für die vermehrte Burnout-Diagnose bei Studenten könnte demnach auch sein, dass mehr junge Menschen ein Studium beginnen, obwohl sie eigentlich nicht geeignet für akademisches Arbeiten sind. Die klammen Universitäten sind zudem nicht in der Lage auf den Anstieg der Studenten zu reagieren und das Personal entsprechend aufzustocken.

Überfüllte Hörsäle und Lehrbeauftragte die sich nicht um alle Studenten kümmern können sind die Folge. Es wäre wünschenswert, wenn die Entwicklung sich in Zukunft in Richtung eigenständiges freies Lernen entwickelt und Studenten nicht schon vor Antritt ihres Berufslebens zu erschöpften Menschen mit psychologischen Problemen werden lässt. Bildquelle: Unsplash/Pixabay.com
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Kommentare

10.11.2017, 13.32 Uhr
Kevin2 | Professionelle Hilfe holen
Ich finde, wenn man in einer Notlage professionelle Hilfe von einem Ghostwriter für sein Studium holt, ist das ok, bis hin zur Masterarbeit schreiben lassen schreiben lassen. Es gibt ja auch Hochschulberatung bei denen, nicht nur Angebote zum Schreiben lassen.
10.11.2017, 15.09 Uhr
Fritz12 | Wenn das schon so anfängt...
...was soll mal werden, wenn im späteren beruflichen Umfeld wirklich Druck dazu kommt?

Ein Zeichen, dass mittlerweile quasi jeder durch's Abitur geschleust wird. Wenn's dann im Studium anzieht, gibt's dicke Backen.

Das der gemeine Kevin solch einem Treiben zustimmt, passt hier wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge... es hat schon etwas von Situationskomik - in der Not.

Fritz
10.11.2017, 15.52 Uhr
HausH | Fritz vs. KEVIN
Prinzipiell stimme ich dem Fritz zu, Generation Schneeflocke ist beim kleinsten Windstoß weg.

ABER!!!! Den Kevin wegen seinem Namen zu diskriminieren halte ich für nicht so gut. Er benötigt dann bestimmt auch bald psychologische Hilfe. Lieber Fritz, wollen sie das?

Schönes Wochenende allen Lesern
10.11.2017, 15.58 Uhr
Andreas Dittmar | Lieber vorher die Reißleine ziehen....
Wer braucht heutzutage schon ein Studium wenn er ganz nach oben will ? Ein Blick Richtung Jamaika-Sondierung spricht mehr als Bände.
Bei den Studierenden die sich gegen Bezahlung den Schreibkram sparen, wenn sie selbst für die Inhalte sorgen sehe ich da eher kein Problem. Wer natürlich nur abschreibt, der hat dort nichts zu suchen. Wer es nicht packt oder damit total überfordert ist der wird es auch in der Wirtschaft oder anderen Spähren zu nichts bringen. Natürlich gibt es da auch vernünftige Alternativen
10.11.2017, 17.21 Uhr
Mueller13 | @ KevinTwo - Spassvogel
Das ist doch bestimmt eine Satire?

Notlage!? Ist klar, wenn der Prüfungstermin auf einmal überraschend vor einem auftaucht...
Ghostwriter sind ok!? Und dann im wirklichen Leben, wenn die Leistung abgerufen werden muss? Moment, ich muss mal kurz meinen Ghostwriter befragen?

Und ja, bei einem Studium kommt es einem späteren Arbeitgeber nicht nur darauf an, dass man sich das Wissen XY angeeignet hat, sondern auch, dass man in der Lage ist, die Gesamtumstände zu meistern...
10.11.2017, 19.19 Uhr
tannhäuser | Spassvogel? Eher Gefährder!
Wenn Kevin2, der Medizin studiert und Gynäkologe werden möchte, sich von Leon3, der eine Karriere als Pathologe anstrebt, irgendeine Abschlussarbeit oder Dissertation schreiben lässt...

Dann sollten Eheleute, von denen keiner einen Todeswunsch oder Mordgedanken hegt, einen grossen Bogen um seine Praxis schlagen.

Oder am besten ganz weit wegziehen, damit nicht so ein Hochstapler vor der Tür steht, wenn man mal die 116 117 wählen muss.
14.02.2018, 15.12 Uhr
helga11karsten | Ausgebrannte Studenten brauchen Hilfe
Das Studienleben kann auch leichter sein! Man muss nicht immer pauken und alles alleine “herausbeißen”. Dafür gibt es professionelle Hilfe auf https://akadem-ghostwriter.de/. Da findet man Hilfe mit Schreiben, Korrigieren, Lektorieren u.v.m. Das Ghostwriter Team kennt sich mit allen Aspekten des wissenschaftlichen Schreibens aus und leistet Hilfe auf dem höchsten Niveau. Macht euch keine Sorgen mehr.
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