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Do, 11:28 Uhr
02.07.2015

Nach drei Jahren erneut zertifiziert

Das Jugendgästehaus Rothleimmühle in Nordhausen ist erneut mit dem Reisenetz-Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. Heute wurde das dazugehörige Zertifikat übergeben...

Zertifikat übergeben (Foto: nnz) Von links: Christian Bornemann, Gerald Kühne (beides Mitarbeiter des Jugendgästehauses), Carmen Witzel, Stefan Nüßle, Knut Ewers, Hannelore Haase und Jessica Piper vom Tourismusverband Südharz Kyffhäuser

Knut Ewers, der Vorsitzende des Qualitätsausschusses des Reisenetzes übergab das Zertifikat am Vormittag an die Chefin der Rothleimmühle, Carmen Witzel.

Im „Reisenetz deutscher Fachverband für Jugendreisen“ haben sich unterschiedlichste Akteure des Jugendreisens zusammengefunden, um das Jugendreisen weiterzuentwickeln. Die Mitglieder kommen aus den Bereichen Reiseveranstalter, Jugendunterkünfte, Anbieter von Sprachreisen und Busunternehmen, unabhängig von Größe und Trägerform.

Bei den Unterkünften gibt es große Hostelketten, aber auch einzelne, lokale Betreiber freier Jugendherbergen, überregionale Vereine ebenso wie private Einzelunternehmen. Diese Vielfalt in der Verfolgung einer gemeinsamen Idee macht den Charme des Reisenetz aus.

Das Reisenetz macht immer wieder deutlich, wie wichtig Klassenfahrten und Jugendreiseangebote für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sind, gerade auch gegenüber der Politik. Es forscht zum Thema und betreibt Austausch und Fortbildung innerhalb seiner Mitgliederschaft.

Vielleicht das wichtigste Ziel des Reisenetzes ist die Sicherstellung von Qualität bei den Mitgliedern. Auf die Einhaltung wichtiger Qualitätskriterien können sich Eltern auf jeden Fall verlassen, wenn sie Reisenetz Mitgliedern ihre Kinder anvertrauen. Über die Einhaltung aller relevanten rechtlichen Vorschriften hinaus geht es dabei auch um Qualitäten wie Angebotstransparenz- und ehrlichkeit, Prävention gegen Missbrauch, Betreuerqualifikationen, Zusammenarbeit mit den Behörden.

Zugleich legt das Reisenetz Wert darauf, die Vielfalt und Individualität der verschiedenen Angebote des Jugendreisens zu pflegen und zu stärken. „Wir bestätigen die Erfüllung von verlässlichen Mindeststandards, wir verzichten aber bewusst auf das Bewerten von Eigenschaften, die für unterschiedliche Gästegruppen ganz unterschiedlichen Bedeutung haben“, erläutert Ewers, der das Siegel heute für das Reisenetz überreichte, im Gespräch mit der nnz.

Im Reisenetz wisse man beispielsweise, dass manche Kundengruppen sich große Mehrbettzimmer wünschen, während andere auf Zweibettzimmer Wert legen. Von einem Anbieter an einem brandenburgischen Seeufer würden wiederum ganz andere Schwerpunkte erwartet, als von einem Großstadthostel. „Diese Bewertung überlassen wir gerne unseren Kunden nach ihren Bedürfnissen. Was wir aber versprechen und prüfen, ist, dass das Versprochene auch tatsächlich eingehalten wird“, erläutert Ewers den Begriff der Angebotsehrlichkeit.

Der Qualitätsausschuss des Reisenetzes, der aus dreizehn von allen Mitgliedern gewählten Vertretern besteht, tagt zweimal jährlich und prüft dabei Neuanträge und die alle drei Jahre erforderlichen Fortschreibungen der Zertifizierung. Die Mitglieder des Ausschusses kommen aus dem jeweiligen Arbeitsfeld. So stellt das Reisenetz sicher, dass der Ausschuss fachkundig besetzt ist. Da die Mitglieder untereinander auch Konkurrenten sind, sind zugleich Gefälligkeitszertifikate ausgeschlossen. „Als Insider wissen wir sehr genau, wo wir genauer hinschauen müssen“, macht Ewers, selbst privater Betreiber einer freien Jugendherberge, deutlich.

Die Rothleimmühle ist seit vielen Jahren Mitglied des Dachverbandes Reisenetz und wird nun erneut ausgezeichnet. Für das Jugendgästehaus ist dieses Siegel ein wichtiges Marketininstrument im harten Wettbewerb. Dass sich das Haus in diesem Wind gut zurechtfindet, wird auch durch die Tatsache deutlich, dass es seit rund zehn Jahren ohne kommunale Zuschüsse auskommt. Im vergangenen Jahr wurden 15.050 Übernachtungen gezählt, das entspricht einer Auslastung von knapp 40 Prozent.
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