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Sa, 12:30 Uhr
20.06.2015

Benzingespräche auf dem Petersberg

Von Topolino und Trabant bis zu Mercedes und Mustang - auf dem Nordhäuser Petersberg trafen sich heute wieder Freunde und Liebhaber alter Fahrzeuge. Es gab viele mit Herzblut und Schweiß restaurierte Autos und Motorräder zu sehen und natürlich viel zu erzählen...

48. Oldtimertreffen auf dem Nordhäuser Petersberg (Foto: Angelo Glashagel) 48. Oldtimertreffen auf dem Nordhäuser Petersberg (Foto: Angelo Glashagel)

Zum 48. Oldtimertreffen des MC Roland Nordhausen tummelten sich auf dem Petersberg wieder viele Liebhaber alter Fahrzeuge und reichlich Schaulustige. Wieviele Teilnehmer sich dieses mal einfanden, war zur Mittagszeit noch nicht klar. Die Organisatoren waren aber guter Dinge die Besucherzahlen der letzten Jahre toppen zu können.

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Zum dritten Mal findet das Treffen auf dem Petersberg statt. Zu sehen war zum einen viel "Ostalgie": alte Trabant, Lada, Wartburg aber auch andere Vehikel die einst hinter dem Eisernen Vorhang fuhren, wie zum Beispiel den Eindrucksvollen "Tschaika", zu Deutsch: Möwe. Zum anderen konnte man aber auch Fahrzeuge, Motoren und Interieur westlicher Bauart bestaunen - Mercedes, VW, Opel, Mustang und noch einige mehr.

Für die Autoschrauber geht es darum zu sehen und gesehen zu werden. Aber auch um den Austausch untereinander. Von diesen "Benzingesprächen" lebe die Szene, meinte MC Roland Mitglied Ralph Grohmann. "Man knüpft Kontakte, sieht wer was kann und wer welche Teile hat", sagte Grohmann. Das sei wichitg, "niemand kann alles alleine machen", so der Autoliebhaber.

Von Topolino und Trabant bis Mercedes und Mustang - 48. Oldtimertreffen auf dem Nordhäuser Petersberg (Foto: Angelo Glashagel) Von Topolino und Trabant bis Mercedes und Mustang - 48. Oldtimertreffen auf dem Nordhäuser Petersberg (Foto: Angelo Glashagel) Ein anderer Liebhaber der mit einem seiner Schätze auf den Petersberg gekommen ist, war Reinhardt Valenta. Für etwa 50 Euro hatte er nach der Wende einen alten Trabant erstanden, alles hinüber bis auf die Karosserie. Viele tausend Euro und drei Jahre Arbeit steckte er in den Wagen, der heute wieder metallisch silbern erstrahlt.

Zu DDR-Zeiten fuhr er privat einen Wartburg Tourist, der Dienstwagen war ein Lada 1500. Heute ist er in der Mercedes E-Klasse unterwegs, erzählte Valenta, und als "Dienstwagen" in einem alten Trabant - heute wieder ein Hingucker und Werbegag. Seinen Trabant, den liebt er, erzählt der gelernte Elektrotechniker. 70 bis 80 km/h schafft der Trabbi, 110 mit Rückenwind, als Reisegeschwindigkeit kann das heutzutage schon als Entschleunigung gelten. Das basteln an seinem Trabant ist zum Hobby geworden und Herr Valenta, dessen Renteneintritt nicht mehr fern ist, hat sich noch einiges vorgenommen. Im vergangenen Jahr hat er eine DKW SB 200 restauriert, das Motorrad gilt als Vorläufer der bekannten "RT" und als Großvater der "ES".

Reinhardt Valenta und sein Trabant - drei Jahre Arbeit stecken in dem silbernen Schmuckstück (Foto: Angelo Glashagel) Reinhardt Valenta und sein Trabant - drei Jahre Arbeit stecken in dem silbernen Schmuckstück (Foto: Angelo Glashagel)

Als nächstes warten ein Trabant Kombi und eine Trabant Limousine darauf wieder in Schuss gebracht zu werden. Und wenn es nach ihm geht, dann wird er auch noch sein "Studentenauto", einen IFA F8, wieder auf die Straße bringen.

Sein Interesse hat er an den Nachwuchs weitergegeben und damit dürfte er nicht allein sein, sieht man sich die Menschenmenge an, die über den Petersberg stromerte. Das habe auch damit zu tun, dass man in den alten Fahrzeugen Ingenieurs- und Handwerkskunst aus allen Epochen finden könne, sagte Valenta, "Oldtimer sind ein Kulturgut zum Anfassen".
Angelo Glashagel
Autor: red

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